Fes­te­rer Öl­preis gibt Wall­s­treet Ener­gie

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - CG/SAM

Her­ba­li­fe muss über die Bü­cher ge­hen. Der Ex-Chef von Chesa­pea­ke stirbt in mys­te­riö­sem Un­fall.

Et­was ma­ka­ber sind die kräf­ti­gen Kurs­a­van­cen in Chesa­pea­ke Ener­gy (4.27 $, +66,8%). Der frü­he­re Kon­zern­chef und Mit­be­grün­der Au­brey McC­len­don ist am Mitt­woch in ei­nem Au­to­un­fall ge­stor­ben. McC­len­don war ein Pio­nier in der Gas­för­de­rung aus Schie­fer­ge­stein und hat­te gros­se Ri­si­ken in Kauf ge­nom­men. Ent­spre­chend räch­te sich das, als die Prei­se spä­ter ein­bra­chen: Der Mit­be­sit­zer des Bas­ket­ball-Clubs Okla­ho­ma Ci­ty Thun­der ge­riet in fi­nan­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten und wur­de 2013 schliess­lich vom Ak­tio­närs­ak­ti­vis­ten Carl Icahn aus der Ge­schäfts­lei­tung von Chesa­pea­ke ge­drängt.

Nur ei­nen Tag vor sei­nem Tod hat­ten die Jus­tiz­be­hör­den McC­len­don zu­dem an­ge­klagt, Auk­tio­nen bei Land­käu­fen ma­ni­pu­liert zu ha­ben. Die Ver­mu­tung liegt da­her na­he, dass er sich mit dem Selbst­un­fall das Le­ben ge­nom­men hat. Wie Chesa­pea­ke mit­teilt, er­war­tet der Kon­zern nicht, we­gen der Ma­chen­schaf­ten des frü­he­ren Chefs ju­ris­tisch ver­folgt zu wer­den. Das mag ein Grund für den Kurs­sprung sein.

Am Frei­tag ten­dier­ten die Bör­sen in New York ge­gen Mit­tag aber­mals fes­ter. In­ves­to­ren rich­te­ten ih­ren Fo­kus auf die neus­ten Da­ten aus dem Ar­beits­markt. Die US-Wirt­schaft hat im Fe­bru­ar 242 000 Stel­len ge­schaf­fen. Das ist deut­lich mehr als er­war­tet. Öko­no­men hat­ten im Vor­feld mit rund 195 000 Jobs ge­rech­net. Die Ar­beits­lo­sen­quo­te ver­harr­te er­war­tungs­ge­mäss auf 4,9%.

Ei­ne bö­se Über­ra­schung er­leb­ten die Ak­tio­nä­re von Her­ba­li­fe (52.42 $, +14,6%). Der Ab­ma­ge­rungs- und Er­näh­rungs­be­ra­ter hat fal­sche An­ga­ben zum Ge­schäfts­gang ge­macht. Das Wachs­tum der Zahl ak­ti­ver Kun­den ist dem­nach viel ge­rin­ger als ur­sprüng­lich ge­mel­det. Das er­regt des­halb gros­ses Auf­se­hen, weil der Hedge-Fun­dMa­na­ger Bill Ack­man den Kon­zern be­reits seit drei Jah­ren be­zich­tigt, ein Py­ra­mi­den­sche­ma zu be­trei­ben. Nach­dem kürz­lich un- recht­mäs­si­ge Ver­bu­chungs­prak­ti­ken beim Phar­ma­kon­glo­me­rat Va­leant (64.89 $, –23,4%) auf­ge­flo­gen sind, könn­te da­mit be­reits der nächs­te Skan­dal fol­gen. Nach deut­li­chen Avan­cen in den Vor­ta­gen bra­chen die Ak­ti­en Her­ba­li­fe am Don­ners­tag mehr als 7% ein.

Zu den gröss­ten Ge­win­nern zähl­ten am Frei­tag die Va­lo­ren des IT-Di­enst­leis­ters HP En­ter­pri­se (13.60 $, +1,2%). Er weist für das ers­te Quar­tal ein Um­satz­plus von 1% auf 7,1 Mrd. $ aus.

Die ro­te La­ter­ne trug der Vi­ren­schutz­spe­zia­list Sy­man­tec (20.52 $, +5,6%). Die Ti­tel bra­chen am Frei­tag fast 20% ein. Der Rück­gang lässt sich mit dem Ab­gang ei­ner Son­der­di­vi­den­de von 4 $ pro Ak­tie er­klä­ren. Das Un­ter­neh­men setzt auf or­ga­ni­sches Wachs­tum und führt li­qui­de Mit­tel an die Ak­tio­nä­re zu­rück.

Der Bü­ro­ma­te­ri­al­ver­käu­fer Stap­les (9.87 $, +4%) könn­te auf den Kauf des Kon­kur­ren­ten Of­fice De­pot ver­zich­ten. Von In­ves­to­ren wür­de das we­nig gou­tiert. Ob­wohl Stap­les seit Jah­ren um Of­fice De­pot wirbt, hat der Kon­zern an­ge­kün­digt, sein Kauf­an­ge­bot zu­rück­zu­zie­hen, soll­te es der Fe­deral Tra­de Co­mis­si­on ge­lin­gen, den Kauf mit ei­ner ge­richt­li­chen Ver­fü­gung zu ver­hin­dern.

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