Ju­pi­ter legt in der Schweiz zu

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - DM,

Die bri­ti­sche Fonds­ge­sell­schaft Ju­pi­ter, die an der Lon­don Stock Ex­ch­an­ge (LSE) ko­tiert ist, will im deutsch­spra­chi­gen Raum Markt­an­tei­le ge­win­nen. Rund 85% der Kund­schaft stam­men der­zeit aus Gross­bri­tan­ni­en, wo die Grup­pe un­ter den Top fünf im Re­tail­seg­ment ist. CEO Maar­ten Slen­de­bro­ek sag­te im Ge­spräch, in ei­nem gu­ten Um­feld ver­zeich­ne Ju­pi­ter in der Schweiz der­zeit ho­he Kun­den­zu­flüs­se. Vor al­lem dank dem Bei­trag aus der Schweiz sah die Region Deutsch­land, Schweiz und Ös­ter­reich seit An­fang Jahr net­to 350 Mio. € Neu­geld­zu­fluss. An­ders als in Deutsch­land ge­be es mehr in­sti­tu­tio­nel­le Kund­schaft. 2013 wur­de Ju­pi­ter As­set Ma­nage­ment Swit­z­er­land ge­grün­det, so dass ei­ne Bu­chung in der Schweiz mög­lich ist. In Deutsch­land tut sich Ju­pi­ter, die von 2000 bis 2007 zu 100% zur Com­merz­bank ge­hör­te, schwer. Das Ge­schäft ha­be aber dank des Ver­triebs über un­ab­hän­gi­ge Fi­nanz­dienst­leis­ter an Fahrt ge­won­nen. Ins­ge­samt hat Ju­pi­ter für die Region ein Team von mitt­ler­wei­le zwölf Ver­triebs­spe­zia­lis­ten ein­ge­stellt.

Im Be­reich Ak­ti­en mag Slen­de­bro­ek Schwei­zer Ak­ti­en we­gen ih­res ho­hen Wachs­tums, so­li­der Dividenden und gu­tem Ma­nage­ment. Im Port­fo­lio sind Ti­tel wie der Pflan­zen­schutz- und Saat­gut­kon­zern Syn­gen­ta oder der Wa­ren­prü­fer SGS. Kein The­ma ist die Cor­po­ra­te Go­ver­nan­ce. «Wir ha­ben ei­ne neu­tra­le Ein­stel­lung ge­gen­über der Fra­ge, ob Ver­wal­tungs­rats­chef und Chief Ope­ra­ting Of­fi­cer die­sel­be Per­son sein sol­len oder nicht», sag­te Slen­de­bro­ek. Auf die stei­gen­de Be­deu­tung von On­li­ne-Port­fo­li­os wie Wi­ki­fo­lio oder Ea­sy­fo­lio an­ge­spro­chen, sag­te der CEO, die­se wür­den ei­ne an­de­re Kli­en­tel an­spre­chen. Auch bö­ten sol­che Por­ta­le kei­ner­lei stra­te­gi­sche Un­ter­stüt­zung an.

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