Quan­ti­ta­ti­ve Lo­cke­rung (QE)

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Seit die Bank of Ja­pan vor über zehn Jah­ren mit dem Kauf von Wert­pa­pie­ren ex­pe­ri­men­tiert hat, wird die­se Art von lo­cke­rer Geld­po­li­tik als Quan­ti­ta­ti­ve Ea­sing (QE) be­zeich­net. Nach der Fi­nanz­kri­se 2008/09 setz­ten meh­re­re grosse Zen­tral­ban­ken auf QE, um auf aus­ser­ge­wöhn­li­che Zu­stän­de zu re­agie­ren. Nach­dem die Leit­zin­sen in der Fi­nanz­kri­se be­reits auf null ge­senkt wor­den wa­ren und der fis­kal­po­li­ti­sche Spiel­raum aus­ge­reizt war, be­gan­nen zu­erst das Fed und die Bank of En­g­land da­mit, in gros­sem Stil in­län­di­sche Staats­an­lei­hen und an­de­re Wert- pa­pie­re zu kau­fen. Spä­ter folg­ten die Bank of Ja­pan, die EZB und die schwe­di­sche Riks­bank. QE ist da­für ge­dacht, ei­ne Volks­wirt­schaft vor ei­ner de­fla­tio­nä­ren Spi­ra­le zu be­wah­ren. Durch die An­lei­hen­käu­fe er­höht sich die No­ten­bank­geld­men­ge, die ten­den­zi­ell sin­ken­den Lang­frist­zin­sen sol­len zum Kauf von ris­kan­te­ren An­la­gen er­mu­ti­gen. Die Zen­tral­ban­ken er­hof­fen sich als Fol­ge­ef­fek­te mehr In­ves­ti­tio­nen, ei­ne Ab­wer­tung der Wäh­rung, ei­ne Sti­mu­lie­rung der Ex­por­te und der Bin­nen­nach­fra­ge so­wie stei­gen­de Kon­su­men­ten­prei­se.

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