Tran­so­ce­an zu­rück­ge­wor­fen

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN SCHWEIZ - PHIL­IPP GOLLMER

DNo­var­tis er­hält ein be­schleu­nig­tes Zu­las­sungs­ver­fah­ren. UBS Group star­te­ten am Frei­tag an der Börse.

er Schwei­zer Ak­ti­en­markt mach­te im Wo­chen­ver­gleich Bo­den gut. Am Frei­tag no­tier­te der Swiss-Mar­ke­tIn­dex (SMI) so hoch wie seit sie­ben Jah­ren nicht mehr. In der fünf­tä­gi­gen Be­richts­pe­ri­ode stieg der SMI 0,8% auf 9150,46.

Tran­so­ce­an (–19,1%) ka­men deut­lich zu­rück. Die Ak­ti­en des Tief­see­bohr­kon­zerns büss­ten im Wo­chen­ver­gleich ein Fünf­tel ih­res Werts ein. Wie der ge­sam­te Öl­sek­tor lei­den die Pa­pie­re un­ter dem Zer­fall des Roh­öl­prei­ses. Dass der nor­we­gi­sche Kon­kur­rent Se­adrill nun auf­grund des Preis­drucks auf ei­ne Di­vi­den­de ver­zich­tet, gab Spe­ku­la­tio­nen neue Nah­rung, wo­nach auch der in Zug do­mi­zi­lier­te Kon­zern die Dividenden kür­zen wird. Be­reits vor zwei Wo­chen, als Tran­so­ce­an Wert­be­rich­ti­gun­gen über 2,57 Mrd. $ be­kannt gab, wur­de über ei­ne Kür­zung spe­ku­liert (vgl. Sei­te 10).

Aryz­ta fal­len

Da­ne­ben ga­ben Aryz­ta (–6,2%) nach. Der Back­wa­ren­her­stel­ler prä­sen­tiert am Di­ens­tag im Rah­men der Ge­ne­ral­ver­samm­lung Eck­da­ten zum Ge­schäfts­ver­lauf im Zei­t­raum von Au­gust bis Ok­to- ber. In der ab­ge­lau­fe­nen Be­richts­wo­che lit­ten Aryz­ta un­ter un­er­freu­li­chen Zah­len der iri­schen Agrar­toch­ter Ori­gin. Die­se ver­buch­te im ers­ten Quar­tal des Ge­schäfts­jahrs ei­nen Um­satz­rück­gang von 5,6%.

No­var­tis stie­gen der­weil 1,7%. Der vor­be­ra­ten­de Aus­schuss der EU-Ge­sund­heits­be­hör­de ge­währt dem No­var­tis-Herz­me­di­ka­ment LCZ696 ei­ne be­schleu­nig­te Prü­fung, teil­te der Phar­ma­kon­zern am Frei­tag mit. Nun er­war­te man ei­ne EU-Zu­las­sung noch in­ner­halb des kom­men­den Jah­res.

Ae­vis (Ak­ti­en unv.) mel­de­te für die ers­ten neun Mo­na­te des Ge­schäfts­jahrs ei­nen Um­satz­sprung. Von Ja­nu­ar bis Sep­tem­ber 2014 er­wirt­schaf­te­te die Kli­nik- und Ho­tel­be­trei­be­rin ei­nen Um­satz von 397 Mio. Fr., ei­ne Stei­ge­rung von 24% im Ver­gleich zur Vor­jah­res­pe­ri­ode. Wie Ae­vis am Frei­tag mel­de­te, kam das Plus vor al­lem durch Ak­qui­si­tio­nen zu­stan­de, dar­un­ter die Ho­tel­grup­pe Vic­to­ria-Jungfrau Collec­tion.

Giv­au­dan (+3,9%) hat­ten die­se Wo­che er­neut ei­nen gu­ten Lauf. Die Pa­pie­re des Aro­men- und Duft­stoff­her­stel­lers pro­fi­tier­ten am Mitt­woch von ei­ner Kauf­emp­feh­lung durch Mer­rill Lynch. Giv­au­dan ver­fü­ge über ei­ne star­ke Bi­lanz und die höchs­te Di­vi­den­den­aus­schüt­tung im Sek­tor. Zu­dem sei der Kon­zern als Markt­füh­rer her­vor­ra­gend po­si­tio­niert, schrie­ben die Ana­lys­ten in ih­rer Be­grün­dung. Im Jah­res­ver­gleich ge­hö­ren Giv­au­dan zu den bes­ten Wer­ten im SMI (vgl. Sei­te 5).

Stu­die stützt Ri­che­mont

Ri­che­mont (+3,5%) und Swatch Group (In­ha­ber –0,2%) ent­wi­ckel­ten sich un­ter­schied­lich. Die Ana­lys­ten von Exa­ne BNP Pa­ri­bas er­höh­ten in ei­ner Bran­chen­stu­die das Kurs­ziel für Ri­che­mont und senk­ten gleich­zei­tig das für Swatch Group. Von al­len un­ter­such­ten Ak­ti­en sei­en Ri­che­mont die at­trak­tivs­ten, schrei­ben die Ana­lys­ten. Die Ti­tel wür­den sich durch ei­ne ho­he Qua­li­tät aus­zeich­nen. In Be­zug auf Swatch Group sind die Markt­be­ob­ach­ter hin­ge­gen we­ni­ger op­ti­mis­tisch: Der Kon­zern wür­de den Markt­er­war­tun­gen hin­ter­her­hin­ken.

Am Frei­tag wur­den erst­mals die Ak­ti­en der UBS Group ge­han­delt. Zum Han­dels­schluss no­tier­ten sie auf 17.35 Fr. Am Vor­tag schlos­sen die Ti­tel der UBS AG auf 17.15 Fr. Ak­tio­nä­re ha­ben in­ner­halb der Nach­frist noch bis vor­aus­sicht­lich 10. De­zem­ber Zeit, die Pa­pie­re der UBS AG in die der UBS Group um­zu­tau­schen.

Die am Di­ens­tag auf­ge­kom­me­nen Über­nah­me­fan­ta­sie in Fein­tool (+11,2%) scheint halt­los zu sein. Gross­ak­tio­när Micha­el Pie­per er­klär­te am Mitt­woch ge­gen­über FuW, er ha­be kei­ne Plä­ne den 50,1%-An­teil am Au­to­zu­lie­fe­rer zu ver­rin­gern. Am Markt wur­de spe­ku­liert, Pie­per kön­ne ei­ne 25%-Be­tei­li­gung, de­ren Hal­te­frist im De­zem­ber aus­läuft, an die deut­sche In­dus­trie­grup­pe Muhr und Ben­der ab­tre­ten, die dann zu ei­nem öf­fent­li­chen Über­nah­me­an­ge­bot ver­pflich­tet ge­we­sen wä­re.

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