Der SMI er­holt sich nur kurz

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN SCHWEIZ - GA­BI WÜ­TH­RICH

UBS hän­gen CS ab. Aus­sa­gen von Gross­ak­tio­när Micha­el Pie­per be­las­ten Ar­bo­nia-Fors­ter.

An der Schwei­zer Bör­se ging es zu Wo­chen­be­ginn auf­wärts, am Di­ens­tag­nach­mit­tag dreh­te sie aber wie­der ins Mi­nus. Der Swiss Mar­ket In­dex (SMI) no­tier­te ver­gli­chen zum Schluss­kurs am Don­ners­tag 0,6% tie­fer auf 9024,4. Am Frei­tag war die SIX Swiss Ex­ch­an­ge fei­er­tags­be­dingt ge­schlos­sen ge­blie­ben.

Sehr fest wa­ren UBS (+4,8% seit Don­ners­tag): Die Gross­bank leg­te das bes­te Quar­tals­re­sul­tat seit 2010 vor, wor­auf die Ak­ti­en ein neu­es Mehr­jah­res­hoch er­klom­men (vgl. Sei­te 6). CS Group (–2%) hink­ten den Kon­kur­renz­pa­pie­ren ein­mal mehr hin­ter­her. Oh­ne den Di­vi­den­den­ab­gang von 0.70 Fr. am Mon­tag wä­ren CS aber im­mer­hin vor­an­ge­kom­men. Seit Jah­res­be­ginn ha­ben sie 3,1% an Wert ein­ge­büsst, wäh­rend UBS 15,7% ge­won­nen ha­ben.

Cem­bra Mo­ney Bank (–3,9%) und Zu­ger KB (–3,3%) hät­ten oh­ne die Zah­lung der Di­vi­den­den von 3.10 bzw. 175 Fr. pro Ak­tie eben­falls Ter­rain ge­won­nen, die Ti­tel der St. Gal­ler KB (–4,3%), die 15 Fr. aus­schüt­te­te, hin­ge­gen nicht.

Un­ter den Ak­ti­en der Ver­si­che­rer ga­ben Ba­loi­se (–5,6%) et­was mehr nach als der Di­vi­den­den­ab­gang von 5 Fr. ver­mu­ten lies­se. Da- ge­gen hiel­ten sich Vau­doi­se (unv.). Hel­ve­tia fie­len 2,3%. Am Di­ens­tag mel­de­te Hel­ve­tia, die In­te­gra­ti­on von Na­tio­na­le Suis­se kom­me vor­an und die Zahl weg­fal­len­der Stel­len blei­be im er­war­te­ten, kom­mu­ni­zier­ten Mass.

Peach ent­täuscht

Peach Pro­per­ty no­tier­ten 5,3% tie­fer. Das Im­mo­bi­li­en­un­ter­neh­men hat­te Soll-Miet­ein­nah­men am un­te­ren Rand der Er­war­tun­gen re­du­ziert und ei­ne hö­he­re Leer­stands­quo­te für das ers­te Quar­tal aus­ge­wie­sen.

Die Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft Nor­in­vest mel­de­te am Don­ners­tag nach Bör­sen­schluss, im Ge­schäfts­jahr 2014 den Ver­lust von 13,4 auf 9,3 Mio. Fr. re­du­ziert zu ha­ben. Die An­le­ger er­hal­ten ent­spre­chend er­neut kei­ne Di­vi­den­de. Die Va­lo­ren avan­cier­ten zu Wo­chen­be­ginn den­noch 5,1%. Un­ter den In­dus­trie­ak­ti­en han­del­ten ABB ex Di­vi­den­de. Das Kurs­mi­nus von 3,3% bzw. 0.68 Fr. fiel et­was stär­ker aus als die Di­vi­den­den­zah­lung von 0.55 Fr. pro Ak­tie. Da­ge­gen wä­ren Al­piq (–0,6%) oh­ne die Di­vi­den­den­zah­lung von 2 Fr. pro Ak­tie ge­stie­gen.

Syn­gen­ta (+7,3%) hat­ten am Mon­tag kräf­tig von den Ge­rüch­ten pro­fi­tiert, dass Monsan­to Über­nah­me­ge­lüs­te he­ge und ga­ben auch am Di­ens­tag nur we­nig von der Avan­ce preis (vgl. Sei­te 10). In Tran­so­ce­an (+7,5%) stütz­te der fes­te­re Öl­preis. Die Quar­tals­zah­len, die der Kon­zern am Mitt­woch nach Bör­sen­schluss in New York prä­sen­tiert, dürf­ten aber eher schwach aus­fal­len. Grund da­für sind die Über­ka­pa­zi­tä­ten in der Off­s­hore-Bohr­bran­che.

Swiss­com prä­sen­tiert eben­falls am Mitt­woch die Erst­quar­tals­zah­len. Zu Wo­chen­be­ginn no­tier­ten die Ak­ti­en des Tele­com­kon­zerns nur 0,2% schwä­cher. Sun­ri­se (+2,1%) er­reich­ten gar ein neu­es Jah­res­hoch. Seit dem Bör­sen­gang im Fe­bru­ar ha­ben die Va­lo­ren ste­tig an Ter­rain ge­won­nen.

Cy­tos scheint ge­ret­tet

Das Bio­tech-Un­ter­neh­men Cy­tos (+25,7%) scheint vor­erst ge­ret­tet zu sein: Nach­dem be­reits die Gläu­bi­ger und die Ge­ne­ral­ver­samm­lung ei­ner Re­struk­tu­rie­rung über die Um­wand­lung ei­ner Wan­del­an­lei­he in Ak­ti­en­ka­pi­tal zu­ge­stimmt hat­ten, hat nun auch das Zürcher Ober­ge­richt als Nach­lass­be­hör­de der Um­wand­lung grü­nes Licht er­teilt. Zu­dem hat sich Cy­tos mit den ver­blei­ben­den Dar­le­hens­ge­bern auf ei­ne letzt­ma­li­ge Zah­lung ge­ei­nigt, so­dass Cy­tos dem­nächst schul­den­frei sei. Die Wand­lung soll noch in der ers­ten Mai­hälf­te statt­fin­den.

Ar­bo­nia-Fors­ter ga­ben 5,3% nach. Gross­ak­tio­när Micha­el Pie­per be­ton­te ge­gen­über der «Sonn­tags­zei­tung», die Ren­ta­bi­li­tät und die Ka­pi­tal­aus­stat­tung des Bau­aus­rüs­ters müss­ten ver­bes­sert wer­den. Auch ei­ne Ka­pi­tal­er­hö­hung schloss er nicht aus. Kuo­ni avan­cier­ten da­ge­gen 1%. Es soll In­ter­es­sen­ten für das zum Ver­kauf ste­hen­de Rei­se­ver­an­stal­ter­ge­schäft ge­ben (vgl. Sei­te 13).

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