Zwei Dop­peltran­chen

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

Pfand­brief­bank stockt zwei­mal auf, Santan­der Con­su­mer Fi­nan­ce plat­ziert 210 Mio. Fr.

Den Pri­mär­markt er­öff­ne­ten am Di­ens­tag Com­merz­bank und UBS mit der Dop­peltran­che 0,6% Santan­der Con­su­mer Fi­nan­ce 2015/2021 über 100 Mio. Fr. so­wie dem Kurz­läu­fer Santan­der Con­su­mer Fi­nan­ce 2015/2018 über 110 Mio. Fr. Die am 23. Fe­bru­ar 2018 fäl­li­ge An­lei­he wird zum Drei­mo­nats­Fran­ken­li­bor plus ei­nem Auf­schlag von 105 Ba­sis­punk­ten (Bp) ver­zinst. Die 2021 rück­zahl­ba­re Tran­che wur­de zu ei­nem Ren­di­te­auf­schlag (Spre­ad) von 125 Bp über Swap-Mit­te ge­preist.

Es folg­ten zwei Auf­sto­ckun­gen der Pfand­brief­bank schwei­ze­ri­scher Hy­po­the­ka­rin­sti­tu­te, be­treut von CS, Raiff­ei­sen und UBS:

Pfand­brief­an­lei­he Se­rie 605 2015/2028 um 187 Mio. Fr. auf 466 Mio. so­wie Pfand­brief­an­lei­he Se­rie 604 2015/2030 um 277 Mio. Fr. auf 793 Mio. Die Spreads be­schränk­ten sich auf je­weils 13 Bp über Swap-Mit­te.

An drei­mo­na­ti­gen Geld­markt­buch­for­de­run­gen (GMBF) der Eid­ge­nos­sen­schaft wur­den am Di­ens­tag 890 Mio. Fr. zu­ge­teilt. Es gab Ge­bo­te über 3,287 Mrd. Fr. Die Ren­di­te fiel auf –0,951% nach –0,892% in der Vor­wo­che.

Nach Moo­dy’s un­ter­zieht auch Standard & Poor’s (S&P) eu­ro­päi­sche Ver­sor­ger ei­ner Über­prü­fung, da die Er­trags­kraft auf­grund fal­len­der Ener­gie­prei­se ge­fähr­det sei. Vor­läu­fig be­lässt S&P die meis­ten Schuld­ner auf der Über­wa­chungs­lis­te mit ne­ga­ti­ven Im­pli­ka­tio­nen, dar­un­ter die Fran­ken­schuld­ner Electri­cité de Fran­ce (A+), ENBW Ener­gie Ba­den-Würt­tem­berg (A–), En­gie (A) so­wie RWE (BBB). Bei der staat­li­chen nor­we­gi­schen Stat­kraft (A–) hat S&P den Aus­blick von stabil auf ne­ga­tiv ge­senkt.

Die öf­fent­li­chen Haus­hal­te der Schweiz schrei­ben 2014 zum zwei­ten Mal in Fol­ge ro­te Zah­len. Wie die Eid­ge­nös­si­sche Fi­nanz­ver­wal­tung (EFV) wei­ter mit­teilt, er­ziel­ten in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ein­zig die So­zi­al­ver­si­che­run­gen ho­he Über­schüs­se. Für 2015 sei vor­aus­sicht­lich mit ei­ner ge­wis­sen Ent­span­nung zu rech­nen, vor al­lem we­gen des über­ra­schend gu­ten Er­geb­nis­ses beim Bund. Im lau­fen­den Jahr dürf­te die Kon­junk­tur­schwä­che we­gen der Fran­ken­auf­wer­tung in ers­ter Li­nie die So­zi­al­ver­si­che­run­gen be­las­ten, schreibt die EFV. Bei den Kan­to­nen könn­te sich die Si­tua­ti­on et­was auf­hel­len. Es kön­ne aber bei den öf­fent­li­chen Fi­nan­zen in den nächs­ten Jah­ren nicht mit ei­ner Ent­schul­dung ge­rech­net wer­den.

Die Ne­ga­tiv­zin­sen 2015 hät­ten den Im­mo­bi­li­en­an­le­gern in der Schweiz ho­he Wer­tän­de­rungs­ge­win­ne be­schert. Dar­auf weist die Cre­dit Suis­se (CS) in ih­rer jüngs­ten Markt­stu­die hin. Auf den Nut­zer­märk­ten sei­en da­ge­gen wach­sen­de Ver­mark­tungs­schwie­rig­kei­ten zu be­ob­ach­ten. Das An­ge­bot an Miet­woh­nun­gen und Ge­wer­be­flä­chen dürf­te der Nach­fra­ge 2016 «da­von­ei­len, wo­zu die tie­fen Zin­sen kräf­tig bei­tra­gen», schreibt CS. An­ge­sichts re­la­tiv ho­her Ren­di­ten flies­se viel Ka­pi­tal in die Im­mo­bi­li­en­ent­wick­lung. Die sich er­ge­ben­den «Be­stan­des­aus­wei­tun­gen schei­nen die Flä­chen­nach­fra­ge zu über­for­dern». Ei­ne schwä­che­re Nach­fra­ge dürf­te auch auf den Ge­schäfts­flä­chen­märk­ten re­sul­tie­ren. Ein­zig auf dem Wohn­ei­gen­tums­markt blei­ben ge­mäss CS An­ge­bot und Nach­fra­ge weit­ge­hend im Gleich­ge­wicht.

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