Kei­ne Zins­er­hö­hung, Frau Yel­len!

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - HF

Der Zeit­punkt wä­re auf­grund der Sor­gen ums Wachs­tum ver­früht. Bio­tech-Ti­tel Va­leant schmie­ren ab.

junk­tur –, ge­hen An­le­ger auf Num­mer si­cher und war­ten ab, wie No­ten­bank­che­fin Ja­net Yel­len den Wirt­schafts­aus­blick be­ur­tei­len wird, und wel­che geld­po­li­ti­sche Rich­tung das Fed im wei­te­ren Jah­res­ver­lauf ein­zu­schla­gen ge­denkt. Auf­schluss dar­über soll die Pres­se­kon­fe­renz am Mitt­woch lie­fern.

Zur­zeit gilt der Ju­ni als wahr­schein­lichs­ter Zeit­punkt für ei­ne nächs­te Zins­ver­teue­rung, aber auch das hängt vom Wirt­schafts­ver­lauf ab. Die­ser hat sich selbst in den USA, der stärks­ten, wenn nicht ein­zi­gen glo­ba­len Wachs­tums­lo­ko­mo­ti­ve seit der Fi­nanz­kri­se, ab­ge­schwächt. Jüngs­te Da­ten be­stä­ti­gen es: Der De­tail­han­dels­um­satz fiel im Fe­bru­ar leicht um 0,1 % nach ei­nem nach un­ten re­vi­dier­ten Rück­gang um 0,4 % im Ja­nu­ar. Und der Ver­trau­ens­in­dex in der Wohn­bau­in­dus­trie sank im März auf den nied­rigs­ten Stand seit neun Mo­na­ten.

Nach­dem sich die Roh­stoff­prei­se et­was er­holt hat­ten, ten­dier­ten sie zu Wo­chen­be­ginn wie­der ab­wärts. Auch das ist ein Hin­weis, dass die Wol­ken am glo­ba­len Kon­junk­tur­ho­ri­zont hart­nä­ckig ver­har­ren und In­fla­ti­on – auch dar­auf ach­ten, ja hof­fen die No­ten­ban­ker – kein The­ma ist. Am Markt sorg­ten Über­nah­me­nach­rich­ten für Be­we­gung. Mar­riott In­ter­na­tio­nal sieht sich bei der ge­plan­ten, mit Ri­va­le Star­wood (u. a. She­ra­ton-Ho­tels, Wes­tin, Le Me­ri­di­en) be­reits ver­ein­bar­ten Über­nah­me zum welt­gröss­ten Ho­tel­kon­zern ei­nem Kon­kur­renz­an­ge­bot ge­gen­über. Ein Kon­sor­ti­um meh­re­rer Un­ter­neh­men of­fe­riert pro Star­wood-Ak­tie 76 $, wor­auf die­se 7,8 % auf 76 $ hoch­schnell­ten. Mar­riott ge­wan­nen seit Frei­tag 2,8 % auf 70.59 $. Tri­pAd­vi­sor stie­gen 4,9 % auf 66.83 $. Das On­li­ne-Rei­se­por­tal Pri­ce­li­ne Group (+0,7 % auf 1335 $) soll ei­ne Über­nah­me prü­fen. Apol­lo Glo­bal Ma­nage­ment wird Ap­pe­tit am Gour­met-Su­per­markt Fresh Mar­ket (+23,2 % auf 28.33 $ ) nach­ge­sagt. Noch­mals steil berg­ab ging es mit Va­leant Phar­maceu­ti­cals (–47 % auf 36.64 $). Nicht nur der fürs lau­fen­de Jahr re­du­zier­te Aus­blick er­schreck­te die Ak­tio­nä­re, son­dern das Ein­ge­ständ­nis des CEO, Schul­den­ver­ein­ba­run­gen wür­den ge­bro­chen, wenn es nicht ge­lin­ge, recht­zei­tig die Ge­schäfts­zah­len vor­zu­le­gen. Seit Mit­te des ver­gan­ge­nen Jah­res Bi­lan­zie­rungs­vor­wür­fe ge­gen das ka­na­di­sche Bio­tech-Un­ter­neh­men pu­blik wur­den, ha­ben die Ti­tel rund 85 % an Wert ein­ge­büsst.

App­le leg­ten 2,4 % auf 104.74 $ zu. Die In­vest­ment­bank Mor­gan St­an­ley hält an der Kauf­emp­feh­lung für die Ak­ti­en fest und räumt ih­nen auf­grund ei­ner bes­ser als er­war­te­ten iPho­ne-Nach­fra­ge ge­gen 30 % Kur­s­po­ten­zi­al ein. Ci­ti­group hat der­weil die Kauf­emp­feh­lun­gen für die Agro­ti­tel Monsan­to (–2,6 % auf 88.54 $) und für die Lu­xus­wer­te Tif­fa­ny (–3 % auf 69.68 $) ge­stri­chen.

Avon Pro­ducts büss­ten bis Di­ens­tag­mit­tag über 9% auf 3.96 $ ein. Der Kos­me­tik­her­stel­ler streicht welt­weit 2500 Stel­len. Aus­ser­dem will er den Sitz ins steu­er­güns­ti­ge­re Gross­bri­tan­ni­en ver­le­gen. Tes­la setz­ten ih­re Er­ho­lung nach ei­ner Ana­lys­ten­emp­feh­lung um 2,8 % auf 213.25 $ fort.

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