Ba­si­lea bleibt in War­te­po­si­ti­on

Finanz und Wirtschaft - - KONSUM/PHARMA - GRI

Das An­ti­bio­ti­kum Zev­te­ra von Ba­si­lea kommt nur lang­sam auf Tou­ren. Zwar ist es ge­gen schwe­re im Spi­tal er­wor­be­ne Lun­gen­ent­zün­dun­gen in Eu­ro­pa seit An­fang 2015 zu­ge­las­sen. Doch der Um­satz lässt noch auf sich war­ten. Wie am Mon­tag be­kannt wur­de, wa­ren es 2015 nur 0,5 Mio. Fr., und auch 2016 rech­net das Ma­nage­ment nicht mit ei­nem si­gni­fi­kan­ten Er­lös­bei­trag. Den Um­satz für sämt­li­che zu­ge­las­se­nen Pro­duk­te pro­gnos­ti­ziert es mit 5 Mio. Fr.

«Da Eu­ro­pa kei­ne ein­heit­li­chen Rück­ver­gü­tungs­me­cha­nis­men kennt, muss in je­dem Land ein­zeln ver­han­delt wer­den», er­klärt CEO Ro­nald Scott im Ge­spräch mit FuW den ge­rin­gen Um­satz. Um Re­sis­ten­zen zu ver­mei­den, wür­den Kran­ken­häu­ser zu­dem erst tes­ten, wel­che Bak­te­ri­en­stäm­me bei ih­nen über­haupt vor­kom­men, be­vor sie ein An­ti­bio­ti­kum ver­schrei­ben. Bei­des kos­te Zeit. «Wir ha­ben je­doch be­reits Ver­trä­ge mit über hun­dert Spi­tä­lern ab­ge­schlos­sen», be­tont er.

Auch beim zwei­ten 2015 in Eu­ro­pa zu­ge­las­se­nen Me­di­ka­ment, Cre­sem­ba ge­gen schwe­re Pilz­in­fek­tio­nen, darf nicht mit ei­nem ra­schen Er­lös­zu­wachs ge­rech­net wer­den. «Zwar müs­sen Spi­tä­ler bei An­ti­my­ko­ti­ka kei­ne auf­wän­di­gen Tests wie bei An­ti­bio­ti­ka ma­chen. Aber auch bei Cre­sem­ba sind für je­des Land Rück­er­stat­tungs­an­trä­ge ein­zu­rei­chen», sagt Scott.

Ba­si­lea, die im ver­gan­ge­nen Jahr ei­nen Ver­lust von 62 Mio. Fr. er­wirt­schaf­tet hat, wird in die­sem Jahr in­di­rek­te Ein- künf­te von ei­ni­gen Mil­lio­nen mit Cre­sem­ba er­zie­len. Sie un­ter­hält mit Astel­las ei­nen Li­zenz­ver­trag für die USA. Da­durch ver­dient sie an Ver­käu­fen des ja­pa­ni­schen Phar­ma­kon­zerns mit. Astel­las er­ziel­te mit dem Prä­pa­rat von April bis De­zem­ber 2015 in Ame­ri­ka ei­nen Um­satz von rund 14 Mio. $. Ba­si­lea par­ti­zi­pier­te am Er­lös mit 2,2 Mio. Fr.

Auch mit Zev­te­ra möch­te Ba­si­lea nun in den USA Tritt fas­sen. Da­zu be­darf es al­ler­dings wei­te­rer kli­ni­scher Stu­di­en. Zu­dem sucht die Ge­sell­schaft dort eben­falls nach ei­nem Part­ner. «Wir sind der­zeit in Ge­sprä­chen mit po­ten­zi­el­len Ko­ope­ra­ti­ons­part­nern», er­klär­te Scott.

Noch kei­ne Ent­schei­dung ge­trof­fen hat Ba­si­lea der­weil, ob sie die Ver­kaufs­rech­te in den USA an ei­nem 2012 an Gla­xoS­mit­hK­li­ne (GSK) aus­li­zen­zier­ten Ek­zem-Prä­pa­rat zu­rück­kau­fen will. Die Grün­de, war­um GSK kein In­ter­es­se am Wirk­stoff hat, sind nicht be­kannt.

Die Ak­ti­en von Ba­si­lea ha­ben seit ih­rem Höchst En­de Mai 2015 die Hälf­te an Wert ein­ge­büsst. Ak­tu­ell be­trägt der Kurs rund 70 Fr. Im Preis ent­hal­ten sind Net­to­bar­mit­tel von 11 Fr. je Ti­tel. Dass das Un­ter­neh­men be­reits mit vie­len Spi­tä­lern Ver­trä­ge ab­ge­schlos­sen hat, stimmt trotz noch feh­len­dem Um­satz zu­ver­sicht­lich. Zu­dem ber­gen wei­te­re Ent­wick­lungs­pro­jek­te im Be­reich On­ko­lo­gie bei Er­fol­gen in kli­ni­schen Tests Po­ten­zi­al für über­durch­schnitt­li­che Kurs­ge­win­ne. Für An­le­ger mit Ri­si­ko­ver­mö­gen bie­tet der ak­tu­el­le Ak­ti­en­kurs al­so Ein­stiegs­chan­cen. Al­le Fi­nanz­da­ten zu Ba­si­lea im On­li­ne-Ak­ti­en­füh­rer: www.fuw.ch/BSLN

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