Zwei Hy­bri­de von Swiss Li­fe

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

Der Ver­si­che­rer be­sorgt sich 600 Mio. Fr. neu­es Hy­bridka­pi­tal, auch Im­ple­nia plat­ziert.

Un­ter Fe­der­füh­rung von UBS, Cre­dit Suis­se (CS) und Deut­scher Bank wur­den am Mitt­woch zwei hy­bri­de An­lei­hen (mit Ei­gen­ka­pi­tal­cha­rak­ter) plat­ziert: den «Per­pe­tu­al» 33⁄4% Swiss Li­fe über 450 Mio. Fr. so­wie 43⁄ 8% Swiss Li­fe 2016/2046 über 150 Mio. Fr. Die Zins­zah­lun­gen auf die­se nach­ran­gi­gen Bonds kön­nen un­ter be­stimm­ten vor­her fest­ge­leg­ten Vor­aus­set­zun­gen aus­ge­setzt wer­den. Die An­lei­hen sind je­weils am 24. Sep­tem­ber 2021 bzw. 2026 erst­mals vor­zei­tig künd­bar. Bis zu die­sen Ter­mi­nen wer­den sie zu 3¾ bzw. 43⁄ 8% fest ver­zinst, da­nach zum fünf­jäh­ri­gen Swap­satz plus Auf­schlä­gen (Spreads) von 439,2 Ba­sis­punk­ten (Bp) bzw. 453,8 Bp. UBS und Zürcher Kan­to­nal­bank (ZKB) brach­ten 1% Im­ple­nia 2016/2026 über 115 Mio. Fr. an den Markt. Der Spre­ad lag 112 Bp über Swap.

Im Fe­bru­ar wur­den neue An­lei­hen über 4,064 Mrd. Fr. plat­ziert, deut­lich we­ni­ger als im Ja­nu­ar (5,35 Mrd. Fr.) oder gar im Fe­bru­ar 2015 mit 7,18 Mrd. Fr. Schwach lief das Neu­ge­schäft im Fe­bru­ar im In­land­seg­ment mit 1,729 Mrd. Fr. nach 3,294 Mrd. im Ja­nu­ar und 4,581 Mrd. vor Jah­res­frist. Das Aus­land­seg­ment kam auf 2,335 Mrd. Fr. nach 2,06 Mrd. im Ja­nu­ar und 2,6 Mrd. im Fe­bru­ar 2015. In den ers­ten bei­den Mo­na­ten blie­ben die neu­en Fran­ken­an­lei­hen mit 9,67 Mrd. Fr. deut­lich un­ter Vor­jahr (13,25 Mrd.). In­län­der plat­zier­ten nur gut 5 Mrd. Fr. ( Vor­jahr 9,39 Mrd.), Aus­län­der er­höh­ten ihr Vo­lu­men auf 4,65 Mrd. Fr. nach 3,86 Mrd. vor Jah­res­frist.

Trotz der Tur­bu­len­zen in Latein­ame­ri­ka gibt es «zahl­rei­che An­lei­he-Op­por­tu­ni­tä­ten in der Re­gi­on», sagt Rob Dri­j­ko­n­in­gen, Stra­te­ge für Schwel­len­län­der-An­lei­hen bei Neu­ber­ger Ber­man. Man sei «op­ti­mis­tisch ge­gen­über ar­gen­ti­ni­schen Staats­an­lei­hen, die sich nach der Ei­ni­gung mit den Ei­g­nern der nicht­be­dien­ten Ver­bind­lich­kei­ten wie­der re­ha­bi­li­tie­ren». Es sei jetzt «sehr wahr­schein­lich», dass ein D-Kre­dit­ra­ting ab­ge­wen­det und der Aus­fall von 2001 so­wie der nach­ge­la­ger­te Aus­fall von 2014 rück­gän­gig ge­macht wer­den könn­ten. Falls das Par­la­ment mit­spie­le, kön­ne Ar­gen­ti­ni­en wie­der an den in­ter­na­tio­na­len Ka­pi­tal­markt zu­rück­keh­ren.

Das rea­le Brut­to­in­land­pro­dukt (BIP) der Schweiz wuchs im vier­ten Quar­tal 2015 um 0,4%, teilt das Staats­e­kre­ta­ri­at für Wirt­schaft (Se­co) mit. Stüt­zen des Wachs­tums wa­ren die Kon­sum­aus­ga­ben der pri­va­ten Haus­hal­te und des öf­fent­li­chen Sek­tors. Die Aus­rüs­tungs­in­ves­ti­tio­nen gin­gen zu­rück. Ne­ga­tiv sei der Wachs­tums­bei­trag des Aus­sen­han­dels ge­we­sen.

Die Öko­no­men von Bak Ba­sel hal­ten die schwa­che Ent­wick­lung der Aus­rüs­tungs­in­ves­ti­tio­nen für «be­denk­lich». UBS er­war­tet 2016 ein Schwei­zer BIP-Wachs­tum von 1%. Die Ex­por­teu­re stell­ten sich auf den star­ken Fran­ken ein, aber das glo­ba­le Um­feld ver­hin­de­re ei­ne kräf­ti­ge­re Er­ho­lung. Die Jah­res­in­fla­ti­on der Schweiz dürf­te auf­grund der Wech­sel­kurs- und Öl­preis­schocks auch 2016 ne­ga­tiv blei­ben, er­war­tet die UBS. Der de­fla­tio­nä­re Ef­fekt dürf­te erst Mit­te 2017 nach­las­sen. Die Bank er­war­tet für 2016 ei­ne Jah­res­teue­rung von –1% (zu­vor –0,4) und für 2017 von 0% (+0,3).

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.