Ak­ti­en der Schwe­den un­ter Druck

Finanz und Wirtschaft - - TECHNOLOGIE - TR

Mit dem Kauf von Ak­ti­en der eu­ro­päi­schen Netz­aus­rüs­ter Erics­son und No­kia hat­ten Ak­tio­nä­re zu­letzt we­nig Freu­de. In den ver­gan­ge­nen zwölf Mo­na­ten ha­ben Erics­sonPa­pie­re ein Vier­tel an Wert ab­ge­ge­ben, No­kia ein Fünf­tel. Zwar se­hen Ana­lys­ten den Zu­sam­men­schluss von No­kia und Al­ca­tel-Lu­cent recht po­si­tiv. Doch die Kon­kur­renz aus Chi­na, vor al­lem von Hua­wei und ZTE, setzt den eu­ro­päi­schen An­bie­tern zu. Die Asia­ten ge­win­nen Auf­trä­ge zu güns­ti­gen Prei­sen – und lie­fern nicht un­be­dingt schlech­te­re Qua­li­tät.

Ein Blick auf die Pro­gno­sen für Erics­son ver­deut­licht das Pro­blem: Die Ana­lys­ten von Bar­clays rech­nen mit ei­nem Um­satz­wachs­tum von gera­de ein­mal 1,3% in die­sem Jahr. Ent­spre­chend wird es wich­ti­ger, wie sich der Um­satz zu­sam­men­setzt, dass mar­gen­star­ke Be­rei­che do­mi­nie­ren und auch bei Kos­ten ge­haus­hal­tet wird. Bar­clays rech­net mit ei­nem Ge­winn­zu­wachs von knapp 8% für Erics­son im lau­fen­den Jahr.

Das kommt teils zu­stan­de über ein Spar­pro­gramm: Im ver­gan­ge­nen Jahr hat das Erics­son-Ma­nage­ment an­ge­kün­digt, die Kos­ten bis 2017 um gut 1,5 Mrd. Fr. zu sen­ken. Zu­dem ar­bei­tet die Füh­rung dar­an, mehr Lö­sun­gen über Soft­ware statt Hard­ware an­zu­bie­ten. Die ope­ra­ti­ve Ge­winn­mar­ge auf Stu­fe Ebit dürf­te im lau­fen­den Ge­schäfts­jahr 11% leicht über­stei­gen. 2015 lag die Span­ne et­was dar­un­ter.

Das Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis 2017 er­reicht 11. Zum Ver­gleich: No­kia kommt auf 14, Cis­co auf 11. Der US-An­bie­ter zielt mehr auf den Un­ter­neh­mens­markt (vgl. Gra­fik), ko­ope­riert aber nun mit Erics­son.

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