Fi­nanz­bran­che do­mi­niert

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

Die Bank of New Ze­a­land, Tra­di­ti­on, die St. Gal­ler KB und Te­me­nos emit­tie­ren.

Nach über ein­jäh­ri­ger Pau­se be­glei­te­te UBS am Mitt­woch BNZ In­ter­na­tio­nal Fun­ding 2015/2022 über 175 Mio. Fr. an den Markt. Die Lon­do­ner Fi­nanz­toch­ter der Bank of New Ze­a­land zahl­te ei­nen Ren­di­te­auf­schlag (Spre­ad) von 25 Ba­sis­punk­ten (Bp) über Swap.

Glei­chen­tags brach­ten Cre­dit Suis­se (CS) und Zürcher Kan­to­nal­bank (ZKB) 2% Com­pa­gnie Fi­nan­ciè­re Tra­di­ti­on 2015/2020 über 115 Mio. Fr. Beim Preis ha­be man sich am Cou­pon (2% Ren­di­te zu pa­ri) ori­en­tiert, we­ni­ger am Swap. Dem Spre­ad von 228 Bp kom­me nur theo­re­ti­sche Be­deu­tung zu, ver­lau­te­te aus dem Kon­sor­ti­um. Die Lau­san­ner Tra­di­ti­on ist nach ei­ge­nen An­ga­ben ei­ner der drei gröss­ten in­ter­na­tio­na­len Bro­ker im aus­ser­börs­li­chen Han­del (OTC). Zu­letzt hat­te Tra­di­ti­on im Sep­tem­ber 2013 ei­ne Fran­ken­an­lei­he emit­tiert: 120 Mio. Fr. mit drei Jah­ren Lauf­zeit zu 31⁄ 2% Cou­pon, die um die 103% no­tiert.

CS und BZ Bank (oh­ne Buch) be­glei­te­ten am Don­ners­tag 2% Te­me­nos 2015/2022 über 175 Mio. Fr. Der Spre­ad für den An­bie­ter von Ban­ken­soft­ware aus Genf be­trug gut 201 Bp über Swap. Auch hier ha­be man pri­mär «über die Ren­di­te» ge­preist, hiess es. Die gröss­te Trans­ak­ti­on der zwei­ten Wo­chen­hälf­te wur­de in Ei­gen­re­gie ab­ge­wi­ckelt: St. Gal­ler Kan­to­nal­bank 2015/2015 über 340 Mio. Der Spre­ad be­trug 20 Bp über Swap. Es ist die zwei­te Fran­ken­an­lei­he der SGKB in die­sem Jahr, nach 300 Mio. über sechs Jah­re En­de Ja­nu­ar.

Der Mai war nicht be­rau­schend. Ge­mäss CS wur­den Fran­ken­an­lei­hen über 4,95 Mrd. Fr. emit­tiert, da­von 1,95 Mrd. Fr. von Aus­län­dern. Im April wa­ren es 6,7 Mrd. bzw. 2,48 Mrd. Fr. Stan­dard & Poor’s (S&P) hat den Aus­blick für die Fran­ken­schuld­ner Ne­der­land­se Wa­ter­sch­aps­bank und Bank Ne­der­land­se Ge­me­en­ten (je­weils AA+) von sta­bil auf po­si­tiv an­ge­ho­ben. S&P passt da­mit die Ein­stu­fung der bei­den staats­na­hen In­sti­tu­te an, nach­dem sie den Aus­blick der Nie­der­lan­de (AA+) auf po­si­tiv ver­bes­sert hat­te.

Das rea­le Brut­to­in­land­pro­dukt (BIP) der Schweiz ist im ers­ten Quar­tal zum Vor­quar­tal 0,2% ge­sun­ken und zum Vor­jahr um 1,1% ge­stie­gen, teilt das Staats­se­kre­ta­ri­at für Wirt­schaft mit. Ne­ga­ti­ve Im­pul­se in den ers­ten drei Mo­na­ten 2015 ka­men vor al­lem vom Aus­sen­han­del. Die po­si­ti­ve Ent­wick­lung der An­la­ge­inves­ti­tio­nen und des pri­va­ten Kon­sums ver­hin­der­te ei­nen stär­ke­ren Rück­gang.

Der Aus­sen­han­del der Schweiz war im April rück­läu­fig. Es wur­den no­mi­nal 5,1% we­ni­ger Wa­ren au­sund 8,1% we­ni­ger ein­ge­führt als im März, teilt die Eid­ge­nös­si­sche Zoll­ver­wal­tung mit. We­gen des star­ken Fran­kens san­ken die Prei­se der Im­port-, aber auch der Ex­port­gü­ter merk­lich. Drei Vier­tel der Ex­por­tbran­chen re­gis­trier­ten we­ni­ger Um­satz. Der Han­dels­bi­lanz­über­schuss stieg auf 2,86 Mrd. Fr., nach 2,5 Mrd. im März.

Dass die Fran­ken­auf­wer­tung den Gü­ter­aus­sen­han­del kräf­tig aus­bremst, war zu er­war­ten, schreibt Bak Ba­sel. Der Preis­rück­gang be­deu­te «schmerz­haf­te Mar­gen­ver­lus­te». Die Fran­ken­stär­ke und die Ge­fahr ei­ner glo­ba­len Ab­schwä­chung stell­ten die Schwei­zer Wirt­schaft vor grosse Her­aus­for­de­run­gen.

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