Si­ka

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN - ALEX­AND­RE STUCKI, PE­TER W. SCHNEI­DER,

FuW Nr.15 vom 24. Fe­bru­ar Aus, amen, fer­tig. Die­se Wör­ter ver­tre­ten ge­nau das Ver­hal­ten der Fa­mi­lie Bur­kard. Es geht hier nicht nur dar­um, die Sta­tu­ten zu le­sen und zu in­ter­pre­tie­ren. Der Si­kaStreit­fall scha­det dem Fi­nanz­platz Schweiz und der Schweiz all­ge­mein. Die Ver­ant­wor­tung liegt bei der Fa­mi­lie Bur­kard. So pro­mi­nen­te Leu­te ha­ben ei­ne Vor­bild­funk­ti­on zu er­fül­len. Sie soll­ten Ach­tung and To­le­ranz zei­gen. Sich so ego­is­tisch und rück­sichts­los zu be­neh­men, scha­det al­len Par­tei­en. Es han­delt sich hier nicht nur um Recht und Geld, son­dern um die schwei­ze­ri­schen Grund­wer­te. Si­ka, ei­ne der er­folg­reichs­ten Fir­men des Lan­des, so zu ver­kau­fen, stösst auf Un­ver­ständ­nis, zu Recht. Die Per­for­mance von Saint-Go­bain in den letz­ten Jah­ren ist nicht be­ein­dru­ckend, und die Aus­sa­gen von ih­rem Ma­nage­ment hel­fen nicht. Die Fa­mi­lie Bur­kard hat viel Ver­trau­en ver­spielt, aber könn­te es schnell zu­rück­ge­win­nen, wenn sie die rich­ti­ge Ent­schei­dung trifft. An­wen­der. Das ist Nö­ti­gung. So kann der Staat zu leicht im­mer mehr ein­for­dern, wenn die an­de­ren zah­len.

Atom­kraft muss trotz Ri­si­ken wei­ter auf dem Ra­dar sein. Ein Land, das so sehr auf Ener­gie an­ge­wie­sen ist, für For­schung, Fer­ti­gung, kann es sich nicht leis­ten, nur auf «Zu­fall­s­ener­gie» zu set­zen. Heuch­le­risch ist, wenn man trotz dem Aus­stieg aus der Atom­kraft Atom- oder Koh­le­strom im­por­tiert. Da braucht es end­lich mehr Ehr­lich­keit. Nicht nur beim Ter­ror hat der Staat ein will­kom­me­nes Ar­gu­ment, um de­mo­kra­ti­sche Er­run­gen­schaf­ten zu til­gen, son­dern auch der Kli­ma­wan­del stärkt die Macht­be­stre­bun­gen des Staats­ap­pa­rats. Die Schweiz ist we­gen Mehr­wert­stei­ge­rung an der Spit­ze, nicht we­gen Kon­troll­wahn.

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