US-Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um hebt Ab­kom­men mit UBS auf

Finanz und Wirtschaft - - FINANZ -

Schlech­te Nach­rich­ten für die UBS: Das US-Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um (DoJ) hat die Li­bor-Ver­ein­ba­rung mit der Gross­bank aus dem Jahr 2012 für nich­tig er­klärt. Das be­rich­te­te die Nach­rich­ten­agen­tur Dow Jo­nes. Die Bank hat­te we­gen der Ma­ni­pu­la­ti­on des Re­fe­renz­zins­sat­zes Li­bor be­reits ei­ne Mil­li­ar­den­stra­fe an ei­ni­ge ame­ri­ka­ni­sche, bri­ti­sche und schwei­ze­ri­sche Be­hör­den be­zahlt, war aber vom DoJ und der EU-Kom­mis­si­on we­gen der Ko­ope­ra­ti­on bei der Er­mitt­lung wei­test­ge­hend ver­schont wor­den.

Da die UBS aber nach der Ver­ein­ba­rung of­fen­bar in die Ma­ni­pu­la­ti­on von De­vi­sen­kur­sen ver­wi­ckelt war, hob das DoJ das Still­hal­te­ab­kom­men nun auf. Die Mög­lich­keit ei­nes sol­chen Schritts bei Wie­der­ho­lungs­tä­tern hat­te das Mi­nis­te­ri­um be­reits im März an­ge­droht. Da­mit könn­te auf die UBS auch in die­ser Sache ei­ne wei­te­re Zah­lung zu­kom­men. Ein Schuld­ein­ge­ständ­nis so­wie ei­ne er­neu­te Straf­zah­lung in der Li­bor-Cau­sa könn­ten ein Teil der er­war­te­ten Ei­ni­gung bei den De­vi­sen­ermitt­lun­gen sein. Er­war­tet wird da­bei laut di­ver­sen Me­dien­be­rich­ten ei­ne Ge­samt­stra­fe für al­le Ban­ken von mehr als 6 Mrd. $. Die UBS dürf­te da­bei am glimpf­lichs­ten da­von­kom­men, könn­te aber im­mer noch meh­re­re hun­dert Mil­lio­nen zah­len müs­sen.

Der mil­li­ar­den­schwe­re Ver­gleich lässt in­des auf sich war­ten. In­si­der­infor­ma­tio­nen zu­fol­ge ver­zö­gern sich die Ver­ein­ba­run­gen, weil ein wich­ti­ger Punkt noch nicht ge­klärt ist. Be­vor die Geld­häu­ser ih­re Schuld ein­ge­ste­hen, woll­ten sie Zu­si­che­run­gen von den Auf­sichts­be­hör­den, dass sie dann nicht von be­stimm­ten Ge­schäf­ten aus­ge­schlos­sen wer­den. Über zu­min­dest man­che der da­zu er­for­der­li­chen Son­der­re­ge­lun­gen müs­se die Bör­sen­auf­sicht SEC ab­stim­men. Da­für ge­be es noch kei­nen Ter­min.

Die Schuld­ein­ge­ständ­nis­se der Ban­ken könn­ten be­reits kom­men­de Wo­che öf­fent­lich ge­macht wer­den, sag­ten In­si­der. Be­trof­fen sind UBS, Bar­clays, Roy­al Bank of Scot­land, J. P. Mor­gan und Ci­ti­group. UBS woll­te die In­for­ma­tio­nen nicht kom­men­tie­ren. Ein Spre­cher ver­wies le­dig­lich auf die Aus­füh­run­gen im Quar­tals­be­richt. (Reu­ters)

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