Ro­che und Ju­li­us Bär stüt­zen

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN SCHWEIZ - GA­BI WÜ­TH­RICH

Bär pro­fi­tie­ren von neu­en Über­nah­me­ge­rüch­ten. Bis­he­ri­ge Ak­tio­nä­re sto­cken Cem­bra-An­tei­le auf.

Nach dem Ein­bruch am Di­ens­tag er­hol­te sich die Schwei­zer Bör­se am Mitt­woch und am Frei­tag leicht. Am Don­ners­tag blieb die SIX Swiss Ex­ch­an­ge fei­er­tags­be­dingt ge­schlos­sen. Ver­gli­chen mit der Vor­wo­che no­tier­te der Swiss Mar­ket In­dex (SMI) 0,2% fes­ter auf 9109,9.

Die Ge­nuss­schei­ne von Ro­che (+2,8% im Wo­chen­ver­gleich) stütz­ten den Blue-Chip-In­dex in der zwei­ten Wo­chen­hälf­te. Der Phar­ma­kon­zern hat für ein Krebs­im­mun­the­ra­peu­ti­kum po­si­ti­ve Da­ten zu ei­ner Pha­se-II-Stu­die vor­ge­legt (vgl. Sei­te 15). Auch Ac­te­li­on (+0,7%) er­hol­ten sich, No­var­tis (–0,8%) ga­ben et­was nach.

HBM ist op­ti­mis­tisch

HBM He­alth­ca­re stie­gen 3,7%. Die auf den Ge­sund­heits­sek­tor spe­zia­li­sier­te Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft hat das Ge­schäfts­jahr per En­de März mit ei­nem Ge­winn von 257,5 Mio. Fr. ab­ge­schlos­sen. Sie er­höht zu­dem die Di­vi­den­de von 3 auf 5.50 Fr. und hat ei­nen zu­ver­sicht­li­chen Aus­blick ab­ge­ge­ben. HBM He­alth­ca­re ist auch Gross­ak­tio­när von Ba­si­lea (+7,5%). Die Ak­ti­en des Bio­tech-Un­ter­neh­mens pro­fi­tier­ten von Über­nah­me­ge- rüch­ten. Das Ma­nage­ment von Ba­si­lea sei an ei­ner Of­fer­te je­doch nicht in­ter­es­siert.

Ju­li­us Bär avan­cier­ten 3%. Ei­ner­seits stütz­ten er­neut Über­nah­me­ge­rüch­te. Nach­dem im April die CS Group (+0,5%) als mög­li­che In­ter­es­sen­tin ge­nannt wor­den war, brach­ten Händ­ler den Ver­mö­gens­ver­wal­ter dies­mal mit Aus­sa­gen von Car­lo Mes­si­na, dem CEO der ita­lie­ni­schen Bank In­te­sa San­pao­lo, in Ver­bin­dung. Er hat­te In­ter­es­se an ei­ner in­ter­na­tio­nal tä­ti­gen Pri­vat­bank be­kun­det. Aus­ser­dem gab sich Mor­gan St­an­ley mit Blick auf das am Di­ens­tag an­ste­hen­de In­te­rim Ma­nage­ment State­ment po­si­tiv und er­höh­te das Kurs­ziel auf 48 Fr., be­hielt aber die Ein­stu­fung «Equal­weight» bei.

Nach­dem Gross­ak­tio­när Ge­ne­ral Electric letz­te Wo­che ge­mel­det hat­te, sich vom 31,5%-An­teil an Cem­bra Mo­ney Bank (+3,9%) zu tren­nen, sind bei der SIX-Of­fen- le­gungs­stel­le ers­te Be­tei­li­gungs­an­pas­sun­gen ein­ge­tru­delt: Pic­tet As­set Ma­nage­ment er­höh­te den An­teil am Kon­sum­kre­dit­an­bie­ter von 4,65 auf 5,15%, UBS Fund Ma­nage­ment von 3,08 auf 5,41. Cem­bra selbst hat wie an­ge­kün­digt gut 6% ei­ge­ne Ti­tel er­wor­ben. Dass die Liech­ten­stei­ner und die Ös­ter­rei­cher Ban­kauf­sicht Un­ter­su­chun­gen ge­gen Val­ar­tis (–5%) ein­ge­lei­tet ha­ben, be­las­te­te die Ti­tel am Mitt­woch und am Frei­tag.

Adec­co (+3,7%) dürf­ten von der An­teils­auf­sto­ckung durch Ar­ti­san Part­ners pro­fi­tiert ha­ben. Der­weil ha­ben die Ana­lys­ten von Bar­clays und von Bern­stein ih­re Kauf­emp­feh­lun­gen für Ri­che­mont (+1,5%) be­stä­tigt. Die Va­lo­ren des Lu­xus­gü­ter­her­stel­lers er­hol­ten sich im Ge­gen­satz zu den Wett­be­wer­ber­ti­teln Swatch Group (Inh. –2,3%).

Tran­so­ce­an (+11%) avan­cier­ten im Vor­feld der GV vom Frei­tag kräf­tig. Mög­lich, dass sich die An- le­ger von dem seit 21. April am­tie­ren­den neu­en CEO Je­re­my Thig­pen po­si­ti­ve Neu­ig­kei­ten zum Tur­naround des Tief­see­bohr­kon­zerns er­hoff­ten. Der fes­te­re Öl­preis hat eben­falls ge­stützt. Aus dem von der SIX ge­for­der­ten Ge­schäfts­be­richt von Ac­cu Hol­ding (–1,8%) geht her­vor, dass der Be­triebs­ge­winn 5,1 statt wie zu­vor in der Pu­bli­ka­ti­on der Eck­zah­len ge­mel­det 5,9 Mio. Fr. be­tra­gen hat.

WDF hilft Duf­ry

Duf­ry (+0,1%) er­hol­ten sich vom schwa­chen Wo­chen­start. Die Ak­ti­en des Rei­se­de­tail­händ­lers ha­ben von der gu­ten Um­satz­ent­wick­lung des Über­nah­me­zie­les World Du­ty Free ( WDF) pro­fi­tiert.

Auch Cla­ri­ant (–1%) hol­ten den Tau­cher vom Wo­chen­an­fang am Frei­tag fast auf. Syn­gen­ta (–0,8%) ga­ben in der zwei­ten Wo­chen­hälf­te leicht nach, ob­wohl Reu­ters mel­de­te, dass Monsan­to be­reits die Füh­ler nach Käu­fern von Tei­len des Saat­gut­ge­schäfts von Syn­gen­ta aus­stre­cke. Doch Monsan­to muss we­gen der Do­mi­nanz im Be­reich gen­ver­än­der­ten Saat­guts mit ne­ga­ti­ven öf­fent­li­chen Re­ak­tio­nen in Eu­ro­pa rech­nen. Ent­spre­chend kä­me Monsan­to bei ei­ner Über­nah­me das bes­se­re Image von Syn­gen­ta ge­le­gen.

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