Ju­li­us Bär und Bu­cher

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - RO­LAND VOGT

Könn­te Ju­li­us Bär dem­nächst wie­der ein The­ma für mich wer­den? Die Ak­tie hat die­ses Jahr schon ei­ni­ge Freu­de be­rei­tet, als sie An­fang Ju­li ins Fond­sport­fo­lio kam.

Da­mals schien es klar, der Mit­te Ja­nu­ar ge­star­te­te Ab­wärts­trend war an sei­ner Leis­tungs­gren­ze an­ge­langt. Das wur­de zu­nächst durch ei­ne Fal­ling Wedge, spä­ter durch sat­te po­si­ti­ve Di­ver­gen­zen an­ge­zeigt. Und jetzt?

Der Bär tanzt lang­sa­mer

Im Be­reich zwi­schen 43 und 45 Fr. ver­läuft ein deut­lich er­kenn­ba­res und mas­si­ves Wi­der­stands­band. Es reicht bis 2013 zu­rück. Auch 2011 und 2009 blieb der Ti­tel an die­ser Re­sis­tan­ce hän­gen. Um aktuell, zu Kur­sen um 42.50 Fr., ei­nen Kauf­grund zu ha­ben, müss­te ich al­so ei­ne be­vor­ste­hen­de Über­win­dung die­ses Be­reichs er­war­ten. Zur­zeit zei­gen sich die Märkte aus­ge­spro­chen trend­schwach und he­te­ro- gen. Sie be­fin­den sich so­mit in ei­ner Ver­fas­sung, in der mit Über­ra­schun­gen ge­rech­net wer­den muss. Aus­schlies­sen kann und möch­te ich ei­nen nach­hal­ti­gen Aus­bruch über die Re­sis­tan­ce dar­um nicht. Im Ge­gen­teil, auf län­ge­re Sicht ist er zu er­war­ten – nicht je­doch jetzt. Die tech­ni­schen Struk­tu­ren sind, an­ders als An­fang Ju­li, heu­te nur noch mit­tel­mäs­sig. Ich wä­re ein schlech­ter Ge­schäfts­mann, wenn ich da­für nun auch noch 17% mehr be­zah­len wür­de als da­mals.

Ju­li­us Bär dürf­ten vor ei­ner mehr­wö­chi­gen Kor­rek­tur ste­hen, mit Tief­prei­sen we­nigs­tens um 39.50/40.50 Fr. Des­halb se­he ich mir die Si­tua­ti­on noch­mals an. Im Mo­ment je­doch fehlt es mir an ei­nem grif­fi­gen Kauf­ar­gu­ment.

Der Ha­ken mit Bu­cher

Bu­chers Ab­wärts­trend von Ju­ni bis Ok­to­ber hat auf­schluss­rei­che Struk­tu­ren – die ei­ner kor­rek­ti­ven Ab­cSe­quenz. Was für ei­ne her­aus­ra­gen­de Si­tua­ti­on! Nach dem Tief von Mit­te 2011 bei 130 Fr. hät­te der Ti­tel nun ei­ne Kor­rek­tur durch­lau­fen, in de­ren Ver­lauf die Ge­win­ne der letz­ten drei Jah­re in fünf Mo­na­ten fast hal­biert wur­den. Nach die­ser schwung­vol­len Kor­rek­tur müss­te er dem­nächst in ei­ne Auf­wärts­be­we­gung ein­mün­den, die der­je­ni­gen der ers­ten Jah­res­hälf­te nicht nach­steht.

Die Sa­che hat al­ler­dings ei­nen Ha­ken. Zwar ha­be ich we­nig Zwei­fel dar­an, dass der im­pul­si­ve Kurs­ver­lauf der ver­gan­ge­nen Mo­na­te ei­ner Kor­rek­tur zu­zu­ord­nen ist. Mit­tel- und län­ger­fris­tig wird der Kurs wie­der an­zie­hen, über das dies­jäh­ri­ge Hoch von 315 Fr. Doch im Au­gen­blick steht noch nicht fest, dass die­se Kor­rek­tur schon ab­ge­schlos­sen ist. Es könn­te die nächs­ten Wo­chen zu ei­nem neu­en Rück­schlag kom­men, der dann bis in die Region vor 200 reicht. Aus­ge­hend von heu­te sind das 20%, was dann auch schein­bar lang­fris­tig aus­ge­rich­te­te In­ves­to­ren kurz­fris­tig weich ma­chen dürf­te.

Bei pas­sen­der tak­ti­scher Ge­le­gen­heit wer­de ich Bu­cher für mein Re­fe­renz­port­fo­lio kau­fen. Un­ein­ge­schränkt lässt sich die Re­pli­ka­ti­on die­ses Vor­ha­bens aber nicht für je­der­mann emp­feh­len. Die Mei­nung des Au­tors muss nicht mit je­ner der Re­dak­ti­on über­ein­stim­men.

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