UBS schwin­gen oben­aus

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN SCHWEIZ - GA­BI WÜ­TH­RICH

Lu­xus­gü­ter­ak­ti­en be­las­ten am Frei­tag. Gold­bach holt Va­len­tin Cha­pe­ro in den Ver­wal­tungs­rat.

An der Schwei­zer Bör­se ging es nur zum Wo­chen­schluss leicht ab­wärts. Ver­gli­chen zur Vor­wo­che re­sul­tier­te im Swiss Mar­ket In­dex (SMI) ein kräf­ti­ges Plus von 2,7% auf 9353,3.

Am Frei­tag be­las­te­te das be­reits zu gros­sen Tei­len be­kann­te Jah­res­re­sul­tat des Lu­xus­gü­ter­her­stel­lers Ri­che­mont (+2,8% im Wo­chen­ver­gleich, vgl. Sei­te 5) den Blue-Chip­In­dex. Die Wett­be­wer­ber­va­lo­ren Swatch Group (Inh., +1,5%) wa­ren am Frei­tag noch et­was schwä­cher, avan­cier­ten aber wie Ri­che­mont zur Vor­wo­che trotz­dem kräf­tig.

Oben­aus schwan­gen UBS (+5%): Die Ei­ni­gung mit den USBe­hör­den im De­vi­sen­skan­dal und die tie­fer als er­war­tet aus­ge­fal­le­nen Bus­se lies­sen die An­le­ger au­f­at­men. Die drän­gends­ten Fra­gen schei­nen da­mit ge­klärt zu sein. In der Fol­ge ka­men auch CS Group (+3,5%) vor­an, blie­ben aber deut­lich hin­ter UBS-Ti­teln zu­rück.

Moo­dy’s hat gleich für zehn Schwei­zer Ban­ken, dar­un­ter Von­to­bel (+6%) und Ju­li­us Bär (+4,4%), die lang­fris­ti­gen Schul­den­ra­tings an­ge­ho­ben (vgl. fuw. ch/230515-11). Grund da­für ist ei­ne neue Be­wer­tungs­me­tho­dik der Ra­ting­agen­tur. Am Frei­tag­nach­mit­tag ging es zu­dem in Com­pa­gnie Fi­nan­ciè­re Tra­di­ti­on (+5,2%) kräf­tig auf­wärts. Der Fi­nanz­bro­ker gab vor der Ge­ne­ral­ver­samm­lung vom Frei­tag­abend be­kannt, dass der Aus­ga­be­preis für die neu­en Ak­ti­en, die an­stel­le der Di­vi­den­de (3 Fr. pro Ak­tie) be­zo­gen wer­den kön­nen, auf 57 Fr. fest­ge­setzt wur­de. Am Don­ners­tag hat­ten die Ti­tel noch auf 62.25 Fr. ge­schlos­sen. Nach Bör­sen­schluss am Frei­tag mel­de­te VP Bank (–1,5%), sie er­war­te dank der Über­nah­me der Cen­trum Bank ei­nen deut­lich hö­he­ren Halb­jah­res­ge­winn per En­de Ju­ni.

Ver­si­che­rer fest

Ge­sucht wa­ren Swiss Re (+4,1%). Die Va­lo­ren des Schwei­zer Rück­ver­si­che­rers sind von den Ci­ti­group-Ana­lys­ten als ren­di­te­träch­tigs­te Ver­tre­ter des an­sons­ten arg her­aus­ge­for­der­ten Sek­tors aus­ge­zeich­net wor­den. Zu­rich In­suran­ce wur­den 3,1% nach oben ge­ho­ben, weil das Ma­nage­ment am In­ves­to­ren­tag für 2016 ei­ne Son­der­di­vi­den­de in Aus­sicht ge­stellt hat (vgl. Sei­te 8). Auch Vau­doi­se (+0,6%) ka­men vor­an, ob­wohl die Va­lo­ren am Mitt­woch ex Di­vi­den­de von 12 Fr. ge­han­delt wur­den.

Oras­com (+4,3%) wa­ren eben­falls fest. Der Im­mo­bi­li­en­ent­wick­ler stei­ger­te im ers­ten Quar­tal den Um­satz. We­gen un­güns­ti­ger Wech­sel­kur­se und hö­he­rer Fi­nan­zie­rungs­kos­ten fiel der Ge­winn je­doch fast ein Drit­tel (vgl. fuw.ch/230515-13). An­de­re Im­mo­bi­li­en­ti­tel wa­ren schwach: Swiss Pri­me Si­te fie­len 6,7%, Peach Pro­per­ty 3,5% und Züblin 2,8%. PSP Swiss Pro­per­ty (–2,8%) ver­zeich­ne­ten ein neu­es Jah­res­tief.

Die Quar­tals­er­geb­nis­se von Ga­te­group (–4%) ver­moch­ten die Zweif­ler nicht zu be­ru­hi­gen (vgl. Sei­te 13). Da­ge­gen wei­te­ten Jung­frau­bah­nen (+4,7%) trotz der Di­vi- den­den­aus­schüt­tung von 1.80 Fr. pro Ti­tel das All­zeit­hoch aus.

Gold­bach Group (+5,8%) will an ei­ner aus­ser­or­dent­li­chen GV am 25. Ju­ni Va­len­tin Cha­pe­ro zur Zu­wahl in den Ver­wal­tungs­rat vor­schla­gen. Sein von ihm mit­ge­grün­de­tes In­vest­ment­ve­hi­kel Ve­rai­son hält seit dem 10. April ei­nen 16,3%-An­teil am Wer­be­ver­mark­ter. Cha­pe­ro ist auch der ehe­ma­li­ge CEO von So­no­va (+5,8%). Die Ak­ti­en des Hör­ge­rä­te­spe­zia­lis­ten wa­ren nach den gu­ten Jah­res­zah­len vom Wo­chen­start wei­ter ge­fragt, im Ge­gen­satz zu Sun­ri­se (–10,3%), de­ren Kurs­ziel nach dem ho­hen Quar­tals­ver­lust von meh­re­ren Ana­lys­ten ge­senkt wur­den.

Syn­gen­ta-Hoch hält an

Syn­gen­ta (+5,5%) pro­fi­tier­ten er­neut vom Über­nah­me­in­ter­es­se von Monsan­to. Brett Be­ge­mann, der COO des US-Saat­gut­her­stel­lers, er­klär­te an ei­ner Kon­fe­renz, der Kon­zern sei be­reit, Ge­schäfts­be­rei­che zu ver­äus­sern, um sich die Zu­stim­mung der Wett­be­werbs­be­hör­den zu si­chern. Un­ter an­de­rem könn­te die gan­ze Saat­guts­par­te von Syn­gen­ta zum Ver­kauf ge­stellt wer­den. Kein In­ter­es­se an Syn­gen­ta-Spar­ten hat der chi­ne­si­sche Staats­kon­zern Che­mChi­na, teil­te er am Frei­tag mit.

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