Re­tail-Chef will Deut­sche Bank ver­las­sen

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Rai­ner Nes­ke (50), will die Deut­sche Bank of­fen­bar ver­las­sen. Der Pri­vat­kun­den­chef ver­hand­le über die Auf­lö­sung sei­nes Ver­trags, be­rich­ten meh­re­re Me­di­en am Di­ens­tag über­ein­stim­mend. Grund für den Ent­schluss des lang­jäh­ri­gen Mit­glieds der Ge­schäfts­lei­tung sei Frust über den Stra­te­gie­ent­scheid des Vor­stan­des En­de April.

Das Gre­mi­um un­ter der Lei­tung von Paul Achleit­ner be­schloss vor gut drei Wo­chen un­ter an­de­rem den Ver­kauf der Toch­ter Post­bank. Da­durch wird die Re­tail-Spar­te der Deut­schen Bank mit ei­nem Schlag 28 Mil­lio­nen Kun­den ver­lie­ren und Nes­ke da­mit Ge­wicht ein­büs­sen. So war er im Ma­nage­ment zum Schluss an­geb­lich der ein­zi­ge An­hän­ger ei­ner Al­ter­na­tivstra­te­gie, die die Ab­spal­tung des ge­sam­ten Pri­vat­kun­den­ge­schäfts von Deut­sche Bank und Post­bank als Ein­heit vor­sah.

Nes­ke, der be­reits mit 26 Jah­ren nach ei­nem Stu­di­um der In­for­ma­tik und Be­triebs­wirt­schafts­leh­re bei Deut­sche Bank ein­stieg, galt zeit­wei­se als Kan­di­dat für den Pos­ten des CEO. Als sein Nach­fol­ger wer­den der ehe­ma­li­ge Fi­nanz­chef Ste­fan Krau­se und der ak­tu­el­le Nes­keVi­ze Chris­ti­an Ricken ge­han­delt.

Aus­ser­dem soll es bei der Deut­schen Bank auch in Asi­en zum Ses­sel­rü­cken kom­men, hier al­ler­dings auf Initia­ti­ve der Ge­schäfts­lei­tung. Wie Bloom­berg am Di­ens­tag be­rich­tet, sei­en die bei­den Co-Lei­ter Un­ter­neh­mens­fi­nan­zie­rung in Asi­en, Dou­glas Mor­ton und Ven­ky Vishwa­na­than, be­ur­laubt wor­den. Die Fi­nanz­nach­rich­ten­agen­tur be­ruft sich auf ei­nen In­si­der, der da­für al­ler­dings kei­nen Grund nann­te. Auch sol­len kei­ne In­te­rims­lei­ter be­nannt wor­den sein. Die Be­ur­lau­bung Mor­tons sei am Mon­tag in­tern be­kannt­ge­ge­ben wor­den, Vishwa­na­than sei seit An­fang Mai frei­ge­stellt. Deut­sche Bank wie auch die Be­trof­fe­nen nah­men im Pres­se­be­richt nicht of­fi­zi­ell Stel­lung.

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