In­ter­es­se an Edel­me­tal­len kehrt zu­rück

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - PE­TER SIGG,

Die Edel­me­tal­le­prei­se be­fin­den sich die­sen Mo­nat im Auf­wind. Die po­si­ti­ve Preis­ent­wick­lung hat in den ver­gan­ge­nen Ta­gen zu­sätz­li­ches Mo­men­tum er­hal­ten. Seit Be­ginn des Mo­nats hat sich Gold mehr als 3% ver­teu­ert, der Sil­ber­preis stieg so­gar mehr als 8%. Schwä­che­re ma­kro­öko­no­mi­sche Da­ten in den USA, wie et­wa die sta­gnie­ren­den Ein­zel­han­dels­um­sät­ze, ha­ben die Er­war­tun­gen der Markt­teil­neh­mer, dass die USNo­ten­bank bald die Zin­sen er­höht, et­was ge­dämpft. In­fol­ge­des­sen wer­te­te sich der Dol­lar leicht ab, was sich für Edel­me­tal­le po­si­tiv aus­wirk­te. Zu­sätz­lich ha­ben die Un­si­cher­hei­ten im Hin­blick auf die Ver­hand­lun­ge­nen zwi­schen Grie­chen­land und den Gläu­bi­gern so­wie er­neu­te Luft­an­grif­fe im Je­men die Nach­fra­ge nach Edel­me­tall­an­la­gen un­ter­stützt.

Ver­gan­ge­ne Wo­che pu­bli­zier­te der World Gold Coun­cil den Bericht zu den An­ge­bots-und Nach­fra­ge­trends im ers­ten Quar­tal 2015. Die Gold­nach­fra­ge ist im Ver­gleich zum Vor­jah­res­quar­tal rund 1% auf 1079,3 Ton­nen ge­fal­len. Die Nach­fra­ge der Schmuck- bran­che und der In­dus­trie war leicht schwä­cher als im Vor­jahr. Im Ge­gen­satz da­zu zeig­te sich bei den ETF ei­ne Trend­um­kehr: Nach den mas­si­ven Ab­flüs­sen in den Jah­ren 2013 und 2014 ha­ben Fi­nanz­in­ves­to­ren im ers­ten Quar­tal 2015 Po­si­tio­nen auf­ge­baut. Gold-ETF ver­zeich­ne­ten im ers­ten Quar­tal Zuflüs­se von rund 26 Ton­nen. Auch in den kom­men­den Quar­ta­len ist mit Zuflüs­sen von Fi­nanz­in­ves­to­ren und mit leicht hö­he­ren Edel­me­tall­prei­sen zu rech­nen.

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