Ab­wärts­trend setzt sich fort

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - WUE

Bank­ak­ti­en fal­len trotz so­li­der Zah­len. Bay­er hebt die Pro­gno­se an.

Dank des In­vest­ment Ban­king hat der­weil die fran­zö­si­sche Wett­be­wer­be­rin BNP Pa­ri­bas (56.44 €, –4,3%) den Ge­winn in den ers­ten drei Mo­na­ten mit 17,5% auf 1,6 Mrd. € über­ra­schend stark ge­stei­gert. Mit ei­nem Vor­steu­er­über­schuss von 1,8 Mrd. £ (+5,9%) er­füll­te Bar­clays (255,3 p, –4,1%) die Er­war­tun­gen. Die bri­ti­sche Bank stell­te al­ler­dings im Zu­sam­men­hang mit dem Li­bor-Skan­dal wei­te­re 800 Mio. £ zu­rück.

Dem Wett­be­wer­ber Roy­al Bank of Scot­land (338,5 p, –6%) ver­ur­sach­ten un­er­war­tet ho­he Rück­stel­lun­gen we­gen mög­li­cher Wäh­rungs­ma­ni­pu­la­tio­nen so­wie für Re­struk­tu­rie­run­gen gar ei­nen Quar­tals­ver­lust von 446 Mio. £

Bay­er (129.90 €, –4%) ka­men nicht vom Fleck, ob­wohl der Phar­ma­kon­zern die Um­satz­pro­gno­se für das Ge­samt­jahr an­ge­ho­ben hat. Im ers­ten Quar­tal ist der Ge­winn we­gen Um­bau­kos­ten 8% auf 1,3 Mrd. € ge­sun­ken. Der Wett­be­wer­ber Sa­no­fi (91.20 €, –4,9%) wies zwar ei­nen leicht hö­he­ren Erst­quar­tals­ge­winn von 1,7 Mrd. € aus, kämpft beim Dia­be­tes-Block­bus­ter Lan­tus, für den in den USA bald der Pa­tent­schutz aus­läuft, aber mit sin­ken­den Ein­nah­men.

Das Be­triebs­er­geb­nis des Che­mie­kon­zerns BASF schmolz im Auf­takt­quar­tal mit ei­nem Mi­nus von 2% auf 2,1 Mrd. € we­ni­ger als be­fürch­tet. Die Ak­ti­en ver­zeich­ne­ten den­noch ein deut­li­ches Mi­nus von 2,1% auf 89.48 €. Das Glei­che galt für Lin­de (174.80 €, –3,1%), ob­wohl der In­dus­trie­gas­her­stel­ler den be­trieb­li­chen Über­schuss um 9% auf 1 Mrd. € ge­stei­gert hat­te.

Trotz ei­nes Um­satz- und Ge­winn­an­stiegs bra­chen No­kia 15,5% auf 6.05 € ein. Die Mar­ge des Tele­com­aus­rüs­ters ist von 9,3 im Vor­jah­res­quar­tal auf 3,2% ge­fal­len. Dies dürf­te mit ein Grund für den ge­plan­ten Kauf des Wett­be­wer­bers Al­ca­tel-Lu­cent (3.15 €, –14,9%) sein. Ge­gen den 15,6-Mrd.-€-De­al stellt sich je­doch der zweit­gröss­te Al­ca­tel-Ak­tio­när, Odey As­set Ma­nage­ment, der das Un­ter­neh­men da­mit für un­ter­be­wer­tet hält.

Der Chip­her­stel­ler STMi­cro­elec­tro­nics (7.13 €, –18%) frus­trier­te mit ei­nem Quar­tals­ver­lust von 22 Mio. $ und trü­ben Pro­gno­se­wer­ten für das zwei­te Quar­tal.

Die Au­to­bau­er Volks­wa­gen ( Vz, 231.45 €, –0,7%), Peu­geot (16.90 €, –1,5%) und Fi­at Chrys­ler (13.35 €, –10,7%) mel­de­ten zwar al­le ei­nen stei­gen­den Um­satz, doch ih­re Va­lo­ren re­agier­ten un­ein­heit­lich. Ent­täu­schen­de Quar­tals­prä­sen­ta­tio­nen be­las­te­ten auch die Stahl­ak­ti­en Vallou­rec (21 €, –12,1%) und Ou­to­kum­pu (5.41 €, –15,5%).

Die meis­ten asia­ti­schen Bör­sen folg­ten in der zwei­ten Wo­chen­hälf­te der schwa­chen Wal­ls­treet ins Mi­nus. Der S&P Asia 50 mit den fünf­zig gröss­ten Un­ter­neh­men in Hong­kong, Süd­ko­rea, Sin­ga­pur und Tai­wan konn­te sein Jah­res­hoch vom Mon­tag nicht hal­ten und sank 1,1% auf 4117,56. Da­ge­gen schaff­te es der Nik­kei 225 in To­kio, mit 19 531,63 fast un­ver­än­dert in das ver­län­ger­te Wo­che­n­en­de zu ge­hen. Bis Mitt­woch wird in To­kio nicht ge­han­delt.

Der Grund für die Sta­bi­li­sie­rung war ei­ne Ab­wer­tung des Yens ge­gen­über dem Dol­lar und dem Eu­ro. Auf Wo­chen­sicht ver­lor der Nik­kei aber 2,4% und der markt­brei­te To­pix 2,1% – die höchs­ten Ein­bus­sen seit über vier Mo­na­ten. Der Don­ners­tag sah das gröss­te Ta­ges­mi­nus: No­ten­bank­gou­ver­neur Ha­r­u­hi­ko Ku­ro­da hat­te si­gna­li­siert, dass es vor­erst kei­ne wei­te­re Aus­wei­tung der Geld-

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