AOL nach Über­nah­me­an­ge­bot ge­fragt

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - THA

Die Aus­schlä­ge am Bond­markt sor­gen für Ver­lus­te an Wal­ls­treet. App­le will mit Ali­ba­ba ko­ope­rie­ren.

nach. Im Han­dels­ver­lauf mach­te er ei­nen Teil der Ver­lus­te wett.

Ei­ne Ab­schwä­chung des Dol­lars und der Kon­flikt in Je­men ver­lie­hen dem Öl­preis Auf­trieb. Er no­tier­te am Di­ens­tag mehr als 50% über den Tiefst­wer­ten vom Ja­nu­ar. Das, ob­wohl ei­ne Stu­die von Gold­man Sachs warnt, dass die Preis­er­ho­lung der ver­gan­ge­nen Wo­chen an­ge­sichts des Über­an­ge­bots nicht nach­hal­tig sei. Ener­gie­rie­sen wie ExxonMo­bil (86.78 $ am Mon­tag, –0,9% seit Don­ners­tag) und Chev­ron (107.36 $, –0,2%) hiel­ten sich im Ver­gleich zum Ge­samt­markt re­la­tiv gut.

Im ame­ri­ka­ni­schen Ener­gie­sek­tor steht nun die ers­te grös­se­re Über­nah­me ei­nes Pro­du­zen­ten von Schie­fe­r­öl be­vor, seit der Öl­preis im ver­gan­ge­nen Jahr ein­ge­bro­chen ist. No­b­le Ener­gy (46.07 $, –4,3%) kauft den klei­ne­ren Ri­va­len Ro­set­ta Re­sour­ces (24.58 $, +28,7%) für 3,7 Mrd. $.

Auch im Tele­com­sek­tor sorgt ei­ne Mil­li­ar­den­über­nah­me für Schlag­zei­len. Ve­ri­zon (49.80 $, +0,1%) will AOL (42.59 $, +8,1%) für 4,4 Mrd. $ kau­fen. Die Ak­ti­en AOL er­öff­ne­ten am Di­ens­tag 17% im Plus. Ve­ri­zon ga­ben rund 1% nach. Ve­ri­zon, der gröss­te ame­ri­ka­ni­sche Mo­bil­funk­an­bie­ter, of­fe­riert 50 $ je AOL-Ak­tie. Das ent- spricht ei­ner Prä­mie von 17% ge­mes­sen am Schluss­kurs vom Mon­tag. Mit der Über­nah­me will Ve­ri­zon im Ge­schäft mit On­li­nevi­de­os und mo­bi­ler Wer­bung Fuss fas­sen. AOL be­sitzt un­ter an­de­rem die po­pu­lä­re Nach­rich­ten­platt­form «Huf­fing­ton Post».

AOL wur­de 1985 un­ter dem Na­men Ame­ri­ca Online ge­grün­det und ent­wi­ckel­te sich bis 2000 zum gröss­ten An­bie­ter von In­ter­ne­tzu­gän­gen welt­weit. Auf dem Hö­he­punkt des Er­folgs kauf­te der In­ter­net­pio­nier den Me­di­en­kon­zern Ti­me War­ner (83.01 $, –0,8%) – ein Ge­schäft, das sich in der Fol­ge als Flop her­aus­stell­te. Seit 2009 ge­hen die bei­den Un­ter­neh­men wie­der ge­trenn­te We­ge.

Zu den Ver­lie­rern zähl­ten am Mon­tag die Va­lo­ren von App­le (126.32 $, +0,8%). Aus­lö­ser war ei­ne Stu­die des Markt­for­schungs­in­sti­tuts IDC. Dem­nach wur­den in Chi­na, dem welt­weit gröss­ten Ab­satz­markt für Smart­pho­nes, erst­mals seit sechs Jah­ren we­ni­ger Ge­rä­te ver­kauft. Mit ei­nem An­teil von 14,7% do­mi­niert App­le den chi­ne­si­schen Markt für Mo­bil­te­le­fo­ne. Da­hin­ter folgt der ein­hei­mi­sche An­bie­ter Xiao­mi mit 13,7%.

Am Di­ens­tag­vor­mit­tag büss­ten die Ti­tel des IT-Rie­sen mit Sitz in Cu­per­ti­no zwi­schen­zeit­lich er­neut 1% ein. Ge­mäss Me­dien­be­rich­ten will App­le ei­ne Ko­ope­ra­ti­on mit dem chi­ne­si­schen On­li­nehänd­ler Ali­ba­ba (86.72 $, +0,8%) ein­ge­hen, um den Be­zahl­dienst App­le Pay in Chi­na zu lan­cie­ren.

Un­ter Druck wa­ren auch die Ak­ti­en Gap (86.72 $, +0,8%). Sie ver­lo­ren im frü­hen Han­del rund 3%. Das Mo­de­haus prä­sen­tier­te am Mon­tag zum wie­der­hol­ten Mal ein ent­täu­schen­des Er­geb­nis. Dem­nach ist der Um­satz im ers­ten Quar­tal 10% ein­ge­bro­chen. Es war das fünf­te Quar­tal in Fol­ge, in dem Gap we­ni­ger Klei­der ver­kauf­te. Der Kon­zern schaff­te es bis­lang nicht, die Zu­lie­fer­ket­te so zu op­ti­mie­ren, dass er schnell auf neue Trends re­agie­ren kann. Da­mit ist Gap ge­gen­über Ri­va­len wie H&M oder Uni­q­lo im Nach­teil.

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