Merck nach Pfi­zer-De­al fes­ter

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - PHG

Re­ckitt Ben­cki­ser ver­öf­fent­licht Plä­ne zur Ab­spal­tung der Phar­ma­spar­te.

sein Au­gen­mit­tel Ey­lea die Zu­las­sung in ei­ner wei­te­ren In­di­ka­ti­on. Das Me­di­ka­ment ist nun auch zur Be­hand­lung des dia­be­ti­schen Ma­ku­la­ö­dems ein­setz­bar. Ey­lea ist ei­ner der Hoff­nungs­trä­ger für Bay­er. Im Fe­bru­ar hat­te der Kon­zern das Spit­zen­um­satz­po­ten­zi­al für das Me­di­ka­ment von 1 auf min­des­tens 1,5 Mrd. € an­ge­ho­ben.

Merck KGaA (78.26 €, +5,3%) pro­fi­tier­ten von ei­ner Ko­ope­ra­ti­on des deut­schen Phar­ma­kon­zerns mit dem US-Wett­be­wer­ber Pfi­zer in der Krebs­for­schung. Die bei­den Un­ter­neh­men un­ter­zeich­ne­ten am Mon­tag ei­ne Ver­ein­ba­rung, wo­nach sie ei­nen von Merck er­forsch­ten An­ti­kör­per zur mög­li­chen Be­hand­lung ver­schie­de­ner Tu­mor­ar­ten ge­mein­sam wei­ter­ent­wi­ckeln und ver­mark­ten wol­len. Wei­ter soll ein ähn­li­cher An­ti­kör­per aus der Pfi­zer-Pi­pe­line wei­ter­ent­wi­ckelt und ein Lun­gen­krebs-Mit­tel der Ame­ri­ka­ner ge­mein­sam ver­mark­tet wer­den. Die Ver­ein­ba­rung sieht vor, dass Merck von Pfi­zer ei­ne Vor­aus­zah­lung von 850 Mio. $ und bei der Er­rei­chung be­stimm­ter Mei­len­stei­ne zu­sätz­lich bis zu 2 Mrd. $ er­hält.

Re­ckitt Ben­cki­ser (5230 p, –2%) fie­len zu­rück. Der bri­ti­sche Kon­sum­gü­ter­pro­du­zent er­klär­te am Mon­tag, mit der Ab­spal­tung des Phar­ma­ge­schäfts zu be­gin­nen. Re­ckitt-Ak­tio­nä­re er­hal­ten je An­teils­schein ei­ne Ak­tie des neu­en Un­ter­neh­mens In­di­vi­or. Des­sen Ak­ti­en sol­len erst­mals am 23. De­zem­ber ge­han­delt wer­den. Der Plan scheint bei den Ak­tio­nä­ren von Re­ckitt auf we­nig Ge­gen­lie­be zu stos­sen. Die Phar­ma­spar­te kämpft mit kräf­ti­gen Um­satz- und Ge­winn­rück­gän­gen. Ein wich­ti­ges Me­di­ka­ment zur Sucht­be­hand­lung ver­lor den Pa­tent­schutz und er­hält nun Kon­kur­renz durch güns­ti­ge Nach­ah­mer­pro­duk­te.

Der­weil ist die Ab­spal­tung des Me­di­zin­tech­nik­ge­schäfts von Sie­mens (90.96 €, +2,8%) kein The­ma für den In­dus­trie­kon­zern. Sie blei­be ein wich­ti­ger Be­stand­teil von Sie­mens, er­klär­te Vor­stands­chef Joe Ka­e­ser am Sams­tag in ei­nem In­ter­view mit der «Süd­deut­schen Zei­tung».

Ea­sy­Jet (1525 p, –1,6%) pro­fi­tier­ten im ab­ge­lau­fe­nen Ge­schäfts­jahr von Streiks bei den Kon­kur­ren­ten. Vor al­lem Kun­den der Air Fran­ce wech­sel­ten zum bri­ti­schen Bil­lig­flie­ger, als die fran­zö­si­sche Air­line im Sep­tem­ber be­streikt wur­de. Der Vor­steu­er­ge­winn von Ea­sy­Jet stieg um rund ein Fünf­tel auf 581 Mio. £, der Um­satz 6% auf 4,53 Mrd. £. Die Ak­tio­nä­re dür­fen sich zu­dem auf ei­ne um ein Drit­tel hö­he­re Di­vi­den­de freu­en.

Of­fen­bar ver­daut der Markt der­zeit die un­ter­schied­li­chen Ent­wick­lun­gen in der Region. Wäh­rend Ja­pan in ei­ne tech­ni­sche Re­zes­si­on ab­glei­tet, öff­net Chi­na sei­nen Ka­pi­tal­markt über das «Stock Con­nect»-Pro­gramm mit Hong­kong.

In Ja­pan er­hol­ten sich die Ak­ti­en am Di­ens­tag, nach­dem am Mon­tag Mel­dun­gen über das Ab­glei­ten der Volks­wirt­schaft in ei­ne tech­ni­sche Re­zes­si­on Ver­lus­te aus­ge­löst hat­ten. Der Markt er­war­tet in Ja­pan neue Kon­junk­tur­mass­nah­men, ei­ne Ver­schie­bung der für Ok­to­ber 2015 ge­plan­ten Um­satz­steu­er­er­hö­hung und vor­ge­zo­ge­ne Wah­len. Der Leit­in­dex Nik­kei 225 ver­lor am Mon­tag 2,96%, er­hol­te sich aber am Di­ens­tag mit ei­nem Plus von 2,18%. Zu den gröss­ten Ge­win­nern seit Frei­tag zähl­ten der Elek­tro­nik-Misch­kon­zern So­ny (+3,2%) und der Mee­res­früch­te­händ­ler Nip­pon Sui­san Kai­sha (+5,57%).

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