SMI klar über 9000

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN SCHWEIZ - PHIL­IPP GOLLMER

DHol­cim (+5,8%) mach­ten Bo­den gut. Der Gross­teil der Ana­lys­ten­zunft sah im Nach­gang an den In­ves­to­ren­tag des Ze­ment­kon­zerns da­von ab, ih­re Schät­zun­gen zu er­hö­hen. Das Fa­zit blieb den­noch po­si­tiv: Das Ma­nage­ment ha­be wich­ti­ge Ein­bli­cke zur Si­tua­ti­on in ein­zel­nen Märk­ten und zu den Er­war­tun­gen für 2015 ge­währt. Auch die Fort­schrit­te im Fu­si­ons­pro­zess mit La­far­ge er­wähn­ten die Ana­lys­ten lo­bend.

Die Pa­pie­re des Gen­fer Wa­ren­prüf­kon­zerns SGS (–1,3%) lit­ten un­ter ent­täu­schen­den Zah­len ei­nes Bran­chen­nach­barn. In­ter­tek

Uh­ren­ex­port­da­ten stüt­zen Swatch Group und Ri­che­mont. Aus­sa­gen ei­nes Kon­kur­ren­ten be­las­ten SGS.

ie Schwei­zer Börse bleibt auf Re­kord­kurs. Der Swis­sMar­ket-In­dex (SMI) liess am Frei­tag 9000 deut­lich hin­ter sich. Der SMI stieg im Wo­chen­ver­gleich 1,9% auf 9080,55.

Die Aus­sa­gen von EZB-Chef Ma­rio Draghi und gu­te US-Kon­junk­tur­da­ten ver­hal­fen Zy­kli­kern wie ABB (+2,7%) und Cla­ri­ant (+1,8%) zu Avan­cen. Auch die de­fen­si­ven SMI-Schwer­ge­wich­te Ro­che (GS +2,3%), No­var­tis (+1,7%) leg­ten zu, wäh­rend Nest­lé (+0,9%) un­ter­durch­schnitt­lich ten­dier­ten.

Hol­cim po­si­tiv

aus Gross­bri­tan­ni­en mel­de­te am Mitt­woch für Ju­li bis Ok­to­ber ei­nen Um­satz­rück­gang von 0,7%. Am Markt wur­de da­ge­gen mit ei­nem Wachs­tum von 2,5% ge­rech­net, schrieb ein UBS-Ana­lyst.

Er­staun­lich gu­te Da­ten zu den Schwei­zer Uh­ren­ex­por­ten für Ok­to­ber trie­ben die Ak­ti­en von Swatch Group (In­ha­ber +5,7%) und Ri­che­mont (+5,5%) an. Letz­te­re soll zu­dem ei­nen Bör­sen­gang von Net-a-Por­ter pla­nen, des In­ter­net­ver­sand­hau­ses für Lu­xus­klei­dung und -ac­ces­soires. Dies mel­de­te am Frei­tag die Nach­rich­ten­agen­tur Bloomberg mit Ver­weis auf in­for­mier­te Krei­se. Es hät­ten be­reits ers­te Ge­sprä­che mit Ban­ken statt­ge­fun­den, schrieb die Agen­tur wei­ter und füg­te an, ei­ne de­fi­ni­ti­ve Ent­schei­dung sei noch nicht ge­fal­len. Es sei auch mög­lich, dass Ri­che­mont Net-a-Por­ter un­ter ih­rem Dach be­hält. Vor zwei Wo­chen hat­te sich der Lu­xus- gü­ter­kon­zern noch sehr zu­frie­den über die Ent­wick­lung des Ver­sand­hau­ses ge­äus­sert und De­ves­ti­ti­ons­plä­ne ver­neint.

Swiss­com- CEO Urs Schäp­pi er­klär­te an ei­ner In­ves­to­ren­kon­fe­renz in Bar­ce­lo­na am Don­ners­tag, er sei «glück­lich» über den Be­sitz der ita­lie­ni­schen Toch­ter Fast­web. Der Tele­com­kon­zern wer­de des­halb wei­ter in die Ge­sell­schaft in­ves­tie­ren, sag­te Schäp­pi. In der Ver­gan­gen­heit wur­de im­mer wie­der über Ver­kaufs­ab­sich­ten von Swiss­com spe­ku­liert. Die Ti­tel avan­cier­ten im Wo­chen­ver­gleich 2,3% (vgl. Sei­te 6).

Um­tausch er­folg­reich

UBS (Ak­ti­en +0,1%) kün­dig­ten an, dass nächs­ten Frei­tag an der SIX Swiss Ex­ch­an­ge und an der New York Stock Ex­ch­an­ge der re­gu­lä­re Han­del in Ak­ti­en der UBS Group AG ( Ti­cker: UBSG) be­ginnt. Wie die Bank mit­teil­te, ha­ben die Ak­tio­nä­re im Rah­men des Um­tausch­an­ge­bots knapp mehr als die not­wen­di­gen 90% al­ler aus­ge­ge­be­nen UBS-Ak­ti­en an­ge­dient. Die Nach­frist zum An­die­nen der üb­ri­gen Ti­tel be­ginnt am 26. No­vem­ber. Der Ak­ti­en­tausch ist ein Ele­ment des Um­baus der UBS zur Hol­ding­ge­sell­schaft. Da­durch winkt der UBS ein re­gu­la­to­ri­scher Ka­pi­tal­ra­batt, der als Son­der­di­vi­den­de von 0.25 Fr. pro Ak­tie an die Ak­tio­nä­re flies­sen soll.

Die Chan­ce auf ein Weih­nachts­ge­schenk bie­tet sich den Ak­tio­nä­ren des an der SIX ko­tier­ten ita­lie­ni­schen Bio­tech-Un­ter­neh­mens Ne­w­ron (+3,4%). Die Prü­fung des Me­di­ka­men­ten­kan­di­da­ten Sa­fi­n­a­mi­de durch den Ex­per­ten­aus­schuss der EU-Arz­nei­mit­tel­be­hör­de, CHMP, ist plan­ge­mäss ver­lau­fen. Da­mit soll­te Ne­w­ron nach dem nächs­ten CHMPTref­fen vom 15. bis 19. De­zem­ber wis­sen, ob das Prä­pa­rat zur Be­hand­lung von Par­kin­son in Eu­ro­pa zu­ge­las­sen wird oder nicht.

Mit US-Plä­nen die Fan­ta­sie der An­le­ger an­zu­re­gen ver­moch­te SHL Tele­me­di­ci­ne (+7%). In den ers­ten neun Mo­na­ten er­wirt­schaf­te­te das in Tel Aviv an­säs­si­ge Un­ter­neh­men noch 60% des Um­sat­zes im is­rae­li­schen Heim­markt und 40% in Deutsch­land (vgl. Sei­te 11).

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