Re­sis­tenz als Trumpf­kar­te

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Vie­le eta­blier­te Kun­den der Aro­ma- und Riech­stoff­bran­che tun sich schwer. Das Wachs­tum di­ver­ser Nah­rungs­mit­tel­kon­zer­ne und Her­stel­ler von Kör­per­pfle­ge- und Rei­ni­gungs­pro­duk­ten hat sich ver­lang­samt; die re­gio­na­le und lo­ka­le Kon­kur­renz in Schwel­len­län­dern wird stär­ker, und in di­ver­sen Be­rei­chen be­steht Druck auf die Prei­se. Ste­hen dem Sek­tor von Giv­au­dan al­so eben­falls här­te­re Zei­ten be­vor? Höchs­tens in ab­ge­mil­der­ter Form. Da­für gibt es meh­re­re Grün­de.

Aro­ma- und Duft­stoff­her­stel­ler sind zwar nicht im­mun, wenn sich das Wachs­tum von Kon­zer­nen wie Uni­le­ver, Nest­lé oder Proc­ter & Gam­ble ver­lang­samt. Doch sie sind ei­ni­ges wi­der­stands­fä­hi­ger. Wenn west­li­chen Mul­tis in Schwel­len­län­dern neue Kon­kur­renz er­wächst und Ver­brau­cher auf (güns­ti­ge­re) Ei­gen­mar­ken aus­wei­chen, be­rei­tet das Giv­au­dan, IFF und Sym­ri­se we­nig Sor­gen: Mit gros- ser Wahr­schein­lich­keit sind sie auch mit der je­weils an­de­ren Sei­te im Ge­schäft.

Ei­nem gros­sen Kun­den­nut­zen von Aro­men und Riech­stof­fen ste­he zu­dem ein An­teil an den Pro­duk­ti­ons­kos­ten des End­pro­dukts von nur rund 2% ge­gen­über, be­tont Ute Hai­bach von der Bank J. Saf­ra Sa­ra­sin. Das min­dert den Preis­druck. Zu­sam­men mit ei­ner ho­hen, die Nach­fra­ge stüt­zen­den In­no­va­ti­ons­kraft und in­ter­nen Mass­nah­men zur wei­te­ren Mar­gen­aus­wei­tung be­güns­tigt das ei­ne recht sta­bi­le und ho­he Er­trags­kraft.

An­zei­chen ei­ner Mor­gen­rö­te im Kon­sum­gü­ter­ge­schäft sind den­noch gern ge­se­hen (vgl. fuw.ch/291114-4). Doch selbst wenn Her­stel­ler von Kör­per­pfle­ge- und Rei­ni­gungs­mit­teln hof­fen dür­fen, fin­den die Ana­lys­ten von J. P. Mor­gan am Seg­ment der Zu­ta­ten­her­stel­ler mehr Ge­fal­len als an Ak­ti­en von Kon­sum­gü­ter- und Nah­rungs­mit­tel­mul­tis.

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