Bobst geht ge­stärkt aus Fran­ken­hausse her­vor

Finanz und Wirtschaft - - INDUSTRIE - AM

Ein boo­men­der In­ter­net­han­del so­wie ve­rän­der­te Ein­kaufs­ge­wohn­hei­ten in Schwel­len­län­dern be­le­ben die Nach­fra­ge nach Ver­pa­ckungs­ma­te­ri­al. Da­von pro­fi­tiert auch Bobst, der welt­gröss­te Her­stel­ler von Ver­pa­ckungs­ma­schi­nen. Den­noch hat das Un­ter­neh­men schwie­ri­ge Zei­ten er­lebt. 2010 wur­de nach ei­nem Füh­rungs­wech­sel ei­ne tief­grei­fen­de Re­struk­tu­rie­rung an­ge­stos­sen, die wäh­rend der Eu­rok­ri­se 2011 noch ver­stärkt wur­de.

An­ge­peilt wur­den schlan­ke­re Pro­duk­ti­ons­ab­läu­fe, ver­ein­heit­lich­te Ma­schi­nen­grund­kon­struk­tio­nen und ei­ne Aus­wei­tung des Ziel­mark­tes auf Ma­schi­nen des mitt­le­ren und tie­fe­ren An­spruchs­grads. Da­mit ge­lang dem Waadt­län­der Un­ter­neh­men 2014 der Tur­naround. Und die jetzt pu­bli­zier­ten Er­geb­nis­se für 2015 be­stä­ti­gen ihn, trotz des auf­ge­wer­te­ten Fran­kens. Bobst ist wie­der auf Kurs.

Letz­tes Jahr ist der Um­satz 2,4% auf 1,33 Mrd. Fr. ge­wach­sen, wäh­rungs- und ak­qui­si­ti­ons­be­rei­nigt wur­de ein Plus von 6,8% er­zielt. Der Be­triebs­ge­winn ging mo­de­rat von 81,7 auf 75,4 Mio. Fr. zu­rück, haupt­säch­lich we­gen des Fran­kens. Bobst hat die Prei­se für die Ma­schi­nen im Aus­land nicht er­höht, um die Markt­an­tei­le zu hal­ten. So­mit muss­te ei­ne Mar­gen­ver­en­gung auf den hier­zu­lan­de her­ge­stell­ten Pro­duk­ten ver­kraf­tet wer­den. Der Ge­winn nahm 11,7% auf 59,2 Mio. Fr. zu, was un­ter an­de­rem ei­ner Steu­er­gut­schrift zu ver­dan­ken war.

Für 2016 pro­gnos­ti­ziert Bobst sta­gnie­ren­de Wer­te für Um­satz und Be­triebs­er­geb­nis, doch scheint dies an­ge­sichts der Lan­cie­rung von neun Pro­dukt­neu­hei­ten und zwei wich­ti­gen Bran­chen­mes­sen kon­ser­va­tiv.

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