Ein star­ker Wo­chen­start

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN SCHWEIZ - MA­RA BER­NATH

UBS darf auf glimpf­li­che For­ex-Bus­se hof­fen. Swatch Group pro­fi­tie­ren von Her­auf­stu­fung durch CS.

Der Schwei­zer Ak­ti­en­markt hat den Auf­wärts­trend der ver­gan­ge­nen Wo­che fort­ge­setzt. Im Ver­gleich mit Frei­tag no­tier­te der Swiss Mar­ket In­dex (SMI) 2% fes­ter auf 9295,62.

Schwer­ge­wich­te wie Nest­lé (+2,2% seit Frei­tag), Ro­che (GS +1,7%)und No­var­tis (+2,8%) stütz­ten den Blue-Chip-In­dex – oh­ne Neu­ig­kei­ten. Das Phar­ma­un­ter­neh­men Ac­te­li­on (+2,7%) ge­noss eben­falls das An­le­ger­ver­trau­en.

Bank­ti­tel im Fo­kus

UBS (+2,4%) steht vor ei­ner wei­te­ren Ei­ni­gung. Ge­mäss Me­dien­be­rich­ten kommt die Schwei­zer Gross­bank im For­ex-Fall mit ei­ner Bus­se von 800 Mio. $ glimpf­li­cher da­von als ur­sprüng­lich be­fürch­tet. Da­für muss sich die Wie­der­ho­lungs­tä­te­rin an­geb­lich im Li­borFall, in dem sie in den USA ge­wis­ser­mas­sen auf Be­wäh­rung ge­setzt war, nach­träg­lich schul­dig be­ken­nen. Bei der Cre­dit Suis­se (+0,6) be­stä­tig­te Fitch die A-Ein­stu­fung.

Der Zwi­schen­be­richt zu den ers­ten vier Ge­schäfts­mo­na­ten von Ju­li­us Bär (+1,5%) er­freu­te die In­ves­to­ren. Trotz Fran­ken­schock konn­ten die ver­wal­te­ten Ver­mö­gen auf dem Ni­veau von En­de 2014 ge­hal­ten wer­den, es wur­den Net­to­neu­gel­der ver­zeich­net, und die Brut­to­mar­ge stieg (vgl. Sei­te 8). Die gu­ten Re­sul­ta­te ga­ben auch den Kon­kur­ren­ten EFG (+1,9%) und Von­to­bel (+6,3%) Schub.

Ge­sucht wa­ren Swatch Group (Inh. +4,3%) nach ei­ner Hoch­stu­fung von «Neu­tral» auf «Out­per­form» durch Ana­lys­ten der Cre­dit Suis­se. Auf Ba­sis von Händ­ler­um­fra­gen sei das von Swatch pro­gnos­ti­zier­te Wachs­tum von 5% rea­lis­tisch. Die Ti­tel von Ri­che­mont (+2,5%) schlos­sen eben­falls hö­her. Am Frei­tag wird der Lu­xus­gü­ter­her­stel­ler die Ge­schäfts­zah­len 2014/2015 ver­öf­fent­li­chen; da die Eck­wer­te je­doch be­reits be­kannt sind, wird vor al­lem der Aus­blick von In­ter­es­se sein.

Mey­er Bur­ger (+10,3%) er­hielt von ei­nem be­ste­hen­den asia­ti­schen Kun­den ei­nen Gross­auf­trag im Wert von über 38 Mio. Fr. Für den von fi­nan­zi­el­len Schwie­rig- kei­ten ge­plag­ten So­lar­zu­lie­fe­rer ist es aber trotz die­ser er­freu­li­chen Nach­richt noch ein lan­ger Weg bis zum Break-even (vgl. Sei­te 14).

Sch­lat­ter (–13,3%) kor­ri­gier­ten im Zug der Ka­pi­tal­er­hö­hung wei­ter. Der Be­zugs­rechts­han­del läuft noch bis 22. Mai.

Sun­ri­se bre­chen ein

Sun­ri­se (–5,7%) ga­ben nach Ver­öf­fent­li­chung der Quar­tals­zah­len deut­lich nach. Die Kos­ten des IPO be­las­te­ten die an­sons­ten so­li­den Zah­len des ers­ten Quar­tals und führ­ten zu ei­nem Ver­lust von 167 Mio. Fr. Auch der zu­rück­hal­ten­de Aus­blick für das Ge­samt­jahr ent­täusch­te (vgl. fuw.ch/200515-2). Bran­chen­nach­ba­rin Swiss­com (+0,6%) konn­te hin­ge­gen die Ver­lus­te der ver­gan­ge­nen Wo­che wett­ma­chen.

Zu­stim­mung von der Bör­se für die Ge­schäfts­tä­tig­keit in den ver- gan­ge­nen vier Mo­na­ten er­hielt So­no­va (+3,6%). Der Hör­sys­tem­her­stel­ler stei­ger­te den Um­satz um 4,3% auf gut 2 Mrd. Fr. und kün­dig­te ei­ne er­höh­te Di­vi­den­den­aus­schüt­tung von 2.05 Fr. je Ak­tie an (vgl. Sei­te 9).

Syn­gen­ta (+2%) rück­ten wei­ter vor. Die Markt­teil­neh­mer war­ten auf Neu­ig­kei­ten be­züg­lich Über­nah­me­ver­hand­lun­gen mit der ame­ri­ka­ni­schen Gen­tech­no­lo­gie­kon­kur­ren­tin Monsan­to.

Der Ver­kauf von Dis­tri­bu­ti­ons­ein­hei­ten in meh­re­ren Län­dern be­las­te­te das Er­geb­nis von Schmolz + Bi­cken­bach (–4,5%). Der Stahl­her­stel­ler schrieb im ers­ten Quar­tal ei­nen Rein­ver­lust von 122,4 Mio. €. Da der Rück­schlag er­war­tet wur­de, dürf­ten vor al­lem die nach un­ten an­ge­pass­ten Pro­gno­sen für das lau­fen­de Ge­schäfts­jahr die Kurs­ein­bus­sen ver­ur­sacht ha­ben (vgl. Sei­te 12).

Die Flau­te im Off­s­hore-Bohr­ge­schäft lässt Tran­so­ce­an (–5,1%) nicht los: Seit Mit­te April hat der Tief­see­bohr­kon­zern Auf­trä­ge von nur 52 Mio. $ er­hal­ten. In den vier Be­richts­zeit­räu­men da­vor gin­gen je­weils Auf­trä­ge von noch we­ni­ger als 50 Mio. $ ein. Tran­so­ce­an kün­dig­te zu­dem ein wei­te­res Hin­aus­schie­ben der Über­nah­me von fünf neu ge­bau­ten Hub­bohr­in­seln mit ho­hen Spe­zi­fi­ka­tio­nen an.

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