In Sil­ber bahnt sich ein De­fi­zit an

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - CARS­TEN FRITSCH,

Vor vier Jah­ren er­reich­te der Sil­ber­preis sein Re­kord­hoch aus dem Jahr 1980. Seit­dem hat Sil­ber na­he­zu kon­ti­nu­ier­lich an Wert ver­lo­ren. Dass die­se Schwä­che auch ei­ner ge­rin­ge­ren phy­si­schen Nach­fra­ge im ver­gan­ge­nen Jahr ge­schul­det war, zeigt der «World Sil­ver Sur­vey», den das Sil­ver In­sti­tu­te zu­sam­men mit Thom­son Reu­ters GFMS vor­ge­legt hat. Aus­schlag­ge­bend für den Nach­fra­ge­rück­gang war dem­nach vor al­lem die Münz- und Bar­ren­nach­fra­ge, die das Re­kord­ni­veau des Vor­jah­res nicht hal­ten konn­te. Der Be- darf der In­dus­trie, der rund die Hälf­te der phy­si­schen Sil­ber­nach­fra­ge aus­macht, war eben­falls rück­läu­fig. Auch wenn dort das Mi­nus nur klein war und die Nach­fra­ge nach Schmuck und Sil­ber­wa­ren so­gar et­was hö­her war als im Vor­jahr, mach­te das den Rück­gang der Münz- und Bar­ren­nach­fra­ge nicht wett.

Der fal­len­den Nach­fra­ge stand ein re­kord­ho­hes Mi­nen­an­ge­bot ge­gen­über. Vor al­lem als Ne­ben­pro­dukt in Kup­fer­mi­nen wur­de mehr Sil­ber ge­för­dert. Der An­stieg kom­pen­sier­te so­gar das ge­fal­le­ne An­ge­bot an Alt­sil­ber. Auf­grund der nied­ri­ge­ren Prei­se wur­de so we­nig Alt­sil­ber an­ge­bo­ten wie zu­letzt 1996. Für 2015 er­war­ten das Sil­ver In­sti­tu­te und GFMS ei­ne Um­kehr die­ser Trends. Die phy­si­sche Nach­fra­ge soll dank der nied­ri­gen Prei­se wie­der stei­gen, das An­ge­bot hin­ge­gen ab­neh­men. Die da­durch be­ding­te Ei­n­en­gung des Mark­tes las­sen ei­nen An­stieg des Sil­ber­prei­ses im Jah­res­ver­lauf er­war­ten. Auf Jah­res­end­ba­sis wä­re es der ers­te seit drei Jah­ren.

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