New­co­mer

Finanz und Wirtschaft - - TECHNOLOGIE - LEU

Sie­ben Jah­re schon ist es her, dass das ers­te iPho­ne von App­le vor­ge­stellt wor­den ist. Im Mo­bi­le-Seg­ment liegt der An­teil von Pro­zes­so­ren von In­tel den­noch noch im­mer bei we­ni­ger als 1%. Den Um­schwung von Com­pu­tern zu Ta­blets und Smart­pho­nes hat der welt­weit gröss­te Chip­her­stel­ler kom­plett ver­schla­fen.

Hell­wach ist im Ge­gen­satz zu In­tel die Kon­kur­renz. Der ame­ri­ka­ni­sche Chip­her­stel­ler Qual­comm nimmt der­zeit ei­ne markt­be­herr­schen­de Stel­lung bei mo­bi­len Ge­rä­ten ein. Mit sei­nen Snap­dra­gon Chips und den Sys­tems on a Chip (SoC) für Mo­bil­te­le­fo­ne und Ta­blets stellt er die Ri­va­len in den Schat­ten. Die Chips kön­nen auch in Au­tos, Mul­ti­me­dia­ge­rä­ten oder Uh­ren ver­wen­det wer­den. Den gröss­ten Teil sei­nes Ge­winns weist er auf­grund von Li­zenz­ge­büh­ren an­de­rer Un­ter­neh­men aus, die Qual­com­mChips in den ei­ge­nen Pro­duk­ten nut­zen.

Eben­falls ei­ne star­ke Markt­po­si­ti­on hat das bri­ti­sche Un­ter­neh­men ARM. Es ent­wi­ckelt das De­sign von Pro­zes­so­ren und ver­gibt die Li­zen­zen an ver­schie­de­ne Her­stel­ler. Wie auch bei Qual­comm wer­den die Chips mit ei­ner Li­zenz von ARM vom Li­zenz­neh­mer selbst fer­tig­ge­stellt. Da­bei wird un­ter­schie­den zwi­schen ei­ner di­rek­ten Li­zenz des Chip­de­signs und ei­ner ARM-Ar­chi­tek­tur­li­zenz. Letz­te­re hal­ten un­ter an­de­rem App­le, Samsung und auch Qual­comm. So­mit ist prak­tisch in je­dem Ta­blet oder Smart­pho­ne ein Chip von ARM ver­baut.

Der Bran­chen­rie­se Samsung ist nicht nur für die Her­stel­lung von Fern­se­hern be­kannt. Auch im Smart­pho­ne-Be­reich gilt der süd­ko­rea­ni­sche Kon­zern als Markt­füh­rer, zu­min­dest wenn man die ver­kauf­ten Stück­zah­len be­trach­tet. Im ver­gan­ge­nen Jahr kam fast je­des drit­te ver­kauf­te Smart­pho­ne von den Süd­ko­rea­nern. Trotz­dem hat das Un­ter­neh­men Markt­an­tei­le ver­lo­ren, ins­be­son­de­re im hö­her­prei­si­gen Seg­ment hat App­le die Na­se vor­ne. Um das zu­letzt schwä­cheln­de Ge­schäft mit Smart­pho­nes aus­zu­glei­chen, setzt der Kon­zern ver­mehrt auf die Spei­cher­ka­pa­zi­tät in mo­bi­len Ge­rä­ten. Mitt­ler­wei­le lau­fen prak­tisch al­le von Samsung her­ge­stell­ten Smart­pho­nes mit ei­nem Chip von ARM.

In­tel ver­sucht, das De­fi­zit auf­zu­ho­len. Das al­ler­dings wird schwie­rig, da es Qual­comm und ARM in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ge­lun­gen ist, ei­ne enorm star­ke Markt­po­si­ti­on auf­zu­bau­en. Selbst die ho­hen Ra­bat­te, mit de­nen In­tel plant, dürf­ten vie­le Kun­den der bei­den Mo­bil­chip­her­stel­ler nicht zu ei­nem so­for­ti­gen Um­stieg be­we­gen.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.