Un­über­sicht­lich

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - JUS­TIN CRAIB- COX,

Die Si­gna­le der Märk­te sind der­zeit et­was un­über­sicht­lich. Wie soll man in ei­nem Markt mit ne­ga­ti­ven Staats­an­lei­hen-Ren­di­ten und po­ten­zi­ell nied­ri­ger In­fla­ti­on und Ver­mö­gens­ren­di­te in­ves­tie­ren? Recht­fer­ti­gen die Ren­di­ten aus Ak­ti­en, Hoch­zins­an­lei­hen oder al­ter­na­ti­ven An­la­gen das Ri­si­ko? Auch wenn Wan­del­an­lei­hen nicht die ein­zi­ge Ant­wort auf die­se Fra­gen sind, kön­nen sie In­ves­to­ren da­bei hel­fen, ei­ne schwie­ri­ge Wahl zwi­schen Ka­pi­tal­er­halt und rea­len Ren­di­ten zu ver­mei­den.

Wan­del­an­lei­hen ver­fü­gen über ei­ne Op­ti­on zur Wand­lung in die zu­grun­de lie­gen­de Ak­tie. Wenn de­ren Kurs wäh­rend der Lauf­zeit steigt, soll­ten In­ves­to­ren ei­nen An­stieg und ei­ne Kon­ver­genz von An­lei­he und Ak­tie er­ken­nen. Als Ge­gen­leis­tung für die Ak­ti­en­op­ti­on ak­zep­tie­ren Zeich­ner ei­nen nied­ri­ge­ren Cou­pon, sie er­hal­ten aber den­noch ei­nen Ka­pi­tal­schutz aus der An­lei­hen­kom­po­nen­te.

Zu­dem ist der Rück­gang der Op­ti­on ge­rin­ger als je­ner der un­ter­lie­gen­den Ak­tie. Ein Wand­ler-Port­fo­lio mit ei­ner mo­de­ra­ten Ak­ti­en­sen­si­ti­vi­tät kann so­mit von der Wert­stei­ge­rung der Ak­ti­en pro­fi­tie­ren und gleich­zei­tig dank des Bond-Floors auch noch ei­ne lau- fen­de Ren­di­te ge­ne­rie­ren. Wie las­sen sich Wan­del­an­lei­hen im Nied­rig­zins­um­feld ein­set­zen?

Die Al­lo­ka­ti­on in Wand­ler ent­bin­det von der Wahl des rich­ti­gen Zeit­punkts zwi­schen Ak­ti­en oder An­lei­hen. Ver­g­li­chen mit Kre­dit­märk­ten, die ei­nem Zins­ri­si­ko aus­ge­setzt sind, bie­tet die ein­ge­bet­te­te Ak­ti­en­op­ti­on rea­le Ren­di­ten. Zu­dem sind die meis­ten Wan­del­an­lei­hen-In­ves­to­ren ak­ti­ve Ma­na­ger mit ei­nem Long-on­lyFo­kus. Sie hal­ten nach Emit­ten­ten Aus­schau, de­ren Ak­ti­en Auf­wärts­po­ten­zi­al und gleich­zei­tig ein sta­bi­les Kre­dit­um­feld auf­wei­sen.

Ein Teil der Ren­di­te stammt aus un­kor­re­lier­ten Qu­el­len, wie der Be­wer­tung von Wand­lern ge­gen­über dem theo­re­ti­schen Wert, oder aus der Di­ver­si­fi­ka­ti­on zu ei­nem Kre­dit, falls die Wan­del­an­lei­he das ein­zi­ge Schuld­in­stru­ment des Emit­ten­ten ist. Ge­gen­über An­la­ge­klas­sen, die stär­ker mit pas­si­ven Lö­sun­gen ab­ge­deckt wer­den und bei de­nen die Zu- und Ab­flüs­se durch ETF und Hoch­fre­quenz­han­del die Li­qui­di­tät und Prei­se stark be­ein­flus­sen, kön­nen sich In­ves­to­ren von Wan­del­an­lei­hen ge­dul­dig zu­rück­leh­nen.

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