Drei­jah­res­hoch in Schang­hai

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - AT

Durch die Zins­sen­kung der chi­ne­si­schen Zen­tral­bank (vgl. Text rechts) gab es ei­nen Auf­wärts­schub in Chi­na. Seit Frei­tag stieg der Shang­hai Com­po­si­te In­dex 4,7%, er no­tier­te am Di­ens­tag auf ei­nem Drei­jah­res­hoch.

Für Un­si­cher­heit sor­gen aber elf Neu­emis­sio­nen (IPO), für die man sich die­se Wo­che re­gis­trie­ren muss. In Chi­na wer­den IPO ge­bün­delt an­ge­bo­ten. An­le­ger hal­ten sich da­vor je­weils mit Käu­fen zu­rück, um Cash zu be­hal­ten für den Kauf der neu emit­tier­ten Ak­ti­en. Aus­ser­dem wer­den Kre­di­te auf­ge­nom­men, um durch mehr Kauf­ge­bo­te ei­ne grös­se­re Chan­ce auf ei­ne Zu­tei­lung zu er­hal­ten. Für nur 1,3 Mrd. $ an neu aus­ge­ge­be­nen Ak­ti­en wur­den 260 Mrd. $ ge­bo­ten.

Bleibt die Zen­tral­bank auf ih­rem Kurs der wei­te­ren geld­po­li­ti­schen Lo­cke­rung, wür­de dies die Ak­ti­en wei­ter stüt­zen. Für die chi­ne­si­schen Ban­ken könn­te das je­doch zu­min­dest kurz­fris­tig nach­tei­lig wir­ken. Ih­re Net­to­zins­mar­ge bis 2015 kön­ne um 13 bis 19 Ba­sis­punk­te sin­ken, mei­nen Ana­lys­ten von Bar­clays. Der Ge­winn der Ban­ken wür­de da­durch 9 bis 12% ab­neh­men.

Da­ge­gen bes­sern sich die Aus­sich­ten für Im­mo­bi­li­en­ti­tel. Nach der Zins­sen­kung im Ju­ni 2012 sei der Sek­tor in den fol­gen­den sechs Mo­na­ten 39% ge­stie­gen, schreibt Bar­clays. Da­her be­ste­he die Chan­ce ei­ner Ral­ly. Ein Fa­vo­rit von Bar­clays sind auch Ver­si­che­rer. Ge­rin­ge­re kurz­fris­ti­ge Zin­sen wür­de Ver­si­che­run­gen at­trak­ti­ver er­schei­nen las­sen. Da­ge­gen blei­ben die Ver­bind­lich­kei­ten gut ge­deckt, soll­ten die lang­fris­ti­gen Zin­sen nicht all­zu tief sin­ken.

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