Erb­schafts­steu­er

Finanz und Wirtschaft - - TECHNOLOGIE - HELMUT HIRTZ, HANS MOOR,

FuW Nr. 28 vom 11. April Zum Le­ser­brief von Max Matt «Erb­schafts­steu­er» sei Fol­gen­des be­merkt: Die Ent­wick­lung der kraf­ter­zeu­gen­den Ma­schi­nen brach­te den Wohl­stand. Die Was­se­r­und Wind­müh­len ver­dräng­ten die mit Mus­kel­kraft in Be­we­gung ge­setz­ten Ma­schi­nen. Die Zis­ter­zi­en­ser­mön­che ha­ben das meis­te zur Ent­wick­lung der Was­ser­kraft­nut­zung bei­ge­tra­gen und da­mit die in­dus­tri­el­le Re­vo­lu­ti­on schon früh­zei­tig be­grün­det. De­nis Pa­pin (1647–1714) un­ter­nahm um 1700 die ers­ten Ver­su­che, den Dampf­druck zur Ar­beits­leis­tung aus­zu­nut­zen. Tho­mas New­co­men (1663–1729) bau­te at­mo­sphä­ri­sche Dampf­ma­schi­nen. Ja­mes Watt (1736–1819) ent­wi­ckel­te 1769 die Kol­ben­dampf­ma­schi­ne und trug da­mit we­sent­lich zur in­dus­tri­el­len Re­vo­lu­ti­on bei. FuW Nr. 31 vom 22. April Ne­ben den im Ar­ti­kel er­wähn­ten Ar­gu­men­ten ge­gen die Initia­ti­ve ist auf ein wei­te­res ge­fähr­li­ches Ar­gu­ment hin­zu­wei­sen: die Um­ge­hungs­mög­lich­kei­ten. Dass die­se bei den Bun­des-, Kan­tons-, Ge­mein­de­und Kir­chen­steu­ern un­er­war­te­te Fol­gen ha­ben wer­den, ist ge­wiss. Ne­ben vie­len Mil­lio­nä­ren mit Ver­mö­gen von über 100 Mio. Fr. gibt es in un­se­rem Land auch zahl­rei­che Mil­li­ar­dä­re. Sie al­le wer­den sich fra­gen, wes­halb sie den Staat der­einst mit 200 Mio. Fr. pro Mil­li­ar­de an der Erb­schaft teil- ha­ben las­sen sol­len. Das sind nicht ein­fach stein­rei­che Rent­ner, son­dern in al­ler Re­gel sehr mo­bi­le In­ves­to­ren, dar­un­ter Be­sit­zer gros­ser Kon­zer­ne. Bei An­nah­me der Initia­ti­ve muss zwei­fels­oh­ne mit er­heb­li­chen Steu­er­aus­fäl­len durch Wohn­sitz­ver­la­ge­run­gen und wei­te­re Um­ge­hungs­mög­lich­kei­ten ge­rech­net wer­den. Die jähr­li­chen Ein­nah­men­ver­lus­te bei Bund, Kan­to­nen, Ge­mein­den und Kir­chen wür­den mut­mass­lich we­sent­lich hö­her aus­fal­len, als die weit über­schätz­ten Erb­schafts­steu­ern je ein­brin­gen. Wäh­rend de­ren Er­trag an die AHV und die Kan­to­ne ver­teilt wür­de, wä­re das viel grös­se­re Loch bei den Ge­mein­we­sen durch uns al­le aus­zu­glei­chen. We­ni­gen ist be­kannt, dass z. B. im Kan­ton Zü­rich die 10% Ver­mö­gends­ten für 92% des ge­sam­ten Steu­er­auf­kom­mens sor­gen. Al­le an­de­ren Kan­to­ne wei­sen ähn­li­che Struk­tu­ren aus.

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