Nach­hal­ti­ge Gold­preis­er­ho­lung bleibt aus

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - ST. GAL­LER KAN­TO­NAL­BANK

Die Erd­öl­prei­se ha­ben sich in den ver­gan­ge­nen zwei Mo­na­ten deut­lich von ih­ren Mehr­jah­res­tiefs er­holt. Die Fein­un­ze Gold kann sich da­ge­gen nicht ent­schei­dend von der 1200-$-Mar­ke lö­sen. Die statt­li­chen Kurs­ge­win­ne von An­fang Jahr sind auf 2% ge­schmol­zen. Ein­bli­cke in die Trends im Gold­markt ge­währt der Quar­tals­be­richt des World Gold Coun­cil. Im ers­ten Quar­tal 2015 fiel die Ge­samt­nach­fra­ge im Ver­gleich zum Vor­jah­res­quar­tal 1% auf rund 1079 Ton­nen. Die bei­den gröss­ten Nach­fra­ge­seg­men­te ent­wi­ckel­ten sich un­ter­schied­lich. Zum Vor­jahr leicht rück­läu­fig war die Schmuck­nach­fra­ge, al­ler­dings mit ei­nem un­ein­heit­li­chen Bild in den Kern­märk­ten Chi­na und In­di­en. Wäh­rend die Nach­fra­ge in Chi­na sank, stie­gen die in­di­schen Käu­fe nach ei­nem schwa­chen Vor­jahr wie­der. Die In­ves­to­ren wie­der­um ha­ben zu Jah­res­be­ginn Po­si­tio­nen auf­ge­baut. Erst­mals seit En­de 2012 ver­zeich­ne­ten die Gold-ETF ei­nen Quar­tals­zu­fluss (+26 Ton­nen).

Seit Mo­nats­be­ginn ver­zeich­nen die Gold­fonds aber wie­der Ab­flüs­se. Trotz knap­per wer­den- der Zeit in der grie­chi­schen Schul­den­kri­se schei­nen sich die An­le­ger nicht aus der Ru­he brin­gen zu las­sen. Da­ge­gen hat zum Wo­chen­ab­schluss die Spe­ku­la­ti­on über ei­ne na­hen­de Zins­er­hö­hung in den USA neue Nah­rung er­hal­ten. Die Kern­in­fla­ti­on zog im April stär­ker als er­war­tet auf 1,8% an. Zu­dem schür­te Fed-Prä­si­den­tin Ja­net Yel­len in ei­ner Re­de die Er­war­tun­gen ei­ner Zins­wen­de 2015, was ei­nen Be­las­tungs­fak­tor für den Gold­preis dar­stel­len wür­de.

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