Ell­schaft im Land

Om. Ins­ge­samt sind Ex­zes­se bei den Ver­gü­tun­gen von Ver­wal­tungs­rä­ten und Ge­schäfts­lei­tun­gen ein­ge­dämmt wor­den.

Finanz und Wirtschaft - - MEN - MICHA­EL OT­TE,

lich hoch. Beim Ver­gü­tungs­ni­veau von Ge­schäfts­lei­tun­gen und CEO gibt es Un­ter­schie­de zwi­schen gros­sen Ge­sell­schaf­ten ei­ner­seits so­wie mitt­le­ren und klei­ne­ren Un­ter­neh­men an­de­rer­seits. Bei SMIGe­sell­schaf­ten ist das Ni­veau leicht stei­gend, bei SPI-Ex­tra-Fir­men kon­stant bis leicht tie­fer.

Ge­mäss Ot­te wä­re ei­ne Stan­dar­di­sie­rung der Ver­gü­tungs­be­richt­er­stat­tung sei­tens der SIX Swiss Ex­ch­an­ge «wün­schens­wert und nö­tig». Die Ver­gleich­bar­keit zwi­schen den Un­ter­neh­men sei im­mer noch schwie­rig, und es be­stün­den grosse Frei­hei­ten in der De­fi­ni­ti­on der ver­schie­de­nen Ver­gü­tungs­ar­ten.

Lo­bend er­wähnt Ot­te die Ver­gü­tungs­sys­te­me der Bank­bran­che, die nach­voll­zieh­bar ge­wor­den sei­en. Ge­fal­len fin­det der CEO von zRa­ting auch an der Ein­füh­rung von re­la­ti­ven oder ab­so­lu­ten Ober­gren­zen so­wie am ver­mehr­ten Ein­satz von Min­dest­an­for­de­run­gen an den Ak­ti­en­be­sitz von Füh­rungs­kräf­ten wäh­rend ih­res Ar­beits­ver­hält­nis­ses. Letz­te­res brin­ge die In­ter­es­sen von Ak­tio­nä­ren und Ma­nage­ment auf ei­ne Stu­fe.

Non­cha­lan­te Ak­tio­nä­re

Seit 2015 müs­sen die Ver­gü­tun­gen von Ver­wal­tungs­rä­ten und Ge­schäfts­lei­tun­gen jähr­lich von­ein­an­der ge­trennt und bin­dend von der Ge­ne­ral­ver­samm­lung ge­neh­migt wer­den. Al­ler­dings stellt Ot­te ei­ne «Non­cha­lance der Ak­tio­nä­re bei der Aus­übung ih­rer neu­en Ver­gü­tungs­kom­pe­ten­zen» fest. Denn die Ab­stim­mungs­re­sul­ta­te an den Ge­ne­ral­ver­samm­lun­gen 2015 zeig­ten «kom­for­ta­ble Mehr- hei­ten» für die An­trä­ge des Ver­wal­tungs­rats. So sei­en die Ver­gü­tun­gen von Ver­wal­tungs­rä­ten bei SMI-Ge­sell­schaf­ten mit durch­schnitt­lich 93,1% Ja-Stim­men gut­ge­heis­sen wor­den, die der Ge­schäfts­lei­tun­gen mit durch­schnitt­lich 92,3%.

Ne­ben den Ver­gü­tun­gen ein heis­ses The­ma ist ak­tu­ell auch der Frau­en­an­teil in Ver­wal­tungs­rä­ten und Ge­schäfts­lei­tun­gen. Der Bun­des­rat plant näm­lich im Rah­men der Ak­ti­en­rechts­re­vi­si­on ei­ne Frau-

«Die An­zahl der Frau­en in Schwei­zer Ver­wal­tungs­rä­ten ist auch oh­ne ver­ord­ne­te Quo­te ge­stie­gen»

CEO zRa­ting en­quo­te. Kon­kret will er bei gros­sen ko­tier­ten Ge­sell­schaf­ten ei­ne Ge­schlech­ter­quo­te von min­des­tens 30% im Ver­wal­tungs­rat und in der Ge­schäfts­lei­tung durch­set­zen. Ge­mäss Ot­te soll­te es für ei­nen Ak­tio­när al­ler­dings nicht re­le­vant sein, wel­ches Ge­schlecht wie stark in der Un­ter­neh­mens­füh­rung ver­tre­ten ist. Viel­mehr soll­ten die Qua­li­fi­ka­ti­on und die Leis­tung im Vor­der­grund ste­hen. Dar­über hin­aus ha­be sich der An­teil der Frau­en in Ver­wal­tungs­rä­ten über die letz­ten Jah­re auch oh­ne Quo­te po­si­tiv ent­wi­ckelt. Bei den zwan­zig gröss­ten ko­tier­ten Ge­sell­schaf­ten aus dem SMI hat sich der Frau­en­an­teil ge­mäss zRa­ting auf jetzt 20% in­ner­halb von fünf Jah­ren ver­dop­pelt.

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