Pfand­brief­zen­tra­le nimmt auf

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

Ban­que In­ter­na­tio­na­le à Lu­xem­bourg und Stadt Bern sind eben­falls am Markt.

Mit der üb­li­chen Drei­fa­che­mis­si­on nahm die Pfand­brief­zen­tra­le (PfZ) schwei­ze­ri­scher Kan­to­nal­ban­ken am Di­ens­tag über 1,2 Mrd. Fr. auf. Un­ter der Fe­der­füh­rung der Schwei­ze­ri­schen Kan­to­nal­ban­ken wur­den 0% PfZ Se­rie 477, 2016/2021 über 336 Mio. Fr. und

PfZ Se­rie 478, 2016/2034 über 485 Mio. Fr. neu auf­ge­legt so­wie

PfZ Se­rie 475, 2016/2028 um 394 Mio. Fr. auf 532 Mio. auf­ge­stockt. Die Ren­di­te­auf­schlä­ge (Spreads) über Swap-Mit­te be­tru­gen 28,1 Ba­sis­punk­te (Bp) für die kur­ze, 13 Bp für die mitt­le­re und 14 Bp für die lan­ge Lauf­zeit.

Glei­chen­tags folg­te Cre­dit Suis­se (CS) mit der Dop­peltran­che 0,04% Stadt Bern 2016/2027 und

Stadt Bern 2016/2036 über je­weils 100 Mio. Fr. und Spreads von 4,5 bzw. 12 Bp über Swap. Zu­letzt be­glei­te­te CS noch 0,55% Ban­que In­ter­na­tio­na­le à Lu­xem­bourg 2016/2022 über 100 Mio. Fr. Die Bank, die seit 2006 den Fran­ken-Ka­pi­tal­markt wie­der in An­spruch nimmt, zahl­te ei­nen Spre­ad von 90 Bp über Swap.

An drei­mo­na­ti­gen Geld­markt­buch­for­de­run­gen (GMBF) wur­den am Di­ens­tag 485,5 Mio. Fr. zu­ge- teilt. Es gab Ge­bo­te über 3,003 Mrd. Fr. Die Ren­di­te stieg auf –0,837% nach zu­vor –0,987%.

Standard and Poor’s (S&P) hat die Bo­ni­tät von BNP Pa­ri­bas von A+ auf A zu­rück­ge­stuft. Der Aus­blick ist jetzt stabil, seit De­zem­ber stand die fran­zö­si­sche Gross­bank auf der Be­ob­ach­tungs­lis­te mit ne­ga­ti­ven Im­pli­ka­tio­nen.

Nach der Ach­ter­bahn­fahrt der Fi­nanz­märk­te ver­lo­ren die Schwei­zer Pen­si­ons­kas­sen im Fe­bru­ar 0,65%. An­ge­sichts der star­ken Ak­ti­en­markt­ver­lus­te von 7 bis 9% fal­le die Wert­ent­wick­lung der von UBS be­trach­te­ten Pen­si­ons­kas­sen (PK) mit –1,7% seit Jah­res­be­ginn «ver­gleichs­wei­se mild aus», schreibt Philipp Schött­ler in der jüngs­ten PK-Mo­nats­über­sicht der Gross­bank. Po­si­ti­ve Bei­trä­ge hät­ten hoch­klas­si­ge An­lei­hen und Im­mo­bi­li­en ge­lie­fert.

Die re­la­ti­ve Sta­bi­li­tät der Pen­si­ons­kas­sen-Port­fo­li­os sei dem «Vor­teil der Di­ver­si­fi­ka­ti­on» zu dan­ken. Seit Ja­nu­ar 2011 er­ziel­ten die un­ter­such­ten Pen­si­ons­kas­sen ei­ne durch­schnitt­li­che Ren­di­te von 3,6% jähr­lich.

Die Sche­re zwi­schen bes­ter und schwächs­ter Per­for­mance hat sich im Fe­bru­ar ge­öff­net. Wäh­rend die bes­te der un­ter­such­ten PK im Be­richts­mo­nat noch ei­nen leicht po­si­ti­ven Wert­zu­wachs (0,4%) aus­wies, kam die schwächs­te auf –2,8%, «ein sehr deut­li­cher Ab­stand, der das schwie­ri­ge Markt­um­feld spie­gelt», schreibt Schött­ler. Mehr als in frü­he­ren Jah­ren kom­me es auf ei­ne durch­dach­te Port­fo­li­o­kon­struk­ti­on und auf gu­te Ti­tel­aus­wahl an.

Von der Su­che der An­le­ger nach «si­che­ren Hä­fen» pro­fi­tier­ten ein­mal mehr Fran­ke­n­ob­li­ga­tio­nen. Hoch­zins­an­lei­hen lit­ten da­ge­gen un­ter der seit An­fang des Jah­res be­ste­hen­den Ri­si­ko­aver­si­on, «hal­ten sich aber im­mer noch bes­ser als Ak­ti­en», schreibt Schött­ler.

US-Hoch­zins­an­lei­hen dürf­ten in nächs­ter Zeit auf­grund der Sen­si­ti­vi­tät zum Öl­preis er­höh­ten Kurs­schwan­kun­gen aus­ge­setzt sein. UBS emp­fiehlt ei­ne Über­ge­wich­tung von US- und vor al­lem Euro-Hoch­zins­bonds ge­gen­über erst­klas­si­gen An­lei­hen.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.