Lohn­druck macht Wal­mart zu schaf­fen

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - CG

Icahn for­dert noch mehr Aus­schüt­tun­gen von App­le. Im Chip­sek­tor kur­sie­ren neue Fu­si­ons­ge­rüch­te.

Viel Be­we­gung gab es in Wal­Mart Sto­res (79.92 $ am Mon­tag, +1,5% seit Don­ners­tag). Der welt­gröss­te Ein­zel­händ­ler ver­zeich­ne­te im ver­gan­ge­nen Quar­tal zwar ein leich­tes Wachs­tum im Kern­markt USA. Ins­ge­samt sta­gnier­ten die Ein­nah­men je­doch auf 115 Mrd. $. We­gen des fes­ten Dol­lars und hö­he­ren Lohn­kos­ten sank der Ge­winn zu­dem 7% auf 3,3 Mrd. $ oder 1.03 $ pro Ak­tie, was die Pro­gno­sen der Ana­lys­ten ver­fehl­te. Wal­mart hat den Min­dest­lohn im April auf 9 $ pro St­un­de er­höht und wird nächs­tes Jahr 10 $ zah­len. Die Ak­ti­en ga­ben am Di­ens­tag im frü­hen Han­del 3,5% nach.

Carl Icahn zu­frie­den­zu­stel­len, ist al­les an­de­re als ein­fach. Ob­schon App­le (130.19 $, +1%) erst vor we­ni­gen Wo­chen die Aus­schüt­tun­gen über Di­vi­den­den und Ak­ti­en­rück­käu­fe auf as­tro­no­mi­sche 200 Mrd. $ er­höht hat, lässt der Druck des Hedge-Fund-Ma­na­gers nicht nach. In ei­nem öf­fent­li­chen Brief an App­le-Chef Tim Cook for­dert er, dass der IT-Gi­gant noch ein «viel grös­se­res» Ak­ti­en­rück­kauf­pro­gramm lan­cie­ren soll. Zu­dem hat er sein Kurs­ziel auf 240 $ er­höht. Auch wenn der Weg bis da­hin weit ist, re­agier­te der Markt ganz nach Icahns Ge­schmack: Die Ak­ti­en App­le gin­gen am Mon­tag 1,1% fes­ter aus dem Han­del, wo­mit der Bör­sen­wert des Kon­zerns mehr als 8 Mrd. $ zu­ge­nom­men hat.

Ei­nen har­zi­gen Start in die Wo­che er­leb­ten Free­port-McMoRan (22.13 $, –2,9%). Der Kup­fer­för­de­rer sieht sich mit ei­nem Ar­beits­kon­flikt in Pe­ru kon­fron­tiert, wo er die Mi­ne Cer­ro Ver­de mit ei­nem jähr­li­chen Aus­stoss von 235 000 Ton­nen mehr­heit­lich kon­trol­liert. Wie im Rest des Lan­des be­gan­nen die Berg­ar­bei­ter am Mon­tag zu strei­ken. We­nig för­der­lich ist aus­ser­dem der fes­te­re Dol­lar, der auf die Roh­stoff­prei­se drückt. Er be­las­te­te eben­so die Ti­tel des Alu­mi­ni­um­pro­du­zen­ten Al­coa (13.40 $, –1,8%). Bei­de Va­lo­ren han­del­ten am Di­ens­tag­mor­gen er­neut schwä­cher.

Bes­ser ist die Stim­mung im Halb­lei­ter­sek­tor. Bran­chen­pri­mus In­tel (33.41 $, +1,3%) hat ge­mäss dem Bou­le­vard­blatt «New York Post» die Ver­hand­lun­gen mit Bran­chen­nach­bar Al­te­ra (46.93 $, +5,9%) über ei­ne Über­nah­me wie­der auf­ge­nom­men. Wie es im Markt heisst, ha­ben die bei­den Chip-Kon­zer­ne be­reits im März hin­ter ver­schlos­se­nen Tü­ren mit ers­ten Ge­sprä­chen über ei­nen De­al im Um­fang von 16 Mrd. $ be­gon­nen. Ge­mäss dem Bör­sen­sen­der CNBC sind sie aber letz­ten Mo­nat im Sand ver­lau­fen, weil Al­te­ra das An­ge­bot von 54 $ pro Ak­tie ab­ge­lehnt ha­be. Nun sol­len Ak­tio­nä­re of­fen­bar Druck auf den Kon­zern ge­macht ha­ben, wie­der mit In­tel an den Ver­hand­lungs­tisch zu sit­zen.

Ei­ne schwe­re Ent­täu­schung gab es für In­ves­to­ren in Ur­ban Out­fit­ters (39.80 $, +1,3%). Die Klei­der­ket­te stei­ger­te den Um­satz im ver­gan­ge­nen Quar­tal zwar fast 8% auf 740 Mio. $. Das Wachs­tum wur­de aber durch Ra­bat­te er­kauft, wo­durch die Pro­fi­ta­bi­li­tät Scha­den nahm: Die Brut­to­mar­ge schrumpf­te von 34,8 auf 33,3% und der Ge­winn sank von 37,5 auf 32,8 Mio. $ oder 25 Cent je Ak­tie. Die Ak­ti­en er­öff­ne­ten am Di­ens­tag 17% im Mi­nus.

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