Gold eig­net sich als Ab­si­che­rung

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - GIO­VAN­NI STAU­NO­VO,

Der Gold­preis ist im lau­fen­den Jahr gut 17% auf ak­tu­ell 1240 $ pro Un­ze ge­stie­gen. Kon­junk­tur­be­den­ken, Be­fürch­tun­gen über die Ein­füh­rung von Ne­ga­tiv­zin­sen durch wei­te­re Zen­tral­ban­ken und re­strik­ti­ve­re Kre­dit­märk­te lös­ten ei­nen Run auf si­che­re Hä­fen wie US-Staats­an­lei­hen und Gold aus. Bei Gold zeigt sich dies durch Zuflüs­se in bör­sen­ge­han­del­te Fonds (ETF) von ak­tu­ell rund 240 Ton­nen im lau­fen­den Jahr, nach Ab­flüs­sen in den drei vor­an­ge­hen­den Jah­ren (2015: 133 Ton­nen, 2014: 185 Ton­nen, 2013: 916 Ton­nen). Das UBS Chief In­vest­ment Of­fice geht da­von aus, dass die Preis­ral­ly auch von spe­ku­la­ti­ven An­le­gern be­feu­ert wur­de. Sie ha­ben ih­re Shor­tFu­tures-Po­si­tio­nen um rund 150 Ton­nen re­du­ziert und ih­re Lon­gFu­tures-Po­si­tio­nen um rund 240 Ton­nen er­höht.

Gold eig­net sich wei­ter­hin als Ab­si­che­rung ge­gen uner­war­te­te Tur­bu­len­zen. Den­noch schei­nen vie­le Mark­teil­neh­mer zu ne­ga­tiv ein­ge­stellt, in­dem sie die nächs­te US-Zins­er­hö­hung erst für Ok­to­ber 2017 er­war­ten. UBS rech­net viel­mehr mit ei­ner Zins­er­hö­hung des Fe­deral Re­ser­ve im lau­fen­den Jahr und geht nicht da­von aus, dass die USA in ei­ne Re­zes­si­on steu­ern.

UBS CIO er­war­tet, dass Gold in ei­nem Jahr bei 1200 $ pro Un­ze no­tiert. Ein Rück­gang un­ter 1100 $ je Un­ze in die­sem Jahr ist nicht zu er­war­ten, da das gel­be Edel­me­tall von der an­hal­ten­den phy­si­schen Nach­fra­ge aus Asi­en und Käu­fen der Zen­tral­ban­ken pro­fi­tie­ren dürf­te. Preis­stüt­zend wirkt auch, dass die von Gold­mi­nen ge­för­der­te Men­ge zu­rück­geht.

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