Are­va no­tie­ren deut­lich tie­fer

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - PHG

Thys­senK­rupp er­freut mit schwar­zen Jah­res­zah­len und ei­ner Di­vi­den­de.

zah­len. Nach drei Jah­ren mit Ver­lus­ten prä­sen­tier­te Thys­senK­rupp für das ab­ge­lau­fe­ne Ge­schäfts­jahr ein Net­to­ge­winn von 210 Mio. €. Da­zu sol­len die Ak­tio­nä­re wie­der ei­ne Di­vi­den­de über 0.11 € je Ti­tel er­hal­ten (vgl. Sei­te 11).

K+S (24.49 €, +9,5%) ka­men vor­an. Der Dün­ge­mit­tel­her­stel­ler dürf­te von Pro­duk­ti­ons­pro­ble­men des Ri­va­len Ural­ka­li pro­fi­tie­ren. Ei­ne wich­ti­ge Ka­li-Gru­be der Rus­sen muss­te still­ge­legt wer­den. Soll­te die Schlies­sung län­ger an­dau­ern, wür­de das den Ka­li-Preis nach oben trei­ben, was K+S zu­gu­te kä­me.

Der fran­zö­si­sche Atom­kon­zern Are­va strich die Fi­nanz­zie­le für die Jah­re 2015 und 2016. Grund ist der fin­ni­sche Re­ak­tor Ol­kiluo­to 3. Die­ser hät­te be­reits 2009 den Be­trieb auf­neh­men sol­len, wird aber wohl erst nach 2018 fer­tig. Die Are­vaAk­ti­en ver­lo­ren im Wo­chen­ver­gleich 18% auf 9.91 (93.98 €, +6,2%) ist am Re­ak­tor be­tei­ligt, die Ak­tie des In­dus­trie­kon­zern blieb je­doch von ne­ga­ti­ven Kurs­re­ak­tio­nen ver­schont.

Sa­no­fi (75.91 €, +2%) will bis 2020 bis zu 18 neue Me­di­ka­men­te mit ei­nem Um­satz­po­ten­zi­al von über 30 Mrd. € auf den Markt brin­gen, teil­te der Phar­ma­kon­zern am Don­ners­tag mit. Wei­ter rech­nen die Fran­zo­sen trotz des ho­hen Preis­drucks in den USA für das Dia­be­tes­mit­tel Lan­tus mit ei­nem sta­bi­len bis leicht stei­gen­den Um­satz. Ana­lys­ten be­wer­te­ten die Pro­gno­sen je­doch mit Skep­sis.

Die An­le­ger re­agier­ten ver­schnupft auf ei­ne Ka­pi­tal­er­hö­hung durch BBVA (8.38 €, –1,6%). Das spa­ni­sche Fi­nanz­haus er­lös­te durch die Plat­zie­rung 2 Mrd. €, die zur Fi­nan­zie­rung der An­teils­auf­sto­ckung an der tür­ki­schen Bank Ga­ran­ti ver­wen­det wer­den. BBVA hält neu knapp 40% an Ga­ran­ti.

Raiff­ei­sen Bank International (RBI; 15.70 €, –1,9%) über­rasch­te die An­le­ger mit neu­en Pro­ble­men in Asi­en. We­gen ei­nes miss­glück­ten Kre­dit­ge­schäfts in In­do­ne­si­en er­war­tet die ös­ter­rei­chi­sche Bank für das lau­fen­de Jahr hö­he­re Rück­stel­lun­gen für fau­le Kre­di­te. Da­ne­ben kämpft das stark in Ost­eu­ro­pa en­ga­gier­te In­sti­tut wei­ter mit Pro­ble­men in Un­garn, der Ukrai­ne und Russ­land. Für 2014 rech­net RBI mit ei­nem Ver­lust von bis zu ei­ner hal­ben Mil­li­ar­de Eu­ro.

Der Ver­si­che­rer Ge­ne­ra­li (17.20 €, +5,8%) hat die Zie­le für 2015 be­reits im lau­fen­den Jahr er­reicht. So sol­len die Ita­lie­ner das Ziel ei­ner Ei­gen­ka­pi­tal­ren­di­te von 13% be­reits En­de 2014 er­rei­chen. Ge­ne­ra­li will nun die Di­vi­den­de er­hö­hen und kün­dig­te für Mai ei­ne neue Stra­te­gie an.

Po­si­ti­ve Da­ten zur US-Wirt­schaft und die über­ra­schen­de Zins­sen­kung in Chi­na stütz­ten die asia­ti­schen Märkte zum Wo­chen­schluss. Zu­vor do­mi­nier­te die Schwä­che des vor­läu­fi­gen Ein­kaufs­ma­na­ger­index für Chi­na die Bör­sen­stim­mung. Der In­dex sank im No­vem­ber auf ei­nen Zäh­ler­stand von 50, wo­mit der Wert an der Schwel­le zum Pes­si­mis­mus liegt. Die da­mit ver­knüpf­te Hoff­nung auf neue Kon­junk­tur­mass­nah­men wur­de durch die Zins­sen­kung er­füllt.

Über­ra­schend zö­ger­lich re­agier­ten die Bör­sia­ner auf die Ver­bin­dung der Börsen Hong­kong und Schang­hai. Nur ein Bruch­teil des täg­li­chen Trans­ak­ti­ons­vo­lu­mens wird ge­nutzt. Die Bank of Chi­na (3.73 HK-$, –3,1%) ist für das Clea­ring zu­stän­dig. Auf Ge­winn­mit­nah­men setz­ten vor al­lem In­ves­to­ren in Schang­hai bei be­lieb­ten Ak­ti­en wie dem Schnap­s­pro­du­zen­ten Kweichow Mou­tai

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