Zehn­jäh­ri­ge Hy­po­the­kar­zin­sen zie­hen kräf­tig an

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Die lang­fris­ti­ge Fi­nan­zie­rung von Wohn­ei­gen­tum in der Schweiz hat sich seit April ver­teu­ert. Im Durch­schnitt sind die Richt­sät­ze für zehn­jäh­ri­ge Hy­po­the­ken bin­nen Mo­nats­frist knapp 20 Ba­sis­punk­te (100 Bp = 1 Pro­zent­punkt) ge­stie­gen. Die Zin­sen für kur­ze und mitt­le­re Lauf­zei­ten ha­ben sich da­ge­gen kaum be­wegt.

Die Ent­wick­lung re­flek­tiert die jüngs­ten Be­we­gun­gen am Ob­li­ga­tio­nen­markt (vgl. Sei­te 22). Die Ren­di­ten zehn­jäh­ri­ger An­lei­hen der Eid­ge­nos­sen­schaft sind seit En­de April kräf­tig ge­stie­gen. Das hö­he­re Zins­ni­veau wirkt sich auf die Hy­po­the­kar­sät­ze aus. Zu­dem ist die Ab­si­che­rung der Zins­än­de­rungs­ri­si­ken für die Hy­po­the­ken­an­bie­ter teu­rer ge­wor­den.

Sämt­li­che in der Ta­bel­le auf­ge­führ­ten Ban­ken und Ver­si­che­run­gen ha­ben die Sät­ze für zehn­jäh­ri­ge Hy­po­the­ken seit Mit­te April er­höht. Cre­dit Suis­se, Hy­po Lenz­burg und die ZKB ver­lan­gen für den Lang­läu­fer gar wie­der mehr als 2%. Die gröss­te An­pas­sung hat die Glar­ner Kan­to­nal­bank (Hy­po­mat.ch) vor­ge­nom­men (+43 Bp). Sie of­fe­rier­te im April noch die güns­tigs­ten Kon­di­tio­nen (1,42%). Un­ter Aus­klam­me­rung von zwei Aus­reis­sern (Axa Win­ter­thur und Ho­me­ga­te) hat sich die Band­brei­te der Richt­sät­ze ver­gli­chen zum Vor­mo­nat er­neut ver­klei­nert.

Für die kom­men­den Mo­na­te er­war­tet UBS ei­ne Seit­wärts­be­we­gung der Schwei­zer Zin­sen. Al­ler­dings wer­de der An­lei­hen­markt wei­ter­hin sen­si­bel auf in­ter­na­tio­na­le Ent­wick­lun­gen re­agie­ren, schrei­ben die Öko­no­men der Gross­bank.

Lang­fris­ti­ge Hy­po­the­kar­zin­sen stei­gen

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