Syn­gen­ta haus­sie­ren

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN SCHWEIZ - MA­RA BER­NATH

UBS bau­en ih­ren Vor­sprung ge­gen­über der CS wei­ter aus. Cem­bra Mo­ney Bank ge­ben kräf­tig nach.

Die Schwei­zer Bör­se er­hol­te sich am Frei­tag von den in der Wo­che er­lit­te­nen Kurs­ver­lus­ten. Der Swiss Mar­ket In­dex (SMI) no­tier­te ver­gli­chen zum Schluss­kurs am Don­ners­tag der Vor­wo­che 0,2% hö­her auf 9093,3.

Syn­gen­ta avan­cier­ten nach Be­stä­ti­gung der Fu­si­ons­ge­rüch­te 26,2% seit dem 30. April auf 396.90 Fr. Das An­ge­bot von Monsan­to, die Pa­pie­re mit ei­nem Ba­r­an­teil von 45% für 449 Fr. je Ak­tie zu kau­fen lehn­te der Syn­gen­taVer­wal­tungs­rat als zu tief ab; das An­ge­bot ver­ken­ne die güns­ti­gen Zu­kunfts­aus­sich­ten. Zu­dem ber­ge ei­ne Fu­si­on der Num­mer 1 und 3 im Agro­che­mie­welt­markt be­deu­ten­de Ri­si­ken (vgl. Sei­te 8).

UBS ge­frag­ter als CS

Bei den Gross­ban­ken öff­net sich die Sche­re wei­ter. UBS (+5%) schnell­ten nach er­freu­li­chen Quar­tals­zah­len in die Hö­he. Das Fi­nanz­haus konn­te so­wohl Ren­ta­bi­li­tät als auch Ka­pi­tal­stär­ke ver­bes­sern, Cre­dit Suis­se (–1,8%) schnit­ten da­ge­gen schlech­ter ab. An der Ge­ne­ral­ver­samm­lung der UBS am Don­ners­tag kam al­ler­dings ein ge­wis­ser Un­mut zum Aus­druck be­tref­fend der va­ria­blen Ver­gü­tung der Kon­zern­lei­tung. Zu­dem woll­ten eben­falls über 10% der Ak­tio­nä­re der Kon­zern­lei­tung und dem Ver­wal­tungs­rat die Dé­char­ge nicht er­tei­len.

Cem­bra Mo­ney Bank wur­den –9,3% zu­rück­ge­wor­fen. Ne­ben der Di­vi­den­den­zah­lung von 3.10 Fr. ist der Ab­stoss des Ak­ti­en­pa­kets von 31,5% durch Ge­ne­ral Electrics für den Kurs­ver­lust ver­ant­wort­lich (vgl. Sei­te 13).

Mit ei­nem Quar­tals­ge­winn von 1,2 Mrd. $ über­traf Zu­rich In­suran­ce (+1,9%) die Er­war­tun­gen der Ana­lys­ten deut­lich. Das gu­te Er­geb­nis kann als Zei­chen ge­wer­tet wer­den, dass der Ver­si­che­rer auch im Nied­rig­zins­um­feld so­lid po­si­tio­niert ist. Ba­loi­se (–2,5%) hin­ge­gen kor­ri­gier­ten die Ge­win­ne der Vor­wo­che. Auch Swiss Re (–1,1%) ga­ben nach den gu­ten Quar­tals­zah­len der Vor­wo­che nach. Grund könn­te der mo­de­ra­te Aus­blick des Rück­ver­si­che­rers sein. Jan Schoch, CEO von Leon­teq (+1,7%) sag­te im Interview mit der FuW (Mitt­woch­aus­ga­be), dass bis zu 30 Part­ner im Ban­ken- und Ver­si­che­rungs­ge­schäft ge­sucht wer­den. Schoch selbst will dem Un­ter­neh­men treu blei­ben.

Adec­co büs­sen ein

Trotz gu­ter Quar­tals­zah­len brach der Kurs von Adec­co (–6,1%) am Don­ners­tag ein. Die In­ves­to­ren zeig­ten sich ent­täuscht über den über­ra­schen­den Per­so­nal­ab­gang an der Kon­zern­spit­ze. So­wohl der CEO Patrick de Ma­e­se­ni­er als auch der lang­jäh­ri­ge Fi­nanz­chef Do­mi­nik de Da­ni­el ver­las­sen den Per­so­nal­ver­mitt­ler (vgl. Sei­te 6).

Sieg­fried (+6,6%) über­nimmt das Phar­ma­zu­lie­fe­rungs­ge­schäft von BASF für 270 Mio. €. Der Wachs­tums­schritt wird den Jah­res­um­satz der Zo­fin­ger bei­na­he ver­dop­peln. Die Blue-Chips Ro­che (GS, –1,2%) und No­var­tis (–1%) ten­dier­ten in der ver­gan­ge­nen Bör­sen­wo­che rück­läu­fig.

Tran­so­ce­an (+1,5%) schrieb im ers­ten Quar­tal auf­grund von ho­hen Ab­schrei­bun­gen ei­nen Ver­lust von 483 Mio. $, ob­wohl sich der Tief­see­bohr­kon­zern ope­ra­tiv ver­bes­sert hat­te (vgl. Sei­te 12).

An der a. o. Ge­ne­ral­ver­samm­lung von Hol­cim (–1,2) spra­chen sich 94% der Ak­tio­nä­re für die Fu­si­on mit La­far­ge aus. Mitt­ler­wei­le ha­ben al­le re­le­van­ten Kar­tell­be­hör­den den Zu­sam­men­schluss gut­ge­heis­sen (vgl. Sei­te 16).

Swatch Group (Inh. –6,2%) ver­lo­ren an Ter­rain. Grund da­für könn­te der schwa­che Dol­lar sein, der dem Uh­ren­her­stel­ler in den asia­ti­schen und ame­ri­ka­ni­schen Ab­satz­märk­ten zu schaf­fen macht.

Oh­ne spe­zi­el­le Neu­ig­kei­ten war die­se Wo­che bei Georg Fi­scher ein auf­fal­lend ho­hes Han­dels­vo­lu­men fest­zu­stel­len. Die Ti­tel des Tech­no­lo­gie­kon­zerns zo­gen 5,9% an. Ko­max stie­gen 2,3%. An der GV am Frei­tag wur­de der An­trag von zCa­pi­tal, die Ein­tra­gungs- und Stimm­rechts­li­mi­te auf­zu­he­ben, er­neut und mit 54% der Stim­men ab­ge­lehnt.

Al­piq (–4,6%) ver­lo­ren mehr als durch den Di­vi­den­den­rück­gang zu er­klä­ren ist. Grund da­für ist das schwie­ri­ge Ener­gie­markt­um­feld.

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