Ar­bo­nia-Fors­ter sieht sich auf gu­tem Weg

Finanz und Wirtschaft - - INDUSTRIE - BA

AFG Ar­bo­nia-Fors­ter-Hol­ding sieht sich nach dem von ho­hen Son­der­be­las­tun­gen ge­präg­ten Jahr 2015 mit ih­rer Sa­nie­rung im Plan. Die ers­ten bei­den Mo­na­te des lau­fen­den Jah­res sei­en bes­ser ge­lau­fen als im Vor­jahr, sag­te VR-Prä­si­dent und CEO Alex­an­der von Witz­le­ben an der Bi­lanz­me­di­en­kon­fe­renz vom Di­ens­tag.

Al­ler­dings bleibt das Um­feld des An­bie­ters von Fens­tern, Tü­ren, Hei­zung/ Kli­ma/Lüf­tung so­wie Sa­ni­tär an­spruchs­voll. Im Schwei­zer Woh­nungs- und Ge­wer­be­bau sei mit ei­ner leich­ten Ab­schwä­chung zu rech­nen. Im­mer­hin be­steht im öf­fent­li­chen Bau Nach­hol­be­darf, der die Bau­bran­che in den nächs­ten Jah­ren stüt­zen wer­de, ist von Witz­le­ben über­zeugt.

Die Ent­wick­lung der ein­zel­nen eu­ro­päi­schen Märk­te dürf­te sich stark un­ter­schei­den. Für Ost­eu­ro­pa sei mit ei­ner po­si­ti­ven Ten­denz zu rech­nen, wo­ge­gen Russ­land und sei­ne Nach­bar­län­der so­wie Frank­reich schwie­rig blei­ben.

Für Deutsch­land rech­net von Witz­le­ben über die nächs­ten Jah­re an­ge­sichts der Wohn­raum­knapp­heit in Bal­lungs­ge­bie­ten und der Flücht­lings­kri­se mit ei­nem mo­de­ra­ten Markt­wachs­tum. Die Aus­sich­ten für den sich er­ho­len­den ita­lie­ni­schen Markt sei­en gut.

Für 2016 wird ein Um­satz von rund 970 Mio. Fr. an­vi­siert. Das ent­spricht ei­nem An­stieg von gut 3% zum Vor­jahr und soll durch Ak­qui­si­tio­nen zu­stan­de kom­men. Im­mer­hin zei­gen die Mass­nah­men der Re­struk­tu­rie­rung und Re­po­si­tio­nie­rung ers­te po­si­ti­ve Ef­fek­te, be­rich­tet von Witz­le­ben. Da­her wer­de das Be­triebs­er­geb­nis vor Ab­schrei­bun­gen und Amor­ti­sa­tio­nen (Ebit­da) 2016 leicht zu­neh­men.

Die Ver­la­ge­rung von Fer­ti­gungs­ka­pa­zi­tä­ten von der Schweiz ins Aus­land ver­lau­fe plan­ge­mäss, sagt von Witz­le­ben. Die Zie­le für 2018, die im ver­gan­ge­nen Jahr im Zu­ge der Ka­pi­tal­er­hö­hung fi­xiert wur­den, hat er be­stä­tigt: Mit mehr als 1 Mrd. Fr. Um­satz soll ein Ebit­da von mehr als 100 Mio. Fr. er­wirt­schaf­tet wer­den. Zu­dem soll ein frei­er Cash­flow an­fal­len, der die Di­vi­den­den­fä­hig­keit wie­der­her­stellt. Die Net­to­schul­den sol­len ge­mes­sen am Ebit­da ein Ver­hält­nis von we­ni­ger als 1,5 er­rei­chen und die Ei­gen­ka­pi­tal­quo­te mehr als 40% be­tra­gen.

Der Ak­ti­en­kurs von AFG nimmt be­reits vie­le der ver­spro­che­nen Ver­bes­se­run­gen mit Blick auf 2018 vor­weg. Das Ab­wärts­ri­si­ko der Ti­tel ist zwar be­grenzt, für hö­he­re No­tie­run­gen müs­sen aber die Re­struk­tu­rie­run­gen tat­säch­lich grei­fen und nicht zu­letzt müs­sen sich die an­ge­kün­dig­ten Ak­qui­si­tio­nen schnell aus­zah­len.

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