Del­hai­ze klet­tern zwei­stel­lig

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - WUE

Carls­berg lei­det un­ter Russ­land­kri­se. Ea­syJet und Air Berlin ent­täu­schen.

Der Braue­rei­kon­zern Carls­berg mel­de­te dank des We­st­eu­ro­paGe­schäfts im ers­ten Quar­tal auf ope­ra­ti­ver Ebe­ne ei­nen Ge­winn­an­stieg von 46% auf 661 Mio. dKr. (92,2 Mio. Fr.). Die Ak­ti­en fie­len je­doch 2,2% auf 608 dKr., weil der Ver­lust in Russ­land, wo die Dä­nen der gröss­te Bier­brau­er sind, von 8 auf 155 Mio. dKr. ge­stie­gen ist. Auch die Ak­ti­en des Wett­be­wer­bers AB Inbev (106.85 €, –2,5%) ga­ben Ter­rain preis.

Zwar schaff­te es Ea­syJet (Ak­ti­en 1654 €, –10,1%) erst­mals seit über zehn Jah­ren im tra­di­tio­nell ver­lust­träch­ti­gen Win­ter­halb­jahr in die Ge­winn­zo­ne; der Aus­blick der Bil­lig­flug­ge­sell­schaft fiel aber ent­täu­schend aus: We­gen des frü­hen Os­ter­da­tums und Flug­aus­fäl­len nach Streiks fran­zö­si­scher Flug­lot­sen sol­len die Ein­nah­men pro Sitz im drit­ten Quar­tal 3% fal­len. Die an­ge­schla­ge­ne Kon­kur­ren­tin Air Berlin (1.21 €, –3,2%) mel­de­te für das ers­te Quar­tal ei­nen kon­stan­ten Ver­lust von 210 Mio. €. Im Zu­ge des Kon­zern­um­baus rech­net CEO Ste­fan Pich­ler aber mit ei­ner «spür­ba­ren Er­geb­nis­ver­bes­se­rung» für 2015, auch wenn Re­struk­tu­rie­rungs­kos­ten von 47,5 Mio. € das Er­geb­nis be­las­ten.

Da­ge­gen pro­fi­tier­ten die Air­line­ti­tel Luft­han­sa (13.53 €, +2,3%) so­wie die Rei­se­va­lo­ren Tho­mas Cook (156,1 p, +5,4%) von Kauf­emp­feh­lun­gen. Die Ak­ti­en des Flug­zeug­bau­ers Air­bus (60.71 €, –4,2%) lit­ten da­ge­gen un­ter dem Ab­sturz ei­nes A400M-Mi­li­tär­flug­zeugs wäh­rend ei­nes Test­flugs.

Die Deut­sche Post (28.68 €, –4,3%) er­füll­te mit ei­nem Quar­tals­ge­winn von 495 Mio. € die Er­war­tun­gen nicht. Im Ge­gen­satz da­zu pro­fi­tier­ten Roy­al Mail (483,5 p, +2,1%) vom Rück­zug des lo­ka­len Kon­kur­ren­ten Whistl aus dem Tür-zu-Tür-Ge­schäft.

Thys­senK­rupp (25.73 €, +3,6%) leg­te über­zeu­gen­de Zah­len für das zwei­te Quar­tal (per En­de März) vor: Der Stahl- und Tech­no­lo­gie­kon­zern über­traf mit ei­ner ope­ra­ti­ven Ge­winn­stei­ge­rung um ein Drit­tel auf 405 Mio. € die Er­war­tun­gen und er­höh­te dar­auf die Jah­res­pro­gno­se für den be­rei­nig­ten Be­triebs­ge­winn von bis­her 1,5 auf neu 1,6 bis 1,7 Mrd. €.

In den Quar­tals­zah­len des deut­schen Ver­si­che­rers Al­li­anz (145.30 €, –3,8%) ent­täusch­te vor al­lem der Er­geb­nis­rück­gang in der Ver­mö­gens­ver­wal­tung. Die Ti­tel des fran­zö­si­schen Wett­be­wer­bers Axa (22.17 €, –5,5%) ga­ben mehr Ter­rain preis, als der Di­vi­den­den­ab­gang von 0.95 € ver­mu­ten lies­se. Das­sel­be gilt für die An­teils­schei­ne des Phar­ma­kon­zerns Sa­no­fi (88.69 €, –3,3%).

Nach dem star­ken Wo­chen­auf­takt in­fol­ge der Leit­zins­sen­kung in Chi­na re­agier­ten die Bör­sen in Asi­en am Di­ens­tag über­wie­gend ne­ga­tiv auf den an­hal­ten­den Aus­ver­kauf an vie­len An­lei­hen­märk­ten. Auf die Stim­mung drück­ten die «Gr­ex­it»Sor­gen in Eu­ro­pa. Der S&P Asia 50 mit den fünf­zig gröss­ten Un­ter­neh­men in Hong­kong, Ko­rea, Sin­ga­pur und Tai­wan ver­bes­ser­te sich 0,2 % auf 4038,69 und blieb da­mit 3,2% un­ter dem Jah­res­hoch.

Der CSI 300 mit 300 schwers­ten Wer­ten in Shen­zhen und Schang­hai klet­ter­te den zwei­ten Tag hin­ter­ein­an­der und schloss auf 47 848 (+4,2%). Die drit­te Leit­zins­sen­kung der chi­ne­si­schen Zen­tral­bank in sechs Mo­na­ten war ei­ne Re­ak­ti­on auf die nach­las­sen­de Nach­fra­ge im Aus­sen­han­del und auf dem Bin­nen­markt.

Der Hang Seng in Hong­kong schloss je­doch 0,6% tie­fer auf 27 407,18. In Seo­ul konn­te sich der

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