Ita­li­en

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Ita­li­ens Re­gie­rung hat von An­fang an er­klärt, Staats­an­tei­le an Un­ter­neh­men ver­rin­gern zu wol­len. Pre­mier Ren­zi be­grün­det dies nicht mit ord­nungs­po­li­ti­schen Ar­gu­men­ten, son­dern mit der Ab­sicht, den Er­lös zum Ab­bau der Staats­schul­den zu nut­zen. Der Ha­ken: Die Lis­te der ge­plan­ten Pri­va­ti­sie­run­gen ist viel län­ger als die der rea­li­sier­ten Ver­käu­fe. Bis zu 10 Mrd. € soll­ten 2014/15 er­zielt wer­den. Tat­säch­lich ver­kauft wur­den An­tei­le des Strom­ver­sor­gers CDP und der Werft Fin­can­tie­ri. Letz­te­re wur­den im Ju­li an der Börse plat­ziert. Der Ge­samt­er­lös be­trägt rund 2 Mrd. €.

Die gröss­ten Vor­ha­ben blie­ben aus. Der Bör­sen­gang von 40% der Post wur­de ver­scho­ben, zu­nächst auf An­fang 2015, in­zwi­schen ist vom zwei­ten Halb­jahr die Re­de. Letz­te Wo­che un­ter­nahm das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um ei­nen neu­en An­lauf, um 40% der Staats­bah­nen Fer­ro­vie del­lo Sta­to bis En­de 2015 zu pri­va­ti­sie­ren. Auf­ge­scho­ben sind die IPO des Ex­port­ver­si­che­rers Sace und der Flug­si­che­rung Enav. Zu­dem ver­spricht die Re­gie­rung, wei­te­re An­tei­le der be­reits frü­her pri­va­ti­sier­ten Ener­gie­kon­zer­ne Eni und Enel an die Börse zu brin­gen. Si­cher ist je­doch nichts.

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