Mo­bi­le­zo­ne und Ro­che ma­chen Di­vi­den­de wett

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Die Di­vi­den­den­sai­son läuft auf Hoch­tou­ren. Gut ein Drit­tel der an der SIX ko­tier­ten Ge­sell­schaf­ten ha­ben ih­re dies­jäh­ri­ge Aus­schüt­tung hin­ter sich, dar­un­ter vie­le Di­vi­den­den­kö­ni­ge. Auf die­se Ti­tel zu set­zen lohnt sich nur, wenn der Ak­ti­en­kurs den Ab­gang der Di­vi­den­de schnell auf­holt und bis zur nächs­ten Aus­schüt­tung mehr als wett­ma­chen kann.

Mit Blick auf ei­ne Aus­wahl von Di­vi­den­den­ti­teln so­wie wei­te­rer Schwer­ge­wich­te, bei de­nen die dies­jäh­ri­ge Aus­schüt­tung min­des­tens ei­ne Wo­che zu­rück­liegt (vgl. Ta­bel­le), kris­tal­li­sie­ren sich kla­re Ge­win­ner und Ver­lie­rer her­aus. Ge­mes­sen wird an der Kurs­ent­wick­lung nach dem Ab­gang der Di­vi­den­de bis Di­ens­tag, ab­so­lut und im Ver­gleich zum Swiss Per­for­mance In­dex (SPI).

Ent­täuscht ha­ben Zu­rich In­suran­ce und Swiss Re. Ih­re Ak­tio­nä­re konn­ten sich zwar über ei­ne sehr ho­he Ren­di­te freu­en. Doch seit­dem ging es berg­ab. Zu­sätz­lich zum Di­vi­den­den­ab­gang ver­lo­ren sie 7,3 und 5,7%. Wie­der­holt sich das Mus­ter vom ver­gan­ge­nen Jahr, ist al­ler­dings jetzt der rich­ti­ge Mo­ment für den Ein­stieg: Vor Jah­res­frist ten­dier­ten Zu­rich In­suran­ce ähn­lich schwach, über­hol­ten den SPI bis zur nächs­ten Aus­schüt­tung aber deut­lich. Bleibt die kom­men­de Di­vi­den­de sta­bil, lo­cken Zu­rich In­suran­ce mit ei­ner Ren­di­te von der­zeit 5,9%, und zwar für Pri­vat­an­le­ger steu­er­be­freit.

Swiss­com bei­spiels­wei­se ha­ben die Di­vi­den­de be­reits zur Hälf­te wett­ge­macht und auch den SPI ge­schla­gen, No­var­tis sind eben­falls ge­stie­gen, aber we­ni­ger deut­lich als der In­dex. Nest­lé hin­ken da­ge­gen hin­ter­her, nach dem Di­vi­den­den­ab­gang ha­ben sie an Wert ver­lo­ren, der SPI ist im glei­chen Zei­t­raum ge­stie­gen.

Ei­ne ful­mi­nan­te Per­for­mance ha­ben Mo­bi­le­zo­ne hin­ge­legt, die mehr als 4% ren­tie­ren: In­ner­halb von gut drei Wo­chen ha­ben die Ak­ti­en den Ab­gang der Di­vi­den­de wett­ge­macht und sind seit­dem 4,6% ge­stie­gen, wäh­rend der SPI in die­sem Zei­t­raum leicht ver­lo­ren hat. Der Markt glaubt dar­an, dass der Tel­co-Spe­zia­list Wachs­tum und Di­vi­den­de un­ter ei­nen Hut bringt. Ro­che GS ha­ben nach dem Ab­gang der Di­vi­den­de so­gar noch kräf­ti­ger haus­siert (+8,2%) und den SPI (+3,1%) deut­lich hin­ter sich ge­las­sen – al­ler­dings be­trug der Zei­t­raum zwei Mo­na­te, und die Ren­di­te er­reicht zum ak­tu­el­len Kurs «nur» gut 3%.

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