In­ter­es­se der An­le­ger stützt den Gold­preis

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - ST. GAL­LER KAN­TO­NAL­BANK

Seit Herbst 2012 bis En­de des letz­ten Jah­res ist der Preis ei­ner Un­ze Gold von 1800 auf 1050 $ ge­sun­ken. Der Preis­rück­gang wur­de da­bei von kur­zen, aber nicht nach­hal­ti­gen Ge­gen­be­we­gun­gen nach oben durch­bro­chen. Seit Jah­res­be­ginn un­ter­nimmt Gold ei­nen neu­en Ver­such, aus­ge­löst durch die Kurs­ver­lus­te an den Fi­nanz­märk­ten und die Be­fürch­tun­gen um das Wohl der Welt­wirt­schaft. Ent­spre­chend er­war­ten Markt­ak­teu­re we­ni­ger Zins­er­hö­hun­gen in den USA. Dies hat dem Dol­lar ge­scha­det. Tie­fe­re US-Zin­sen und ein schwä­che­rer Dol­lar wa­ren wich­ti­ge po­si­ti­ve Trei­ber für den Gold­preis.

Gold hat ein­mal mehr ge­zeigt, dass es in schwie­ri­gen Bör­sen­pha­sen als sta­bi­les Ele­ment im Port­fo­lio ge­fragt ist. Wa­ren die Zuflüs­se in die mit Gold hin­ter­leg­ten An­la­ge­fonds in den letz­ten drei Jah­ren von kur­zer Dau­er, ver­zeich­nen die Gold­fonds jüngst deut­lich stär­ke­re Zuflüs­se von An­le­gern. Die Be­stän­de der von Bloom­berg er­fass­ten Gold­fonds ha­ben seit Jah­res­be­ginn um 270 Ton­nen zu­ge­legt. Da­mit ma­chen sie ih­re Vo­lu­men- ver­lus­te der letz­ten zwan­zig Mo­na­te wett. Auch spe­ku­la­ti­ve Fi­nanz­an­le­ger ha­ben ih­re op­ti­mis­ti­schen Gold­wet­ten an der US-Ter­min­bör­se in den ver­gan­ge­nen Wo­chen kräf­tig auf­ge­baut. Die Wet­ten er­rei­chen ein Zwölf­mo­nats­hoch. Dies birgt Kor­rek­tur­po­ten­zi­al. Nach dem jüngs­ten Preis­an­stieg (+17%) hat Gold nur be­schränk­tes Po­ten­zi­al für ei­nen neu­en Preis­schub. Das gilt ins­be­son­de­re, da die Er­war­tun­gen von Zins­er­hö­hun­gen in den USA zu­rück­keh­ren.

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