Cre­dit Suis­se stockt auf

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

Der Kan­ton Thur­gau und die Black Sea Tra­de and De­ve­lop­ment Bank plat­zie­ren.

Es war ei­ne äus­serst tur­bu­len­te Wo­che. Die Staats­an­lei­hen­ren­di­ten ha­ben deut­lich an­ge­zo­gen und die Märk­te be­las­tet. Die Ri­si­ko­ba­ro­me­ter an den glo­ba­len Fi­nanz­märk­ten sind wie­der bis auf die durch­schnitt­li­chen Ni­veaus ge­stie­gen, merkt die Cre­dit Suis­se (CS) an. Die im­pli­zi­te Vo­la­ti­li­tät ha­be zu­ge­nom­men, was Staats­an­lei­hen und Ak­ti­en am stärks­ten traf. Das Wäh­rungs­ri­si­ko blei­be hoch.

In Ei­gen­re­gie plat­zier­te CS am Mitt­woch die Auf­sto­ckung von 1% Cre­dit Suis­se Group Fun­ding (Gu­ern­sey) 2015/2023 um 175 Mio. Fr. auf 1 Mrd. Die von Cre­dit Suis­se Group ga­ran­tier­ten Pa­pie­re er­ziel­ten ei­nen Ren­di­te­auf­schlag (Spre­ad) von 90 Ba­sis­punk­ten (Bp) über Swap. Am Don­ners­tag be­glei­te Zürcher Kan­to­nal­bank (ZKB) Kan­ton Thur­gau 2015/2025 über 150 Mio. Fr. Die An­lei­he kam mit ei­nem Ab­schlag von 9 Bp un­ter Swap-Mit­te.

Nach län­ge­rer Ab­sti­nenz brach­te CS am Don­ners­tag 15⁄ Black Sea Tra­de and De­ve­lop­ment Bank 2015/2019 über 100 Mio. Fr. an den Markt. Der Spre­ad be­trug 175 Bp über Swap. Die BST DB mit Sitz in Thes­sa­lo­ni­ki, Grie­chen­land, ist ei­ne re­gio­na­le För­der­bank, de­ren Ka­pi­tal von den di­rek­ten Schwarz­meer-An­rai­nern Bul­ga­ri­en, Ru­mä­ni­en, Ukrai­ne, Russ­land, Ge­or­gi­en und Tür­kei so­wie von Grie­chen­land, Al­ba­ni­en, Mol­da­wi­en, Ar­me­ni­en und Aser­bai­dschan ge­hal­ten wird. Die Bank hat­te 2012 ihr De­büt mit ei­ner An­lei­he über 200 Mio. Fr. ge­ge­ben, die im Ok­to­ber 2016 fäl­lig wird.

S&P hat den Aus­blick für Electri­cité de Fran­ce (A+) von Sta­bil auf Ne­ga­tiv ge­senkt. Der Staats­kon­zern lei­det un­ter der Ener­gie­wen­de. We­gen der Son­nen- und Wind­strom­kon­kur­renz ver­dient EdF mit kon­ven­tio­nel­len Kraft- wer­ken we­ni­ger. Moo­dy’s hat zwei ös­ter­rei­chi­sche Lan­des­ban­ken um zwei Stu­fen de­gra­diert: die Hy­po Ti­rol Bank von Baa2 auf Ba1 und die Vor­arl­ber­ger Lan­des- und Hy­po­the­ken­bank von A2 auf Baa1. Bei­de stan­den seit März auf der Über­prü­fungs­lis­te, ihr Aus­blick bleibt ne­ga­tiv. Die Rück­stu­fung ist auch im Zu­sam­men­hang mit dem neu­en Ra­ting­an­satz von Moo­dy’s zu se­hen, wo­nach po­ten­zi­el­le Ver­lus­te der ein­zel­nen Gläu­bi­ger­ka­te­go­ri­en neu ein­ge­stuft wer­den.

Die Schwei­zer Kon­su­men­ten­prei­se sind im April ge­gen­über März um 0,2% ge­sun­ken, teilt das Bun­des­amt für Sta­tis­tik mit. Im Jah­res­ver­gleich sank die Teue­rung um 1,1%, nach –0,9% im März. Der wei­te­re Rück­gang über­rascht. Im April 2014 wa­ren die Prei­se im Jah­res­ver­gleich un­ver­än­dert.

Der UBS-Im­mo­bi­li­en­bla­sen­in­dex für die Schweiz stieg im ers­ten Quar­tal leicht auf 1,31. Die wei­ter­hin ho­he Nach­fra­ge nach Wohn­raum und der An­stieg der rea­len Ei­gen­heim­prei­se ver­hin­der­ten ei­ne Ab­nah­me der Ri­si­ken, teilt die Bank mit. Künf­tig dürf­ten die Prei­se leicht sin­ken. Die UBS-Öko­no­men er­war­ten, dass sich auch das Wachs­tum der Hy­po­the­kar­vo­lu­men wei­ter ver­lang­sa­men wird. Denn Ne­ga­tiv­zin­sen auf si­che­ren An­la­gen und die ge­rin­ge Ent­schä­di­gung für ri­si­ko­rei­che­re In­ves­ti­tio­nen mach­ten den Schul­den­dienst zu­neh­mend un­at­trak­tiv. So dürf­te die Rück­zah­lung von Alt­hy­po­the­ken für vie­le Haus­hal­te mit ge­ho­be­nen Ein­kom­men ei­ne loh­nen­de Al­ter­na­ti­ve sein.

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