Sch­lat­ter tut sich schwer

Finanz und Wirtschaft - - INDUSTRIE - CB

Er­nüch­ternd sieht er aus, der Jah­res­be­richt von Sch­lat­ter (vgl. Ta­bel­le). Mehr hat­te die Lei­tung des auf Wi­der­stands­schweiss­sys­te­me und Spe­zi­al­web­ma­schi­nen aus­ge­rich­te­ten An­la­gen­bau­ers aber auch nicht ver­spro­chen. Es brau­che Ge­duld, bis die Mass­nah­men und die Pro­jek­te Früch­te tra­gen, hat­te das Ma­nage­ment vor Jah­res­frist ge­sagt.

Doch es gibt auch Er­mu­ti­gen­des. Aus­ser der so­li­den Bi­lanz – sie war im Mai durch ei­ne Ka­pi­tal­er­hö­hung ge­stärkt wor­den – zählt das wäh­rungs­be­rei­nig­te Um­satz­wachs­tum im Haupt­seg­ment Schweis­sen (+5%) eben­so da­zu wie der Aus­blick und die Aus­sa­ge, die Grup­pe sei mit ih­ren Pro­duk­ten und Di­enst­leis­tun­gen heu­te «ei­ni­ges bes­ser po­si­tio­niert als im Vor­jahr».

Im Aus­blick für 2016 pro­gnos­ti­ziert das Schlie­re­mer Un­ter­neh­men im­mer­hin ein aus­ge­gli­che­nes Er­geb­nis. Ei­ne grund­le­gen­de Ve­rän­de­rung des Markt­um­felds wird al­ler­dings nicht er­war­tet. Das raubt den Ak­ti­en Fan­ta­sie.

Im Be­richts­jahr hat­te Sch­lat­ter nicht nur Wäh­rungs­ver­wer­fun­gen zu ver­kraf­ten, son­dern auch Kos­ten für das Ak­ti­en­pro­gramm für Mit­ar­bei­ter und Re­struk­tu­rie­rungs­rück­stel­lun­gen für das Werk Deutsch­land. All das ha­be die Er­trags­la­ge ein­ma­lig mit 3,2 Mio. Fr. be­las­tet. Da­zu ka­men ein un­er­war­tet mas­si­ver Ein­bruch im Markt für Pa­pier­ma­schi­nen­be­span­nun­gen und ne­ga­ti­ve Aus­wir­kun­gen der nied­ri­gen Stahl­prei­se auf den Markt für Anal­gen zur Her­stel­lung von Ar­mie­rungs­git­tern.

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