Der Ein­fluss der Gold­in­itia­ti­ve

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - PHI­LIP KNUEPPEL,

Am Sonn­tag wird ab­ge­stimmt. In­ner­halb von zwei Jah­ren soll al­les Gold der Zen­tral­bank in die Schweiz zu­rück­ge­führt wer­den. Aus­ser­dem soll in den nächs­ten fünf Jah­ren der An­teil von Gold an den Ge­samt­re­ser­ven der SNB auf 20% stei­gen. Die Heim­brin­gung der rund 300 Ton­nen aus dem Aus­land in die Schweiz soll­te kein grös­se­res Pro­blem dar­stel­len. Auf der an­de­ren Sei­te wür­de die Stei­ge­rung der Gold­be­stän­de von aktuell rund 8% der Ge­samt­hol­dings auf eben die 20% bei den ak­tu­el­len Markt­prei­sen rund 65 Mrd. Fran- ken kos­ten. In Men­gen aus­ge­drückt wä­ren das rund 1500 Ton­nen – das ent­spricht rund ein­und­ein­halb Jah­res­pro­duk­ti­on. Doch die­se An­käu­fe wür­den über rund fünf Jah­re ge­steckt, was Käu­fe von rund 1,2 Ton­nen pro Tag be­deu­tet. Der Lon­don Bul­li­on Markt weist ein durch­schnitt­li­ches Ta­ges­vo­lu­men von rund 5400 Ton­nen in den letz­ten Jah­ren aus. Da­bei ma­chen Kas­sa-Trans­ka­tio­nen, al­so der Aus­tausch der phy­si­schen Wa­re, rund 90% aus.

Ei­ne der Haupt­fra­gen ist, was die Gold­käu­fe für ei­nen Prei­sein- fluss auf den Edel­me­tall­markt hät­ten. Als Ver­gleich könn­te man zu­rück­schau­en auf den Som­mer 2012, als die Schwei­ze­ri­sche Na­tio­nal­bank ag­gres­siv den Eu­ro ge­gen den Fran­ken kauf­te. So mach­ten die Eu­ro­käu­fe rund 0,7% des täg­lich ge­han­del­ten Vo­lu­mens im Eu­ro-Fran­ken-De­vi­sen­markt aus. Die dem Re­fe­ren­dum ent­spre­chen­den Gold­käu­fe wä­ren hin­ge­gen deut­lich klei­ner: Sie wür­den nur rund 0,015% des täg­li­chen Markt­vo­lu­mens aus­ma­chen.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.