Da­ni­el Kah­ne­man

Finanz und Wirtschaft - - SERIE: BERÜHMTE THEOREME -

(*5. März 1934 in Tel Aviv)

Der Hö­he­punkt in der Lauf­bahn des is­rae­li­schame­ri­ka­ni­schen Psy­cho­lo­gen, Hoch­schul­pro­fes­sors und Buch­au­tors Da­ni­el Kah­ne­man war 2002 der Wirt­schafts­no­bel­preis, der ihm zu­sam­men mit Ver­non Smith ver­lie­hen wur­de. Er be­kam ihn für die Er­for­schung und die Sys­te­ma­ti­sie­rung so­ge­nann­ter Be­ha­viour Bia­ses oder Psy­chofal­len. Kah­ne­man ist ei­ner der Vä­ter der Be­ha­viou­ral Fi­nan­ce. Wäh­rend ein an­de­rer, Ro­bert Shil­ler, der 2013 den No­bel­preis er­hal­ten hat, die In­ef­fi­zi­enz der Märkte un­ter­sucht, be­fasst sich Kah­ne­man mit dem In­di­vi­du­um und sei­nen ko­gni­ti­ven Ver­zer­run­gen. Er ar­bei­te­te eng mit Amos Tver­s­ky zu­sam­men. Auf bei­de geht die Pro­spekt­theo­rie zu­rück, die Kah­ne­man, der in Je­ru­sa­lem und an der Uni­ver­si­ty of Ca­li­for­nia Psy­cho­lo­gie und Ma­the­ma­tik stu­diert hat­te, be­rühmt ge­macht hat. «War­um wir oft an­ders den­ken, als wir ger­ne den­ken möch­ten», hat «Die Zeit» ein­mal sei­nen Leit­satz be­schrie­ben. Zu sei­nen vie­len Aus­zeich­nun­gen ge­hö­ren aus jün­ge­rer Ver­gan­gen­heit der Welt­wirt­schaft­li­che Preis der Uni­ver­si­tät Kiel und die Eh­ren­dok­tor­wür­de von Ya­le. Ei­ner brei­te­ren Öf­fent­lich­keit ist er spä­tes­tens seit sei­nem 2012 auch in Deutsch er­schie­ne­nen Buch «Schnel­les Den­ken, lang­sa­mes Den­ken» («Thin­king, Fast and Slow») be­kannt.

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