Start­schuss zum Weih­nachts­ge­schäft

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - THA

Exxon Mo­bil und Chev­ron re­agie­ren mit deut­li­chen Ab­schlä­gen auf den Ent­scheid der Opec.

30 Mio. Fass pro Tag nicht an­zu­pas­sen, ob­wohl die Prei­se stark un­ter Druck ste­hen. Der Ent­scheid lös­te ei­nen wei­te­ren Ab­sturz im Roh­öl­preis aus. Die ame­ri­ka­ni­sche Sor­te WTI brach am Don­ners­tag in der Spit­ze 8,1% auf 67.75 $ ein.

Die Ti­tel des Öl­kon­zerns Exxon Mo­bil (94.48 $ am Mitt­woch, –1,4% im Wo­chen­ver­gleich) ver­lo­ren am Vor­mit­tag rund 3,5%. Die Pa­pie­re des Ri­va­len Chev­ron (115.11 $, –1,9%) no­tier­ten über 5% schwä­cher. Hal­li­bur­ton (47.34 $, –3,8%) büss­ten über 10% ein. Die glo­ba­le Num­mer zwei im Markt für Ölund Gas­feld­dienst­leis­tun­gen hat­te ver­gan­ge­ne Wo­che an­ge­kün­digt, den Ri­va­len Ba­ker Hug­hes (62.58 $, –2,8%) zu über­neh­men. Die Kon­zer­ne re­agie­ren da­mit auf den wach­sen­den Preis­druck in der Bran­che. Un­ter Ab­ga­be­druck ge­rie­ten zu­dem Her­stel­ler für So­lar­zel­len. Die Be­fürch­tung, dass der nied­ri­ge Öl­preis die Nach­fra­ge nach al­ter­na­ti­ven Ener­gi­en ein­däm­men könn­te, führ­te zu Ver­käu­fen. Be­trof­fen wa­ren First So­lar (51.53 $, +4,2%) und Sun­power (29.43 $, +1,2%).

Auf­trieb er­fuh­ren da­ge­gen Ak­ti­en von Flug­ge­sell­schaf­ten. Ame­ri­can Air­lines (44.97 $, +1,8%) klet­ter­ten in den ers­ten Han­dels­stun­den fast 10%, und Del­ta Air­lines (44.24 $, +0,6%) ge­wan­nen knapp 6%. Vom nied­ri­gen Öl­preis pro­fi­tier­ten auch An­bie­ter für Kreuz­fahr­ten. Da­zu ge­hör­ten Carnival (42.12 $, +1,3%) und Roy­al Car­ri­be­an (70.24 $, +0,2%).

Für die US-Ein­zel­händ­ler fiel der Start­schuss zur wich­tigs­ten Sai­son des Jah­res. Am Frei­tag nach Thanks­gi­ving, am so­ge­nann­ten Black Fri­day, star­tet das Weih­nachts­ge­schäft. Mit mas­si­ven Ra­bat­ten ver­sucht die Bran­che, die Kun­den in die Ge­schäf­te zu lo­cken. Seit ei­ni­gen Jah­ren mar­kiert der Black Fri­day den um­satz­stärks­ten Tag des Jah­res.

Der US-Bran­chen­ver­band Na­tio­nal Re­tail Fe­de­ra­ti­on (NRF) schätzt, dass die Um­sät­ze im No­vem­ber und De­zem­ber ver­gli­chen zur Vor­jah­res­pe­ri­ode 4,1% auf 617 Mrd. $ stei­gen wer­den. Ein ähn­li­ches Vo­lu­men wur­de zu­letzt 2011 er­zielt. In den bei­den Mo­na­ten er­wirt­schaf­tet die Bran­che knapp 20% des Jah­res­um­sat­zes.

Ei­ner­seits wirkt sich die Er­ho­lung des Ar­beits­markts po­si­tiv auf das Kon­sum­ver­hal­ten aus. Zu­dem pro­fi­tie­ren die Ame­ri­ka­ner von den sin­ken­den Ben­zin­prei­sen. Sie sind als Fol­ge des Öl­preis­zer­falls mehr als 20% auf un­ter 3 $ pro Gal­lo­ne ge­sun­ken. Da­durch bleibt den Pri­vat­haus­hal­ten mehr Geld für an­de­re Aus­ga­ben.

Die höchs­ten Um­sät­ze ver­zeich­ne­te der welt­weit gröss­te Ein­zel­händ­ler Wal-Mart (84.98 $, +0,5%) in den ers­ten St­un­den mit dem Ver­kauf von Ta­blets, Fern­se­hern und Kin­der­klei­dung. Um sechs Uhr mor­gens öff­ne­te Wal­Mart sei­ne Pfor­ten. Be­reits ei­ne Stun­de frü­her konn­ten Schnäpp­chen­jä­ger bei Best Buy (38.75 $, +1,9%) oder J. C. Pen­ney (7.75 $, +6,7%) ein­kau­fen.

Am kom­men­den Mon­tag folgt die Stun­de der On­li­ne-Händ­ler. Sie ha­ben vor ei­ni­gen Jah­ren Cy­ber Mon­day als Ant­wort auf Black Fri­day lan­ciert. Im ver­gan­ge­nen Jahr klet­ter­ten die Um­sät­ze ge­gen­über dem Vor­jahr 20,6% auf 2,3 Mrd. $ und mar­kier­ten da­mit ei­nen neu­en Re­kord.

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