Der Erd­öl­preis er­holt sich

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - CHRIS­TOPH BURK­HAL­TER

Nach­dem der Erd­öl­be­darf in­fol­ge kon­junk­tu­rel­ler Pro­ble­me in zahl­rei­chen Län­dern zu­rück­ge­gan­gen und die För­de­rung stark ge­stei­gert wor­den war, bra­chen die Roh­öl­prei­se ab Som­mer 2014 ein. Hat­te die US-Schie­fe­röl­in­dus­trie ei­nen we­sent­li­chen Teil zur Über­pro­duk­ti­on bei­ge­tra­gen, setz­ten ihr fal­len­den Prei­se er­heb­lich zu. Da­mit die Fracking-Tech­no­lo­gie pro­fi­ta­bel ist, sind ho­he und stei­gen­de Prei­se er­for­der­lich. In der Fol­ge ha­ben Pro­du­zen­ten mit För­der­kür­zun­gen und Spar­mass­nah­men re­agiert. Bei ei­nem an­zie­hen- den US-Zins­ni­veau, könn­te es aus­ser­dem zu Fi­nan­zie­rungs­pro­ble­men in der Bran­che kom­men.

Mit der Aus­sicht auf das wie­der knap­pe­re An­ge­bot ha­ben sich die Prei­se für Roh­öl und des­sen De­stil­la­te et­was er­holt. Ein Fass Brent-Erd­öl kos­tet wie­der rund 65$. Die mi­li­tä­ri­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen im Na­hen Os­ten, ein Streik der Erd­öl­ar­bei­ter in Li­by­en oder Meldungen ei­nes dro­hen­den Ab­bruchs der Atom­ver­hand­lun­gen mit Te­he­ran könn­ten wei­te­re Preis­avan­cen nach sich zie­hen. Im Au­ge zu be­hal­ten sind fer­ner die Märk­te der In­dus­trie­me­tal­le, wo In­ves­to­ren nach ent­täu­schen­den Früh­in­di­ka­to­ren den Ein­fluss ei­ner sich ab­küh­len­den Wirt­schaft Chi­nas dis­ku­tie­ren. Hat die­ser Um­stand wie bei den heiss ge­lau­fe­nen Aktienbörsen zu­nächst für Un­be­ha­gen ge­sorgt, wird er zwi­schen­zeit­lich oft als preis­trei­ben­der Fak­tor ge­han­delt, da Pe­king mit ver­schie­de­nen Sti­mu­lie­rungs­mass­nah­men auf die Konjunktur ein­zu­wir­ken ver­sucht.

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