Al­ters­vor­sor­ge

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN - PAS­CAL MERZ,

FuW Nr. 92 vom 22. No­vem­ber Der Ge­ne­ra­tio­nen­ver­trag wird täg­lich ver­letzt. So pas­siert schon heu­te tag­täg­lich die Um­ver­tei­lung in der zwei­ten Säu­le von Ak­ti­ven zu Rent­nern. Da­bei wer­den zwei fun­da­men­ta­le Aspek­te des Drei­säu­len­mo­dells ver­letzt. Ei­ner­seits wird mit der Um­ver­tei­lung in der zwei­ten Säu­le der Ge­ne­ra­tio­nen­ver­trag zu­un­guns­ten der ak­ti­ven Ge­ne­ra­tio­nen ver­letzt und an­der­seits das Ka­pi­tal­de­ckungs­ver­fah­ren aus­ge­he­belt. Die Po­li­ti­ker, die Re­for­men be­schlies­sen soll­ten, ha­ben gleich­zei­tig ih­re Wie­der­wahl im Fokus. Es ist nicht nur in der Schweiz ein Fak­tum, dass die de­mo­gra­fi­sche Ent­wick­lung die bis­he­ri­gen Mo­del­le der Al­ters­vor­sor­ge in Fra­ge stellt.

Al­le zu­künf­ti­gen Re­for­men sind des­we­gen mit Ein­schnit­ten ver­bun­den. Ent­we­der län­ger ar­bei­ten, mehr ein­zah­len oder auf Leis­tun­gen ver­zich­ten. Bun­des­rat Ber­set ist nicht der Ers­te, der die heis­se Kar­tof­fel der ers­ten und der zwei­ten Säu­le in den Hän­den hält. Nur wenn al­le Be­tei­lig­ten sich be­reit­er­klä­ren, ei­nen Teil der Ein­schnit­te – wel­cher Art auch im­mer – zu tra­gen, wird ei­ne nach­hal­ti­ge Re­form der Al­ters­vor­sor­ge mög­lich sein. Die Zei­chen ste­hen lei­der nach wie vor auf Still­stand, das Pro­blem je­doch wird täg­lich grös­ser. Wir wer­den im Durch­schnitt im­mer äl­ter, al­so müs­sen wir lo­gi­scher­wei­se auch län­ger ar­bei­ten, ein Ren­ten­al­ter 65 ist zu sta­tisch und gleich­zei­tig zu tief.

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